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E-Autos als Luftfilter: erste Ergebnisse
Mercedes

Pilotprojekt der Post im Realbetrieb

Seit August 2022 verichten zwei Mercedes eSprinter, die mit Feinstaubfiltern von Mann+Hummel ausstaffiert wurden, ihren Dienst in den Reihen der Österreichischen Post in Graz. Nach mittlerweile rund 6.400 km zurückgelegten Kilometern sind nun die ersten Zwischenergebnisse da und zeigen, dass das Konzept durchaus geeignet ist, um die Feinstaubbelastung genau dort zu reduzieren, wo es am nötigsten ist.

Die Luftqualität ist ein Schlüsselfaktor für urbane Lebensqualität. CO2-Emissionen sind hierfür mindestens ebenso wichtig, wie die Feinstaub-Belastung. Beide Fliegen könnten quasi mit einer Klappe geschlagen werden, wenn E-Fahrzeuge mit eingebauten Feinstaubfiltern klassische Verbrenner ersetzen; so die Theorie. Wie das in der Praxis aussieht und vor allem auch, was das bezüglich Effektivität, Wettereinflüsse und Dauerhaltbarkeit im Realbetrieb bedeuten würde, versucht seit August ein Pilotprojekt von Mercedes?Benz Vans, die Österreichische Post sowie MANN+HUMMEL herauszufinden. Dazu wurden zwei eSprinter Serienfahrzeuge der Österreichischen Post mit integrierten Feinstaubfiltern im Frontmodul ausgestattet und sind seither in der Grazer Innenstadt unterwegs, wobei sie durchschnittlich 53 km zurücklegen, jeweils rund 160 Pakete ausliefern und knapp 100-mal stoppen. Sie absolvieren ihre Routen im wöchentlichen Wechsel, um über die verbauten Feinstaubsensoren repräsentative Werte zur Feinstaubkonzentration zu ermitteln.

Nach knapp 60 Tagen im Einsatz sind nun die ersten Ergebnisse da: Abgesehen davon, dass die Filter nach wie vor unbeschädigt sind, haben die beiden Sprinter jeweils rund 6400 Milligramm Staub aus der Umgebungsluft gefiltert. Damit, so die Ergebnisse weiter, ergibt sich für die Filter ein Beladungszustand von 15 Prozent; sie können also noch eine ganze Weile im Einsatz bleiben. Zudem vermeldete die Post bisher keine Einschränkungen im Betrieb. Auch deswegen, und um weitere Erkenntnisse zu sammeln, läuft das Pilotprojekt noch bis Mitte des Jahres 2023.

Die Initiative fügt sich nahtlos in das "Grünes Graz" genannte Gesamtkonzept der Österreichischen Post ein, das sich einer Reduzierung der CO2- und Lärmemissionen in der Stadt verschrieben hat. Auf dem Weg dorthin sind schon seit November 2021 in der Grazer Flotte der Österreichischen Post ausschließlich rein elektrische Fahrzeuge für die Zustellung von Paketen, Briefen, Werbesendungen und Printmedien im Einsatz, sodass diese frei von Abgasen erfolgt. Das Pilotprojekt soll aufzeigen, wie diese Erfolge weiter optimiert werden können. Bis 2030 will die Österreichische Post im gesamten Land rein elektrisch zustellen. Seit dem Frühjahr dieses Jahres wird die Flotte nur noch um rein elektrische Zustellfahrzeuge erweitert.

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