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Studie: Jeder dritte erwägt E-Auto-Kauf
Audi

44 Prozent schließen sie aber kategorisch aus

In einer Studie von autoscout24, wurden 5.566 Nutzer aus Österreich, Deutschland, Italien, Belgien und den Niederlanden zu ihren Kaufabsichten befragt. Das Ergebnis: Ein Drittel aller Interessenten erwägt die Anschaffung eines E-Autos, ein Viertel liebäugelt darüber hinaus mit einem Hybrid.

In der besagten Studie wurden zwei Gruppen gesondert untersucht: Allgemeine Website-Nutzer und diejenigen User, die derzeit konkret die Anschaffung eines neuen Autos planen. Beim Blick auf die aktuell Kaufenden zeigt sich, dass E-Autos hoch im Kurs stehen: Insgesamt 17 Prozent ziehen den Kauf eines Stromers „definitiv“ in Erwägung, weitere 20 Prozent würden sich „vielleicht“ für einen Batteriegetriebenen entscheiden. Gleichwohl sind aber freilich noch lange nicht alle, die aktuell nach einem neuen Auto suchen, vom Elektro-Trend überzeugt: Satte 44 Prozent der Befragten wollten aktuell definitiv kein E-Auto erwerben, 19 Prozent wahrscheinlich nicht. Beim Blick auf Hybridfahrzeuge fällt die Bewertung ausgewogener aus: 42 Prozent ziehen einen entsprechenden Kauf bei ihrer aktuellen Suche in Erwägung, kategorisch ausgeschlossen sind HEVs hingegen nur für 34 Prozent.

Größte Bedenken: Kosten und Ladeinfrastruktur
Und was genau bremst den Zustrom zu den Stromern nun genau? Europaweit ist der Preis das "Kontra #1": 62 Prozent der deutschen Befragten sind etwa der Ansicht, es sei teurer ein E-Auto zu kaufen als ein vergleichbares Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. Ähnlich sehen das auch die Befragten aus Österreich (62 Prozent), Belgien (64 Prozent) und Italien (65 Prozent). In den Niederlanden teilen diese Sorge hingegen deutlich weniger Nutzer: Nur 47 Prozent sind dort der Ansicht, man müsse für ein E-Auto tiefer in die Tasche greifen als für einen Verbrenner.

Gleich dahinter im Ranking der Argumente gegen ein elektrifiziertes Fahrzeug ragiert das Thema Ladeinfrastruktur. In Deutschland etwa sehen es stolze 54 Prozent der Befragten aks "beschwerlich" an, das E-Auto mit Energie zu versorgen, weil das Ladenetz zu dünn sei. In Belgien sehen das 47 Prozent der Befragten genauso, in Italien sind es 46 Prozent und in Österreich "nur" 44 Prozent. In den Niederlanden scheint es um die Ladeinfrastruktur hingegen deutlich besser bestellt zu sein, denn bloß 25 Prozent zeigen sich bei diesem Punkt besorgt.

Wie steht es um die Bedenken, ein E-Auto könne sich nicht für den täglichen Gebrauch eignen? Auch hier sind die Deutschen am besorgtesten: 30 Prozent glauben, dass es im Alltag Probleme mit der Antriebstechnologie geben könnte. Auch Österreichern (28 Prozent) und Belgiern (21 Prozent) ist dieser Gedanke nicht fremd. In den Niederlanden und Italien bereitet dieser Punkt hingegen nur 15 Prozent der Befragten Kopfzerbrechen.

Wichtigstes Kriterium in Österreich: Reichweite
Interessant ist ein Blick auf die AutoScout24-Nutzer mit konkreter Kaufabsicht. Nehmen wir zuerst die österreichischen Studienteilnehmer in den Fokus: Zwar ist der Preis für 46 Prozent der Befragten in dieser Gruppe relevant, doch andere Themen sind gewichtiger. Ganz oben steht die Reichweite, die 62 Prozent für relevant erachten, gefolgt von der Möglichkeit, die Batterie schnell aufladen zu können (49 finden das wichtig). Ebenfalls von Bedeutung für die E-Auto-Interessierten: Komfort (wichtig für 37 Prozent), Stauraum (34 Prozent) und hohe Effizienz (36 Prozent). Für ein knappes Drittel (30 Prozent) sind finanzielle Fördermaßnahmen für das in Frage stehende Auto relevant.

Preis und Subventionen relevant in Italien
Mit Blick ins Ausland zeigt sich, dass die Reichweite zwar überall das wichtigste Kriterium ist, doch die Befragten setzen durchaus unterschiedliche Schwerpunkte. So ist in Italien der Preis von zentraler Bedeutung: 49 Prozent legen Wert darauf, 51 Prozent erwarten sogar, dass das Fahrzeug subventioniert wird. Andernorts setzt man hingegen verstärkt auf ein komfortables Fahrzeug: 45 Prozent der Belgier und 43 Prozent der Niederländer ist das wichtig. Für die gleichen Nationen spielt auch die Marke eine Rolle. So wünschen sich 25 Prozent der niederländischen und 24 Prozent der belgischen Befragten ein Premium-Fabrikat. Zum Vergleich: Nur 11 Prozent der Österreicher ist das wichtig.

Informationen europaweit als nicht ausreichend bewertet
Auch wenn E-Mobilität in den Medien immer häufiger thematisiert wird, haben rund zwei Drittel der befragten Europäer (Gesamtgruppe) das Gefühl, nicht ausreichend darüber informiert zu sein. So wünscht sich hierzulande jeder Dritte (33 Prozent) mehr Informationen zu den entstehenden Wartungskosten. Und fast ebenso vielen (30 Prozent) sind die Vor- und Nachteile eines E-Autos im Vergleich zu Hybridfahrzeugen nicht klar. In Italien ist der Informationsbedarf noch höher: 37 Prozent sehnen sich nach Daten zu Wartungskosten und 33 Prozent wünschen Infos über Vor- und Nachteile von E-Autos. Am besten wissen die Niederländer Bescheid: Nur 61 Prozent fühlen sich nicht ausreichend informiert, entsprechend wünscht sich auch nur jede Vierte (25 Prozent) Infos über Wartungskosten und die Pros und Cons von Stromern und Hybriden.

Informationsoffensive nötig
André Eckert, Country-Manager von AutoScout24 in Österreich „Die Studie zeigt, dass die Autointeressierten international und vor allem auch in Österreich nach mehr Informationen über E-Autos verlangen. Unsicherheiten bestehen im Bereich Reichweite, Lademöglichkeiten sowie Wartungskosten der Fahrzeuge und dem Abgleich dieser Parameter mit der eigenen Lebenssituation. Je transparenter den Verbrauchern der Markt, die Fahrzeuge und das Handling der E-Autos sind, desto eher sind sie bereit, den Kauf entsprechender Modelle zu erwägen. Wir brauchen deshalb neben Investitionen in Technologie und in Infrastrukturmaßnahmen auch eine Informationsoffensive im Bereich E-Mobilität.“

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