ELECTRIC WOW

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Inhalt

Studie: Plug-in-Hybride ein Öko-Problem
Johannes Posch

PHEVs sind Stolpersteine für Klimaziele

Die Elektromobilität erfährt überall auf der Welt einen Aufschwung; es werden mehr und mehr elektrifizierte Autos angeboten und auch verkauft. Getragen wird der Boom dabei stark durch Plug-in-Hybridfahrzeuge. Das Problem: Laut einer neuen Studie emittieren diese im täglichen Betrieb deutlich mehr Treibhausgase, als bis jetzt angenommen wurde.

mid / Johannes Posch

Die Theorie ist herrlich: Durch Steuerbefreiungen spart man bei der Anschaffung eines Plug-in Hybrid ordentlich Geld, und im Alltag fährt man sodann 90 Prozent der Zeit elektrisch, also "lokal emissionsfrei". Super, oder? Ja, aber eben für viele PHEV-Fahrer eben auch nicht mehr als graue Theorie. In Wirklichkeit nutzen sie in der Regel überwiegend den Verbrennungsmotor, weshalb sie deutlich mehr CO2 emittieren als möglich wäre. Prekär wird das vor allem, weil sie auch deutlich mehr emittieren, als zumindest in Deutschland für die Berechnungen der deutschen Treibhausgasemissionen im Jahr 2030 bisher angenommen wurde. Das ist das Ergebnis einer Studie von ifeu - Institut für Energie- und Umweltforschung, Öko-Institut und "Transport & Environment" im Auftrag des Bundesumweltministeriums.

"Unsere Berechnungen zeigen, dass wir angesichts der Marktprognosen von bis zu 4,3 Millionen Tonnen zusätzlichen CO2-Emissionen im Jahr 2030 für den Verkehrssektor durch Plug-in-Hybride ausgehen müssen, wenn die elektrischen Fahranteile so niedrig bleiben wie heute", so Ruth Blank vom Öko-Institut. Zur Einordnung: Bereits nach bisherigen Abschätzungen wird das CO2-Ziel im Verkehrssektor von 95 Millionen Tonnen CO2 für das Jahr 2030 um etwa 30 Millionen Tonnen CO2 überschritten.

Ursache für den geringen Anteil an elektrischen Fahrten bei den Autos mit Verbrenner und E-Motor sind vor allem fehlende wirtschaftliche Anreize zum Laden und gerade bei Dienstwagen eine oft hohe tägliche Fahrleistung. Immerhin sind mehr als drei Viertel der Plug-in-Hybride als Firmenwagen zugelassen. Hinzu kommt, dass zu Hause und am Arbeitsplatz mitunter keine Lademöglichkeiten vorhanden sind. Zudem haben Plug-in-Hybride wegen Bauform, Motorisierung und Gewicht oft einen überdurchschnittlichen Energiebedarf. Etwa ein Drittel der neu zugelassenen Plug-in-Hybride sind SUV oder Geländewagen.

In vielen Fällen reicht bei solch schweren Fahrzeugen der Akku für die Tageskilometer nicht aus. Und bei schnellem Fahren oder starker Beschleunigung schaltet sich der Verbrennungsmotor auch dann zu, wenn der Akku noch voll ist. Werden die Fahrzeuge mit CO2-armem Strom betankt, defensiv gefahren und sind überwiegend im elektrischen Fahrmodus unterwegs, sinken die CO2-Emissionen dagegen deutlich.

Für einen mittleren Plug-in-Hybriden ergeben sich 2030 real etwa 130 Gramm CO2-Emissionen pro Kilometer (g/km), während der zu erreichende Flottenmittelwert bei ungefähr 60 g/km liegt. "Bei derzeitigen Rahmenbedingungen gefährdet der weitere Markthochlauf von Plug-in-Hybridfahrzeugen die deutschen Klimaziele 2030 im Verkehrsbereich. Aus umweltpolitischer Sicht sollte die Förderung aus Kaufprämie und Steuervorteilen dringend überprüft werden", so Studienleiter Julius Jöhrens vom ifeu.

Weitere Artikel:

No-Nonsense Off-Roader für wenig Geld

Neuer Lada Niva Travel

Namen können manchmal irreführend sein. So ist dieser neue Niva Travel nicht "wirklich" der Nachfolger seines ursprünglichen Namensgebers, der heute als "4x4" verkauft wird und noch auf eine Neuauflage wartet. Dennoch ist der neue Niva Travel ein fähiger Geländewagen für kleines Geld geworden.

Neues für Softail, Touring und CVO-Modelle

Harley-Davidson zeigt 2021er-Lineup

Im Modelljahr 2021 fahren neue Motorräder der Marke Harley-Davidson an den Start. Zu den Highlights zählen neben der puristischen Street Bob 114 und der Fat Boy 114 im neuen Design trendige neue Styling-Optionen für drei beliebte Touring-Modelle: die Street Glide Special, die Road Glide Special und die Road King Special.

Hoffentlich tut das erste Mal nicht IMMER weh

Esteban Ocon fährt Rallye Monte-Carlo mit Alpine

Der Alpine F1-Fahrer wirft sich am 21. Jänner für seinen neuen Arbeitgeber in unbekanntes Terrain. Er wird am Steuer einer Alpine A110S eine Reihe von Special Stages in Angriff nehmen; sein erstes Mal im Rallyesport.

Sebastien Ogier geht als Führender in den Schlusstag der Rallye Monte Carlo, doch Elfyn Evans liegt in Schlagdistanz. WRC3: Neubauer P4, Keferböck P7.