ELECTRIC WOW

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Ein Ausblick auf den Golf R der Zukunft?

Ralf Brandstätter, Chef von Volkswagens PKW-Division, hat auf seinem LinkedIn Profil ein durch und durch spannendes Projekt enthüllt. Den ID.X - ein Einzelstück, das uns wohl einen recht genauen Blick darauf erhaschen lässt, wie scharfe E-Kompakte aus Wolfsburg in Zukunft aussehen könnten.

Johannes Posch

Es ist keine drei Wochen her, da zog Volkswagen das Tuch von seinem ersten GTX-Modell, dem ID.4 GTX. Dieses Kürzel sollen künftig alle besonders sportlichen Top-Elektrofahrzeuge von VW aufgedrückt bekommen. Dass dabei mit dem eher pummeligen Familien-SUV-Kombi ID.4 begonnen wurde und man sich nicht etwa für den kompakteren ID.3 entschied, sorgte mancherorts für Verwirrung. Dass hinter den Kulissen aber freilich dennoch an einem scharfen ID.3 gearbeitet wurde, hat Ralf Brandstätter nun quasi bestätigt. In seinem LinkedIn-Posting dazu schreibt er: 

Gerade haben wir den ID.4 GTX vorgestellt. Unser erstes elektrisches Performance Modell kommt super an. Auch bei unseren Ingenieurinnen und Ingenieuren – denn mit ihm haben sie den Spaß an der Entwicklung leistungsstarker E-Autos entdeckt. Und so haben wir sie einfach mal machen lassen.
 
Das Team hat einen ID.3 mit ursprünglich 62kWh mit einer 82kWh Batterie ausgestattet und mit Teilen des ID.4 GTX neu kombiniert.
Powertrain, Fahrwerk und Infotainment modifiziert und dem Fahrzeug innen und außen einen außergewöhnlichen Auftritt verpasst. ;-). Herausgekommen bei diesem Experiment ist ein Kraftpaket mit Allradantrieb, 245 kW Leistung und sportlichem Design. Projektname: ID.X.

Weitere, technische Details sind natürlich rar. Allerdings erwähnt Brandstätter, dass der ID.X satte 200 Kilogramm leichter sein soll als seine Geschwister. Sofern er mit "Geschwister" reguläre ID.3 meint, wäre das ob des größeren Akku-Pakets ziemlich beeindruckend. Wenn er den ID.4 meint, ob der deutlich kleineren Karosserie freilich nicht mehr so. Wir werden es wohl nie erfahren.

Auch eine 0-100-Zeit verrät uns der Chef: 5,5 Sekunden. Eine beachtliche Steigerung im Vergleich zu den 7,3, die der schnellste aktuelle ID.3 braucht. Oder auch zu den 6,2 Sekunden, die es beim ID.4 GTX sind. Allerdings am Ende doch noch deutlich langsamer als der aktuelle Golf R, der den Paradesprint mit sein 10 PS weniger in gerade einmal 4,7 Sekunden absolviert. Warum wir den Golf an dieser Stelle erwähnen, hat aber neben der leistungstechnischen Nähe noch einen zusätzlichen Grund: Wie der Golf auch, scheint der ID.X ebenfalls einen Drift-Modus verpasst bekommen zu haben. Dass voll-elektrisches Driften Spaß machen kann, bewies nicht zuletzt Ford ja mit dem Ford Mustang Mach-E 1400 schon ... 

Wer sich jetzt aber schon geistig freut, auf dem nächsten GTI Treffen voll-elektrisch den Gummi-Platz voll zu qualmen, sollte die Kreditkarte gleich wieder wegstecken. Der ID.X wird ein Einzelstück bleiben. Allerdings, so Brandstätter, sollen viele Ideen künftig aufgegriffen werden. Klar. 

Wir sind dennoch erst einmal sehr gespannt, wie "ähnlich" der kommende Cupra Born, also der erste "Hot Hatch" auf Basis des Modularen Elektro Baukastens, der am 25. Mai vorgestellt wird, denn dem ID.X sein wird ... 

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

E-Autobesitzer fahren mehr

Umfrage von Nissan zur Kilometerleistung

Wer fährt mehr: Besitzer von Elektro- oder von Verbrennerautos? Eine Umfrage von Nissan gibt eine Antwort. Demnach spulen E-Autofahrer in Europa im Jahr durchschnittlich 630 Kilometer mehr ab als Fahrer konventionell angetriebener Fahrzeuge.

Ein Sturm zieht auf ... und das flott

Rimac Nevera mit 1.940 PS enthüllt

Vor etwas mehr als drei Jahren stellte die kroatische Hypercar-Marke Rimac Automobili den Konzeptwagen C_Two vor. Jetzt wurde die finale Version ihres vollelektrischen Hypercars enthüllt - samt neuer Typenbezeichnung, benannt nach einem mediterranen Sturm.

Aus und im Reich der Mitte

Neue schon gefahren: DS9

Designed in Paris, gebaut in China, gedacht als globale Speerspitze Richtung Premium. Der DS9 hat große Ziele zu erfüllen. Reicht es zum ernsthaften Anstinken gegen die S-Klassen, 7er BMWs und A8 dieser Welt? Wir sind testgefahren.

Enyaq als erstmals auch als Red Car

Skoda stellt Führungsfahrzeug bei Tour de France

Erstmals setzt Skoda bei der Tour de France das neue Stromer-Flaggschiff Enyaq ein. Und dann auch gleich als mobile Schaltzentrale des Tour-Verantwortlichen Christian Prudhomme.

Plug-in-Kraxler mit 380 PS

Stromstoß für den Jeep Wrangler

Die Elektrifizierung macht auch vor dem Jeep Wrangler nicht Halt. Der neue Unlimited 4xe kommt mit einem Plug-in-Hybrid-Antrieb und ist ab Juni in den Ausstattungs-Varianten Sahara, Rubicon und 80th Anniversary erhältlich.

Konferenz "Smarte E-Mobilität"

E-Mobilitätsboom trotz Pandemie 24. Juni 2021

Während die Automobilmärkte weltweit im vergangenen Jahr von der Corona-Pandemie stark betroffen waren, stiegen die Verkaufszahlen von Elektrofahrzeugen in den meisten Ländern stark an und erzielten einen Marktdurchbruch.