ELECTRIC WOW

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ÖAMTC: Novelle des Wohnungseigentumsgesetzes mit "Schönheitsfehlern"

Unklare Begriffsdefinition zum "Langsamladen" wirft Fragen auf

Ab 2022 wird der Einbau von Ladestationen in Garagen wesentlich erleichtert.Mit der fehlenden Definition des Begriffs "Langsamladen" schiebt der Gesetzgeber ein bisheriges Problem nur weiter vor sich her.

Der Bautenausschuss des Parlaments beschließt heute voraussichtlich eine deutliche Erleichterung für Besitzer:innen oder Nutzer:innen von Elektrofahrzeugen: Ab Beginn des kommenden Jahres wird der Einbau von Ladestationen in Garagen, die zum Wohnungseigentum gehören, erleichtert. Wer eine Wallbox zum "Langsamladen" installieren möchte, ist nicht mehr auf die ausdrückliche schriftliche Zustimmung aller anderen Miteigentümer:innen angewiesen. Der ÖAMTC ortet dennoch ein paar "Schönheitsfehler". Martin Hoffer, Leiter der ÖAMTC-Rechtsdienste, erklärt: "Mit der fehlenden Definition des Begriffs 'Langsamladen' schiebt der Gesetzgeber aber das bisherige Problem vor sich her. Denn Wallboxen sind unterschiedlich ausgestattet und arbeiten mit unterschiedlicher Leistung."

Keine deutliche Klarstellung im Gesetz
Auch wenn zu begrüßen ist, dass man einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofes gefolgt ist und zumindest absichert, dass das Laden mit 3,7 Kilowatt nun nicht mehr der umfassenden Zustimmungserfordernis unterliegt: All jene, die sich z. B. für eine Wallbox mit 7,4 kW Leistung entscheiden (eine durchaus übliche Dimension), blicken in eine ungewisse Zukunft. Denn mangels deutlicher Klarstellung im Gesetz kann es sein, dass man doch wieder die Zustimmung aller Miteigentümer:innen einholen muss – und die Wallbox eventuell nicht implementiert werden kann.

Martin Hoffer: "Es ist schade, dass man die Chance nicht nutzt und eine praktikable und lebbare Grenze zieht. So wurde zwar ein erster begrüßenswerter Schritt gesetzt. Für ambitionierte Nutzer:innen werden die Grenzen der nun geschaffenen Möglichkeiten aber sehr schnell spürbar werden."

Und weil auch Ladestellen mit 11 kW noch mit vertretbarem baulichem Aufwand zu realisieren sind, fordert der Mobilitätsclub über die jetzige Regelung hinaus, dass bald auch bei Installation einer solchen Anlage der komplizierte und oft aussichtslose Weg über die ausdrückliche Einstimmigkeit beseitigt wird.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Konfigurator bereit: Fisker

Preise für den Fisker Ocean online

In der Bandbreite von 42.000 bis 70.000 Euro (Basispreise) lässt sich das 4,63 Meter lange Elektro-SUV aus Los Angeles für den österreichischen Markt konfigurieren. Ungewöhnliche Detaillösungen sorgen für Abwechslung im Segment

Wichtige Fakten für Second-Hand-Stromer

Gebrauchte E-Autos: Wie fit ist der Akku?

Die Lieferzeiten bei Elektroautos sind zum Teil elend lang. Das ist mit ein Grund, warum der Gebrauchtmarkt für Stromer boomt. Zum Akku eines Gebrauchten müssen unangenehme Fragen gestellt werden

Mit VinFast geht nicht nur der einzige vietnamesische Hersteller demnächst in Europa in die Startlöcher, er tut dies mit deutscher Schützenhilfe und einer vollelektrischen Modellpalette.

Die 5 meist-geklickten Stories 2021

Eure Top-Meldungen des Jahres

2021 war in Sachen elektrifizierte Mobilität ein bewegtes Jahr. Das zeigt sich auch gut an den Stories, die euch über die letzten 363 Tage (noch ist das Jahr ja nicht ganz vorüber) am meisten interessiert haben ...

Intransparente Tarife sehe man nicht

BEÖ fordert Abrechnung nach Kilowattstunden

Der BEÖ-Vorsitzende Andreas Reinhardt spricht über öffentliches Laden, eichrechtkonforme Ladestationen und den Wunsch nach einer Abrechnung nach Leistung. Einen intransparenten Tarifdschungel sieht er aber nicht.

Ein Gas heller Freude?

THG-Quote: Fragen und Antworten

Ab 2022 soll es in Deutschland für jeden möglich sein, über CO2-Quoten mit seinem E-Auto Geld zu verdienen. Der Deal hat jedoch diverse Auflagen. Die wichtigsten Antworten.