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Der mit dem Boom-Boom-Boom-Boomerang

Die Eurodance-Hymnen von Blümchen prägten die 1990er – so wie der Kia Sportage das aufkeimende SUV-Segment. Jetzt kommt Generation 5, die erstmals aufgeladen werden kann.

Mag. Severin Karl

Man hätte es damals nicht für möglich gehalten: Diese urigen Gesellen, die einen auf Geländewagen machen, dann aber doch vor allem durch die Stadt cruisen, sollen sich bald als letzter Schrei herauskristallisieren? Gern wurden die sogenannten Sport Utility Vehicles (SUV) als Freizeitwagen tituliert. Ja, klar, für jene, die so was als Zweitwagen kaufen, denn nicht nur der Kia Sportage fuhr gern mit zwei Türen und Fetzendachl in Österreich herum. Wie soll so was den Alltag stemmen? In den 1990er-Jahren war klar: Dieser Trend wird vergehen.

Von Diesel über Hybrid bis zu Plug-in-Hybrid
Nix da, mittlerweile sind fast 30 Jahre vergangen und wir wissen: SUV sind gekommen, um in verschiedensten Variationen zu bleiben. Vom Mini-Crossover bis zum Maxi-Koloss, Allrad muss dabei nicht sein, ist aber nach wie vor ein gern gesehenes Feature in Österreich. Der Kia Sportage spielt nach wie vor mit, mittlerweile steht die fünfte Generation bei den Händlern und erstmals ist der Südkoreaner auch als Plug-in-Hybrid erhältlich. Gewachsen ist er außerdem: Startete die erste Generation noch bei 3.760 Millimetern (Dreitürer), muss die Garage nun einem 4.515 Millimeter langen Fahrzeug Platz bieten. Und nur der Vollständigkeit halber: Nach wie vor ist der Sportage auch als Diesel erhältlich.

Doch konzentrieren wir uns auf die Steckerversion, die neben diversen Mildhybridvarianten (ab 136 PS) und einem Hybrid-Sportage (230 PS) zur Wahl steht. Mit einer Leistung von 265 PS ist der PHEV der Boss der Bumerang-Bande. Schauen Sie sich diese scharf geschnittenen Tagfahrlichter an! Wenn die erste Generation schon so in die Welt geleuchtet hätte, Jasmin Wagner alias Blümchen wäre statt auf Inlineskates mit dem Sportage durch ihr Boomerang-Video gefahren. Die Systemleistung ist das gemeinsame Produkt von Turbobenziner und 66,9-kW-Permanentmagnet-Elektromotor, ein 13,8-kWh-Lithium-Ionen-Polymer-Akku liefert den nötigen Saft, der mit 7,2 kW nachgeladen werden kann. Von zehn bis 100 Prozent soll das 1,7 Stunden dauern. Dank 70 Kilometer E-Reichweite sind großteils flüsterleise Tage gut vorstellbar. 350 Newtonmeter Systemdrehmoment und 8,2 Sekunden auf 100 km/h lassen den Spaß im Plug-in nicht zu kurz kommen.

Drei Ausstattungslinien stehen für den Plug-in zur Verfügung. Silber macht den Start mit Zweizonen-Klima, 12,3-Zoll-Navi, Voll-LED-Scheinwerfern und Telematik-Online-Diensten. Wer sich für Gold entscheidet, kann beim Aufsperren und Starten den Autoschlüssel in der Hosentasche lassen, das Smartphone ohne Kabel aufladen und die Gäste in Reihe zwei dank abgedunkelter Scheiben wie die VIPs spazieren führen. Mit der GT-Line steht erstmals ein 5er vorn beim Preis. Ab 55.390 Euro horcht man Harman-Kardon-Sound, während ein elektronisch gesteuertes, adaptives Fahrwerk Unebenheiten besänftigt. Panorama-Glasschiebe-/Hubdach und ein Plus an Sicherheit (360-Grad-Kameras, Assistenten für den toten Winkel und den Querverkehr) gehören ebenso dazu. Nach Allrad muss man nicht fragen. Da mechanischer Art, ist auf den Grip Verlass.

Technische Daten Kia Sportage 1.6 T-GDI Plug-in-Hybrid
Leistung | Drehmoment
265 PS (195 kW) | 350 Nm
0–100 km/h | Vmax 8,3 s | 191 km/h
Getriebe | Antrieb 6-Gang aut. | Allrad
E-Reichweite 70 km (WLTP)
Ø-Verbrauch 1,1 l | 17 kWh
Ladedauer ca. 1,7 h1 | ca. 5,5 h2
Kofferraum | Zuladung 540–1.715 l | k. A.
Garantie Fahrzeug & Batterie 7 Jahre/150.000 km
Basispreis | NoVA 46.190 (inkl.) | -
Das gefällt uns: passable E-Reichweite
Das vermissen wir: größerer Benzintank (42 Liter)
Die Alternativen: Ford Kuga PHEV, VW Tiguan eHybrid

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