ELECTRIC WOW

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Mit Hilfe des Lasers schneller laden?
Jan Walford / Hochschule Aalen

"Die Ergebnisse sind äußerst vielversprechend"

Schnelles Laden ist der Turbo der Elektromobilität. Zwei Forscher-Teams vom LaserApplikationsZentrum (LAZ) und dem Institut für Materialforschung (IMFAA) der Hochschule Aalen beschäftigen sich einem vom Wirtschaftsministerium (BMWi) geförderten Projekt mit der Frage, wie sie die Schnellladefähigkeit von Lithium-Ionen-Batterien verbessern können.

mid

Ziel der Arbeit ist es, lästige Wartezeiten an Ladesäulen zu verkürzen. Die jungen Forscher setzen dabei unter anderem auf ein laserbasiertes Verfahren, das bereits zum Patent angemeldet wurde. "Eine Batterie sollte möglichst klein sein und dennoch möglichst viel Energie speichern können", erklären Max-Jonathan Kleefoot und Jens Sandherr. Die beiden Doktoranden am LAZ und IMFAA der Hochschule Aalen forschen gemeinsam zu diesem Thema.

Presse man die Elektroden im Innern einer Batterie zusammen und verdichte diese, passe - vereinfacht gesagt - mehr elektrische Energie hinein: "Dann steht man aber schon vor der nächsten Herausforderung: Die Batterie enthält nun zwar mehr Energie auf einem kleineren Volumen, lässt sich aber dafür schlechter wieder aufladen."

Die beiden Doktoranden haben auf der Suche nach der Antwort eine ganze Reihe von Versuchen durchgeführt: "Wir haben mit dem Laser die Oberflächen der Elektroden im Innern der Batterien aufgeraut und perforiert, um den Austausch der Lithium-Ionen zwischen den Elektroden beim Be- und Entladen zu verbessern", erklärt Kleefoot. Untersuchungen zur Schnellladefähigkeit deuten darauf hin, dass die so bearbeiteten Batterien spürbar schneller geladen werden können.

"Die Ergebnisse sind äußerst vielversprechend", zieht auch Prof. Dr. Volker Knoblauch eine positive Zwischenbilanz. Er ist Projektleiter des Vorhabens und Mitglied der Institutsleitung des IMFAA der Hochschule Aalen. Ein weiterer positiver Nebeneffekt, der sich durch die Laserbearbeitung der Batterieelektroden abzeichne, sei die Zeitersparnis bei nachfolgenden Prozessschritten der Zellherstellung.

"Wie schafft man es, mehr Energie in noch kürzerer Zeit in eine Batterie zu bekommen?" So lautet die generelle Fragestellung, an der die Hochschule Aalen im Rahmen des Forschungsvorhabens "structur.e" mit neun weiteren Kooperationspartnern arbeitet. Zu den Partnern gehören renommierte Unternehmen und Institute: zum Beispiel das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das Zentrum für Sonnenenergie und Wasserstoff-Forschung (ZSW) und die "Trumpf Laser GmbH". Projektkoordinator ist der aktuell ganz auf die E-Karte setzende Volkswagen-Konzern.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Der große Bruder Fiat soll bis 2030 folgen

Abarth wird 2024 reine Elektro-Marke

Während dem Stellantis EV Day wurde bestätigt, dass die sportliche Klein-Marke Abarth bereits 2024 keine Verbrenner mehr im Programm haben wird.

Neues Design für neue Mobilität

SsangYong wird vollelektrisch (demnächst)

Während heuer der Korando mit Plug-in-Hybrid-Antrieb kommt, bietet SsangYong mit der Studie X200 einen Ausblick auf die vollelektrische Zukunft, die nächstes Jahr startet. Und deren neue Designsprache Anleihen an der Vergangenheit nimmt.

Nach siebten nun der erste Bezirk

Mooncity eröffnet zweite Wiener Filiale

Nur ein Jahr nach der ersten Filiale popt nun ein zweiter Store in der Bundeshauptstadt up. Mooncity zieht es zentral in die Kärntner Straße.

Der Volkswagen Konzern hat seine NEW AUTO Strategie präsentiert, die verrät, wie man bis 2030 den ganzen Konzern in eine hochprofitable Software-Firma umwandeln möchte. Autos baut man natürlich auch noch weiterhin.

Hinreißend schön und richtig schnell

Rekord für den Ferrari SF90 Stradale Assetto Fiorano

Der Ferrari SF90 Stradale Assetto Fiorano konnte auf dem 3,925 Kilometer langen Straßenkurs des Indianapolis Motor Speedway einen neuen Rundenrekord für Serienfahrzeuge aufstellen. Er umrundete die Strecke in beeindruckenden 1:29,625 Sekunden mit einer Höchstgeschwindigkeit von 281 km/h.

800 Kilometer mit nur einer Akkuladung

Ford Mach-E schafft Reichweitenrekord

Dieser Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde hat sich Ford mehr als verdient. 800 Kilometer konnten bei einer Rekordfahrt quer über die britische Insel mit nur einer Akkufüllung zurückgelegt werden.