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Meyle bringt verbesserten Querlenker
Meyle AG

Tesla müssen nicht quietschen

Auf der Branchenmesse Automechanika präsentiert der Ersatzteilhersteller Meyle AG einen HD-Querlenker, der die nervigen Störgeräusche bei Tesla Model 3 und Model Y eliminieren soll

Mächtig Schub und das topmoderne Bedien-/Infotainmentsystem sind nur einige Gründe für den Kauf eines Tesla. Wie bei allen Elektroautos gehört auch das entspannt-leise Fahren dazu. Blöd nur, wenn Quietschgeräusche die heilige Ruhe stören – beim elektrischen Cruisen fällt das noch mehr auf und entsprechend ins Gewicht. Jedenfalls: Immer öfter berichten Fahrer eines Tesla Model 3 bzw. Model Y in letzter Zeit von solchen Geräuschquellen. Zeit für eine Lösung.

Vom 13. bis zum 17. September findet in Frankfurt am Main die Branchenmesse Automechanika statt. Dort ist der Stand von Meyle zu finden, wo ein von Grund neu entwickelter Querlenker für die US-Autos gezeigt wird. Spannendes Detail: Dank einer Kooperation mit ClimatePartner ist das Ersatzteil klimaneutral.

„Quietschgeräusche können bei vielen Alltagsgegenständen nach einiger Zeit auftreten“, sagt Stefan Bachmann, Leiter Fahrwerk & Lenkung von Meyle und berichtet von den Hintergründen: „Von einem Tesla haben wir dies allerdings weniger erwartet. Wir sind mit Autoenthusiasten überall auf der Welt vernetzt und immer auf dem möglichst neuesten Stand, wenn es um Trends oder akute Probleme geht. Vor allem, wenn es um anfällige Fahrwerkstechnik geht, machen wir uns direkt auf die Suche nach einer möglichen Lösung. Diesem merkwürdigen Quietschen wollten wir sofort auf den Grund gehen. Aus Prinzip eben.“

Was wurde gefunden? Konstruktionsbedingt ist der originale Querlenker nicht ausreichend vor Nässe geschützt ist: Bei Regen kann Wasser direkt von der Windschutzscheibe über den Wasserablauf zum Querlenker fließen. Als Folge tritt es in das Traggelenk ein und führt somit zu den nervigen Quietschgeräuschen. In seltenen Fällen, meint Meyle, kann auch die Lenkpräzision darunter leiden.

Die Verbesserungen im Detail

Stressfaktoren für so ein Bauteil sind natürlich das teils irre Leistungspotenzial und das hohe Fahrzeuggewicht der angesprochenen Autos. Die Ingenieure hatten also viel vor. Was im Endeffekt verbessert wurde (Punkte 1 bis 4 im Meyle Originaltext):

1. Ein stabiles Design des Lenkerkörpers aus hochfestem, geschmiedetem Aluminium verbessert die Steifigkeit und spart Gewicht im Gegensatz zum Original-Querlenker, der aus einem Stahl-Kunststoff-Verbund besteht. Das FEM-optimierte Design (FEM – Finite-Elemente-Methode) sorgt zudem für hohe Sicherheitsreserven bei geringem Eigengewicht.

2. Das Traggelenkdesign kommt ohne eine Verbördelung aus, sodass kein Wasser eindringen kann. Stehendes Wasser wird vermieden und absolute Dichtigkeit gewährleistet. Der beim Original-Tesla-Querlenker problematische Wassereintritt ist somit kein Thema mehr.

3. Das Kugelgelenk selbst hat einen größeren Durchmesser als beim Originalteil und kann auftretende Kräfte auf mehr Fläche verteilen. Das ist angesichts der großen und häufig abgerufenen Lasten der leistungsstarken Fahrzeuge essenziell für ein langlebiges Ersatzteil.

4. Die Lagerbuchsen wurden ebenfalls optimiert. Das sorgt ebenso für eine erhöhte Lebensdauer.

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