ELECTRIC WOW

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Ungleicher Bruder

Cupras sportlicher Bruder des VW ID.3 ist nicht nur deutlich sportlicher designt, er schafft es dank einem E-Boost Performance-Pakets auch leistungstechnisch, seinen sonst über weite Strecken identischen Plattformspender in den Schatten zu stellen.

Johannes Posch

Mit dem Born bringt SEATs eigenständige Performance-Marke Cupra nun also die Serienversion der letztjährigen Studie "El Born" in Serie. Als Bruder des Volkswagen ID.3 gelingt es dem kompakten Elektroauto äußerlich recht gut, seine Wolfsburger Wurzeln durch ein deutlich aggressiveres Design zu verbergen.

Die aggressivere Frontgestaltung umfasst schmalere Scheinwerfer und große Lufteinlässe, die den Cupra Born im Vergleich zum ID.3 sportlicher wirken lassen. Am Heck sorgt ein breiter LED-Lichtbalken für den Eindruck von mehr Größe, während die vertikalen Finnen Teil eines integrierten Diffusors sind, der laut Cupra auch eine funktionale Rolle spielt.

Cupras erstes Elektrofahrzeug wird mit einer Auswahl von sechs Leichtmetallrad-Designs in Größen von 18 bis 20 Zoll erhältlich sein. Diese werden mit Aero-Elementen sowie den typischen Kupfereinlagen, die auch auf der Karosserie zu sehen sind, ausgestattet sein. Die texturierte C-Säule wirkt mit ihrer wabenförmigen Folie raffinierter als die des ID.3, ein weiterer Versuch, die beiden MEB-basierten Vettern voneinander zu trennen. Sechs Lackfarben werden zur Markteinführung verfügbar sein.


Der Innenraum wirkt auf den ersten Blick ach so vertraut, doch es gibt einige entscheidende Unterschiede. Der vollelektrische Born hat einen größeren 12-Zoll-Touchscreen (10-Zoll-Display für den ID.3) und sportlichere Sitze mit integrierten Kopfstützen, während das Lenkrad ein paar zusätzliche Tasten hat, die der Cupra-Version vorbehalten sind.


Wie der ID.3 ist auch der neue Born ausschließlich mit Hinterradantrieb unterwegs. Der einzelne Elektromotor im Heck leistet im Basismodell 150 PS (110 Kilowatt) und 310 Newtonmeter Drehmoment und entspricht damit der ID.3 Pure Performance-Version. Es nutzt das gleiche 45-kWh-Batteriepaket mit einer geschätzten WLTP-Reichweite von 340 Kilometern und beschleunigt in 8,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h.


Wer sich für die stärkere Version mit 204 PS entscheidet (wie der ID.3 Pro Performance), erhält auch eine größere 58-kWh-Batterie. Das Drehmoment bleibt mit 310 Nm gleich, aber die zusätzlichen Pferdestärken sorgen für eine Sprintzeit von 7,3 Sekunden, während die aufgerüstete Batterie genug Saft für eine Reichweite von 420 km bietet.


An dieser Stelle werden die technischen Daten interessanter, denn Cupra wird den Born mit einem E-Boost-Paket verkaufen, das die Leistung auf 231 PS (170 kW) erhöht. Mit dem für den ID.3 nicht erhältlichen E-Boost-Paket schafft die emissionsfreie Schräghecklimousine den Sprint in 6,6 Sekunden. Die 58-kWh-Batterie bietet die gleiche Reichweite von 420 km wie die Version ohne E-Boost-Paket.

Der stärkere Elektromotor kann auch mit einer größeren 77-kWh-Batterie kombiniert werden, in diesem Fall erhöht sich die Reichweite auf 540 Kilometer. Allerdings wirkt sich die schwerere Batterie negativ auf die Fahrleistungen aus: Der Spurt dauert dann sieben Sekunden. Wer es also auf beste Performance abgesehen hat, sollte das E-Boost-Paket mit der 58-kWh-Batterie kombinieren.


Der VW-Konzern hat aber bereits demonstriert, dass noch mehr gehen würde: Das 333 PS starke Einzelstück VW ID.X mit Allradantrieb ist rund 200 Kilogramm leichter als ein regulärer ID.3 und braucht 5,3 Sekunden für den Spurt auf 100 km/h und ist damit 1,3 Sekunden schneller als der leistungsorientierte Cupra Born.


Exklusiv in Österreich wird mit dem CUPRA Born Alpha eine attraktive Sonderedition angeboten. So bietet 204 PS und die 58 kWh-Batterie mit zahlreichen Zusatzpaketen und startet bei einem Einstiegspreis von € 35.390,-, der durch die staatliche Förderung und den E-Mobilitätsbonus auf € 29.990,- reduziert werden kann. Die Markteinführung des CUPRA Born Alpha ist in Österreich für das vierte Quartal 2021 geplant. Die Sonderedition kann bereits ab 25. Mai 2021 mittels Prebooking und € 100,- rückerstattbarer Anzahlung reserviert werden. Die Produktion des Cupra Born beginnt im September im VW-Werk Zwickau, wo seit November 2019 der ID.3 vom Band läuft.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Den Namen einer automobilen Ikone als Namensgeber für ein neues Elektroauto zu verwenden, ist ohne Frage mutig. Wir haben uns angesehen, ob der Mustang Mach-E den klingenden Namen zu Recht trägt und wie es mit der Reichweite in der Praxis so aussieht.

Plug-in-Kraxler mit 380 PS

Stromstoß für den Jeep Wrangler

Die Elektrifizierung macht auch vor dem Jeep Wrangler nicht Halt. Der neue Unlimited 4xe kommt mit einem Plug-in-Hybrid-Antrieb und ist ab Juni in den Ausstattungs-Varianten Sahara, Rubicon und 80th Anniversary erhältlich.

Die Nachfrage ist groß, das Budget wird angepasst

E-Auto-Förderungsbudget mehr als verdoppelt

46 Millionen Euro waren für 2021 vorgesehen, um die Anschaffung von E-Autos, PHEVs oder E-Motorrädern sowie Ladestationen zu fördern. Die wären bereits in den nächsten Wochen aufgebraucht, daher wird kräftig nachgelegt: Es kommen weitere 55 Millionen Euro hinzu.

JLR stellt Wasserstoff-Antriebskonzept vor

Defender Prototyp mit Brennstoffzelle

Der britische Automobilhersteller Jaguar Land Rover entwickelt einen Prototyp des Land Rover Defender mit wasserstoffbetriebenem Brennstoffzellenantrieb, der noch in diesem Jahr den Testbetrieb aufnehmen soll.

Aus und im Reich der Mitte

Neue schon gefahren: DS9

Designed in Paris, gebaut in China, gedacht als globale Speerspitze Richtung Premium. Der DS9 hat große Ziele zu erfüllen. Reicht es zum ernsthaften Anstinken gegen die S-Klassen, 7er BMWs und A8 dieser Welt? Wir sind testgefahren.

Von Mechanik-Nerds & Digital Natives

Neue schon gefahren: Polestar 2

2021 startet Polestar endlich auch in Österreich durch. Nach einem Tag mit dem schicken Schweden-Coupé und spannenden Diskussionen mit dem Team dahinter steht fest: Tesla Model 3, nimm dich in Acht.