ELECTRIC WOW

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Inhalt

BMW X5 xDrive45e – im Test

Große SUV haben ein gewisses Image-Problem. Die Plug-in-Hybrid-Version des BMW X5 kämpft dagegen mit ordentlicher Elektro-Reichweite an.

Böse, böse! SUV-Hasser tun sich zwar oft schwer mit Argumenten, verteufeln aber eine ganze Autogattung aus Prinzip. Rein sachlich betrachtet, bleibt nicht allzu viel Negatives übrig, am ehesten noch der erhöhte Platzbedarf der großen Sports Utility Vehicles, der lässt sich nicht verleugnen. Aber sonst? Sind diese Autos tatsächlich die allergrößten Umweltsünder? Betrachtet man die technische Entwicklung, so kommt man schnell zum Schluss, dass sich in den letzten 15 Jahren richtig viel getan hat beim Verbrennungsmotor. So lässt sich unser Test-X5 etwa mit knapp unter zehn Liter Benzin bewegen, ganz ohne, dass man die Batterien vorher geladen hat. Verglichen mit zehn Jahre alten Kompaktwagen und in Relation zu Größe und Gewicht ein äußerst ansprechender Wert.

Spitzensprinter und dauerläufer

Die Besonderheit des X5 xDrive45e liegt im kleinen „e“ am Ende der Modellbezeichnung. Denn das kennzeichnet den Bayern als „Plug-in-Hybriden“. Neben dem erwähnten Benzinmotor – der übrigens satte 286 PS aus drei Liter Hubraum holt – sorgt ein 83 kW starker Elektromotor für Unterstützung und auch rein elektrisches Fahren. Dass dieser X5 ein sattes Leergewicht von 2,5 Tonnen auf die Waage bringt, ist schwer zu glauben, schließlich zeigt der Tacho nach nur 5,6 Sekunden Tempo 100 km/h an.

Noch beeindruckender ist aber die rein elektrische Reichweite. Während den ersten Plug-in-Hybriden schon nach ein paar Kilometern die Luft oder vielmehr der Strom ausging, schaffte der X5 in der Praxis rund 70 Kilometer und das trotz Autobahnanteils. Womit in den allermeisten Fällen die Fahrt zum Arbeitsplatz und retour rein elektrisch möglich ist.

Möglich macht das der 24 kWh große Akku, der – und das ist die Kehrseite – allerdings auch mindestens sieben Stunden für eine volle Ladung benötigt, der maximale Ladestrom ist nämlich mit lediglich 3,7 kW begrenzt. Der gesamte Mixverbrauch hängt natürlich vom Ladeverhalten ab, lädt man gar nicht – was freilich keinen Sinn macht – käme man auf die eingangs erwähnten knapp zehn Liter. 77.550 Euro kostet der BMW X5 xDrive45e übrigens. Wer bei den Extras aus dem Vollen schöpft, kann problemlos weitere 40.000 Euro für die unterschiedlichsten Annehmlichkeiten ausgeben.

das gefällt uns: Reichweite, Verarbeitung, Verbrauch
das vermissen wir: schnellere Lademöglichkeit
die alternativen: Mercedes GLE 350 de, Audi Q7 e quattro

Spezifikation

Systemleistung (kW/PS)
290/394
Drehmoment (Nm)
600
0-100 km/h (in Sek.)
5,6
V-Max (in km/h)
235
Antrieb
Allrad
Verbrauch (l/100 km, WLTP)
1,7
CO2-Ausstoß (g/km)
39
Akkukapazität (kWh)
24
Elektr. Reichweite (km, WLTP)
100
Ladestandard
Typ 2, 3,7 kW, 1 p.
Kofferraumvolumen (Liter)
500–1.720
Batteriegarantie
100.000 / 6 Jahre
Listenpreis (inkl. MwSt.)
76.800
BMW X5 xDrive 45e BMW X5 xDrive 45e BMW X5 xDrive 45e BMW X5 xDrive 45e

Ähnliche Themen:

Tests

Weitere Artikel:

XV und Impreza: Feinschliff für 2021

Faceliftmodelle von Subaru

Die beiden Allradmodelle aus Tokio wurden nicht nur optisch aufgefrischt. Auch das 4WD-Assistenzsystem X-Mode, bekannt aus dem Subaru Forester, ist jetzt mit an Bord.

So fesch ist der Elektro-Roller EK3

Horwin erhält Red Dot Design Award

In Niederösterreich freut man sich über die Auszeichnung der Red Dot Jury. Der EK3 darf nun als "reddot winner 2021" bezeichnet werden.

Formel-1-Experte Ralf Schumacher rechnet in Imola mit einem engen Rennen zwischen Red Bull und Mercedes und sieht einen leichten Vorteil bei den Bullen.