ELECTRIC WOW

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Cartoon: An der Ampel

Neulich, als mir die Zukunft mal wieder eine Szene machte ...

Wer an der Ampel mit dröhnenden Endrohren die Poleposition für sich beansprucht, ist entweder extrem kurzsichtig oder hat Angst davor, auf der Strecke zu bleiben. Beides ist nicht besonders zukunftsorientiert, denn das Gelingen der Mobilitätswende wird sicher nicht mit einem Kavaliersstart entschieden. Trotzdem macht es Spaß, Erster zu sein, wenn die Lichter auf nachhaltiges Grün springen.

Christian Clerici

Elektroautos haben etwas Basisdemokratisches in Bezug auf ihre Leistungsentfaltung: sie „reißen“, wie der Volksmund gerne sagt, „schon von ganzen unten an“. `Ganz unten´ bezieht sich dabei nicht nur auf den Drehmomentverlauf, sondern auch auf den Preis, denn schon recht günstige E-Modelle erzielen Beschleunigungswerte, für die sich hochpreisige Verbrenner erst aus dem Drehzahlkeller quälen müssen.  

Nun ist das „Hatzerl“ an der Kreuzung natürlich kein Ritterschlag für die Mobilitätswende, am Stammtisch und im Autoquartett aber durchaus ein argumentatives Highlight. Immer dann, wenn die neue Technologie wieder einmal in die Nähe von strombetriebenen Haushaltsgeräten auf Rädern gerückt wird, kann so lustbetonte Überzeugungsarbeit dafür geleistet werden, dass das Bessere gelingt. 

Wer einmal in einem Elektroauto gesessen ist, sich auf das leise, saubere und dynamische Fahrgefühl eingelassen hat, will nichts anderes mehr. Warum auch? Wir sind ja auch nicht wieder aufs Pferd gestiegen, nur weil jemand behauptet hat, das Auto würde sich nicht durchsetzen. Abgesehen davon, dass so ein Pferd weder leise noch sauber ist. Und Zuspruch braucht. Und soviel ständige Aufmerksamkeit, sollten wir unserer Alltagsmobilität gegenüber vielleicht nicht aufbringen müssen. 

Statt Öl ins Feuer zu gießen oder in den Motorblock, könnten wir unsere eigene Energie durchaus nachhaltiger einsetzen.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Vom Nordpol zum Südpol im Nissan Ariya

27.000 Kilometer Elektro-Extremtour

Mit einem modifizierten Elektro-SUV will Chris Ramsey von Pol zu Pol fahren. Der Abenteurer verlässt sich dabei auf den Allradantrieb e-4orce – und seine Frau Julie.

Auch Batterien sind ein Verschleißteil

Batteriedaten: Auswertung über die Cloud

In Berlin setzt man auf den Großeinsatz von Elektrobussen im ÖPNV. Deren Batterien sollen mittels spezieller Software kontinuierlich diagnostiziert werden, im Notfall werden selbstständig Warnungen ausgeschickt.

Elektroautos gibt es schon seit mehr als 100 Jahren. Auch unter dem Namen Porsche, wobei die Geschichte ein wenig komplizierter und alles andere als geradlinig war.

Ein Wankel als Strom-Generator

So wird der MX-30 zum Plug-in-Hybrid

Seit 2020 tritt der MX-30 bei Mazda als etwas schrulliges Elektroauto auf. Jetzt wird es aber noch schräger, denn das 4,4-Meter-SUV bekommt einen Wankelmotor verpasst und wird so auch als PHEV angeboten.

Aufgewertet und erweitert

Toyota RAV4: jetzt als GR SPORT

Toyota hat seinem Mittelklasse-SUV ein kleines Lifting verpasst und ihm bei der Gelegenheit - auf Wunsch - auch gleich noch den Trainingsanzug übergezogen. Zu den bekannten Ausstattungslinien kommt nun nämlich die neue GR SPORT-Linie hinzu, die sowohl optische als auch technische Nachschärfungen mitbringt.

Premiere auf der CES, Marktstart 2026

Afeela: Honda/Sony-Automarke hat einen Namen

Sony Honda Mobility, das Joint-Venture von zwei der größten japanischen Technologie- und Automobilunternehmen, hat den Namen seiner neuen Elektrofahrzeugmarke bekannt gegeben: Afeela. 2025 sollen Bestellungen für ihr erstes Auto abgegeben werden können, 2026 wird ausgeliefert.