ELECTRIC WOW

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Inhalt

Hyundai Kona elektro (39 kWh) im Test

Dass der Hyundai Kona mit 64 kWh Batteriekapazität ein volltaugliches Reisemobil darstellt, hat sich schon herumgesprochen. Aber was taugt die 39-kWh-Version auf der Autobahn?

Während angesichts der Elektromobilität bei vielen noch die bange Frage im Vordergrund steht, ob ausreichend Reichweite überhaupt am Markt erhältlich ist, beschäftigen sich erfahrene E-Mobilisten vor der Unterzeichnung des Kaufvertrags eher mit der Frage: "Wie viel Reichweite brauche ich überhaupt?"

Form-und Platzfaktor SUV Diese Entscheidung wurde uns in diesem Falle von Hyundai abgenommen, als man uns die "kleine" Variante des Kona elektro mit 39,2 kWh Kapazität aushändigte. Testfall: Immerhin knapp 500 Kilometer Autobahn "am Stück" hin und retour an einem verlängerten Wochenende, voll beladen mit Gattin und ihren Schuhen, Kurzurlaubgsgepäck sowie Kinderwagen und dessen Passagier. Beim Einsteigen sticht die "schwebende" Mittelkonsole gleich ins Auge. Während die Bedienung der Fahrstufen per Drucktasten schnell in Fleisch und Blut übergeht, bleibt das haptische Erlebnis dabei ein wenig unbefriedigend. Die Debatte über "billige" Materialien ist ja so alt wie der Autotest selbst, angesichts des verwendeten Kunststoffs an dieser Stelle wird siewohl wieder oft geführt werden. Die kleine Sünde ist umso lästiger, als gerade Hyundai ansonsten für seine erstklassig funktionalen Cockpits bekannt ist -man erinnere sich an einen gewissen Herrn Winterkorn vom VW-Konzern, der dies ungewollt vor laufender Handykamera in die ganze Welt hinausposaunte. Was die Platzverhältnisse in unserem Reisemobil betrifft, bietet das Kompakt-SUV den Passagieren zwar die bauarttypische Bequemlichkeit, leidet aber in puncto Gepäckvolumen unter dem Formfaktor. Zum Vergleich: Der elektrische Konzernbruder Ioniq bietet mit 357 bis 1.417 Liter vor allem beiumgelegten Sitzen doch deutlich mehr Stauraum. Wir lösten das Problem, indem wir den doppelten Boden und die Gepäckabdeckung zu Hause ließen. Fest steht, dass dem Kona Elektro seine voll im Trend liegende Karosserieform im Verkaufsraum nicht schaden wird.

Wie schnell ist schnell beim Laden? Trotz mehrerer Versuche an sogenannten "Ultraschnellladern" konnten wir maximal Ladeleistungen von 50 kW realisieren. Kein allzu großes Problem, wenngleich sich dadurch auch die Ladepausen auf 45 Minuten verlängern. In der Praxis legten wir die Strecke mit je zwei kürzeren Ladepausen zurück. Grund war nicht Reichweitenangst, sondern Koffeinsucht. Den Normwert überschritten wir bei unserer legalen Autobahnfahrt mit 15,2 kWh/100 km nur knapp. In Sachen Effizienz macht den Elektro- Hyundais keiner etwas vor. Sobald man von der Autobahn abfährt, sinkt der Verbrauch ohne Einschränkungen im Vorwärtskommen gegen 12 kWh. Die Normrunde absolvierten wir -zurück im Wiener Umland, wieder unbeladen - mit ausgezeichneten11,9 Kilowattstunden.

Spezifikation

Leistung (kW/PS)
100/136
Drehmoment (Nm)
395
0-100 km/h (in Sek.)
9,9
Verbrauch (kWh/100 km)
15,0
Antrieb
Vorderrad
Akkukapazität (kWh)
39,2
Reichweite (WLTP)
305
Ladestandard AC (Steckertyp, Leistung in kW, Phasen)
Typ 2, 6,6 kW, 3 p.
Ladestandard DC (Steckertyp, Leistung in kW) 
CCS, 50–100 kW
Kofferraumvolumen
332–1.114
Batteriegarantie
200.000/8 Jahre
Listenpreis (inkl. MwSt.)
45.290
Hyundai Kona Hybrid Hyundai Kona Hybrid Hyundai Kona Hybrid Hyundai Kona Hybrid

Tests

Weitere Artikel:

Dacias neues Flaggschiff

Das ist das Dacia Bigster Concept

Im Rahmen der Zukunfts-Strategie "Renaulution" der Groupe Renault spielt auch die Tochtermarke Dacia eine wichtige Rolle. Bis 2025 sollen drei weitere neue Modelle hinzukommen. Eines davon wildert im Revier des VW Tiguan. Einen ersten Vorgeschmack liefert der Dacia Bigster.

Kennen Sie den?!

Trabant-Buggy aus Ungarn

In den 1960er Jahren schwappte der Buggy-Wahnsinn nach Europa. Damals entdeckte János Kesjár jr., ein bekannter ungarischer Rennfahrer, in Westdeutschland einen solchen frühen Buggy. Nach seiner Rückkehr nach Ungarn beschloss er, sein eigenes „Fun-Car” zu entwickeln.

"AF Corse in vielen Serien erfolgreich"

Pilot Cassidy über Red-Bulls DTM-Projekt

AF Corse wird zusammen mit Red Bull in der DTM-Saison 2021 zwei Ferrari 488 GT3 ins Rennen schicken - Nick Cassidy ist vom italienischen Team überzeugt.

Das Rallyeteam Schindelegger rechnet sich beim großen Rallye-Auftakt in Österreich zwar selbst maximal Außenseiter Chancen aus, ist aber dennoch voll motiviert.