ELECTRIC WOW

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Inhalt

Wallboxen im ÖAMTC-Test
ÖAMTC

Fünf von sechs Modellen empfehlenswert

Das Angebot an Wallboxen für den Hausgebrauch ist riesig – doch welche ist auch ein guter Kauf? Genau dieser Frage ging der ÖAMTC nach und testete sechs Geräte. Das Ergebnis stimmt fast durchwegs versöhnlich.

Es gibt den alten Spruch: Gut geladen ist halb gefahren. Schließlich hängen die Vorzüge eines Elektroautos vor allem davon ab, ob man eine bequeme Möglichkeit hat, Nachzuladen oder nicht. Jetzt ist es so, dass Wallboxen für die heimische Garage schon länger im absolut leistbaren Bereich liegen. Und nicht nur das: "Pro Ladebox erhalten Ein- oder Zweifamilienhäuser derzeit 600 Euro Förderung. Aber auch in Mehrparteienhäusern gibt es Zuschüsse in Höhe von 900 Euro für Einzel- und 1.800 Euro für Gemeinschaftsanlagen. Ausgezahlt werden die Förderungen vom Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie", sagt ÖAMTC-Experte Markus Kaiser.

Doch welche ist gut, welche nicht? Und gibt es spezielle Details, auf die man achten sollte? Gründe genug also für den ÖAMTC, sechs gängige Modelle genauer unter die Lupe zu nehmen. "Zunächst ist festzuhalten, dass jede der getesteten Boxen ihren Zweck erfüllt und ein E-Auto zuverlässig aufladen kann. Die Unterschiede liegen im Lieferumfang, der Ausstattung, aber auch in der Funktionalität der zugehörigen App", sagt ÖAMTC-Experte Markus Kaiser.

Zu erwähnen wäre auch, dass ein Modell, die EVBox Elvi, mit einem "nicht genügend" durchfällt – obwohl Ausstattung, Funktionalität und App auf hohem Niveau sind. "In einer unserer Testreihen hat die Fehlergleichstrom-Überwachung nicht ausgelöst, was ein grober Sicherheitsmangel ist und zu einer echten Gefahr für den Nutzer werden kann", stellt Kaiser klar. "Der Hersteller hat uns informiert, dass inzwischen eine neue Version dieser Box angeboten wird. Allen Kunden, die bereits vorher gekauft haben, wird ein kostenfreies Firmware-Update angeboten – sie sollten sich also dringend an den Hersteller wenden."

Testsieger mit Österreich-Bezug

Die beste Box im Test war die TX-1000, vertrieben von der österreichischen Firma Kostad. "Mit rund 1.100 Euro ist das Modell zwar relativ kostspielig, allerdings erhält man dafür auch eine umfangreiche Ausstattung und eine gute App, Letztere allerdings bisher nur in englischer Sprache", fasst der ÖAMTC-Experte zusammen. "Dafür lässt sich per App u. a. sogar der Ladestrom in Echtzeit einstellen und man sieht den Ladestand auf einen Blick." Achtung: Die TX-1000 wird wohl bald von einem Nachfolgemodell abgelöst.

Ebenfalls gute Ergebnisse gab es für die zwei günstigsten Testkandidaten: Vestel EVC04-AC11SW-T2P und der Volkswagen ID.Charger Connect kosten rund 800 bzw. 700 Euro und können in jeweils unterschiedlichen Kategorien überzeugen: Während die Box von Vestel über eine sehr gute App verfügt, die sogar zeitgesteuertes Laden ermöglicht, bietet der VW Charger eines der besten Gesamtpakete im Test. Beiden gemein ist das vorbildliche Kabelmanagement. Mit der Note "gut" wurde außerdem die hestoc electrify eBox wr30 beurteilt, die ebenfalls über ausgewogene Grundeigenschaften verfügt.

Weniger gut erging es im ÖAMTC-Test der Wallbox Pro Connect 11 kW von Stark-In-Strom.de. "Bei einem Testszenario unterbrach die Box das Laden bei der Simulation des Defekts 'gasende Batterie' nicht. In geschlossenen Räumen könnte das gefährlich werden. Ein Hinweis darauf, dass die Box nur im Freien verwendet werden darf, fehlt in der sehr knappen Anleitung", so der ÖAMTC-Techniker. Daher muss sich das ansonsten gute Modell (der Aufbau ist so reparaturfreundlich wie bei keiner anderen Box) mit einem "befriedigend" begnügen.

Installation nur durch Elektriker

Wichtig: Die Installation einer Wallbox darf nur durch einen Elektriker bzw. einen konzessionierten Elektrofachbetrieb durchgeführt werden. Bei einer Leistung von 3,6 kVA oder höher ist außerdem der Netzbetreiber zu informieren. Neben Sicherheitserwägungen ist das auch Voraussetzung, um eine Förderung durch das BMK zu erhalten. "Generell sollte sich jeder, der sich die Anschaffung einer Wallbox überlegt, vorab vom Fachmann beraten lassen. Der Markt ist mittlerweile relativ groß geworden, außerdem ist es stark vom persönlichen Umfeld abhängig, welche Ausstattung man benötigt – beispielsweise, wenn eine Photovoltaikanlage eingebunden werden soll", rät Kaiser abschließend.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Mercedes hat dem GLE Dieselmotor und Riesen-Akku spendiert, ein feines Duo.

Modell V71 ab Herbst in Deutschland

Wey will Europa erobern

Der nächste unbekannte Autoriese aus China drängt auf den europäischen Markt. Sein Name: Wey. Seine Modelle: vollelektrisch, und vor allem natürlich SUV.

SUV-Coupé noch 2021

Das ist der Aiways U6

Nach dem U5 kommt Aiways in Europa heuer bereits mit einem zweiten Modell auf den Markt. Sein Name: U6. Ob er es aber bis nach Österreich schafft, steht noch nicht fest.

Es wird einmal in Mexiko

VW mit ID.4 bei Wüstenrallye

Volkswagen USA tritt mit einem seriennahen ID.4 beim Norra Mexican 1000 Off-Road Race an. Mit Tanner Foust als Fahrer und einer aufwändigen Nachlade-Strategie.

Einsitzer mit 400 Liter Stauraum

Der Ami wird als Cargo zum Stadtlieferwagen

Citroens elektrischer Zweisitzer bekommt eine neue Variante zur Seite gestellt. Als Cargo gibt es zwei kleine Ladeabteile und nur mehr den Fahrersitz an Bord. An Reichweite und Höchstgeschwindigkeit ändert sich aber nichts.

Alle Zeichen auf Elektro, inklusive Range Extender

Nissan gibt ersten Ausblick auf neuen X-Trail

Die vierte Generation des Nissan X-Trail bekommt wieder drei Sitzreihen und Allradantrieb – erstmals aber auch Elektroantrieb. Marktstart in Europa ist Mitte 2022.