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Preis und Qualität steigen kräftig

Der ID.3 musste von Anfang an viel Kritik einstecken. Billigst wirkende Innenraummaterialien, gravierende Bedienungsmängel und allen voran Softwareprobleme trübten das Debüt des Konzern-Baukastens MEB. VW verspricht nun auf das Feedback gehört zu haben und reicht schon drei Jahre nach dem Marktstart ein stark überarbeitetes Facelift nach, das vieles besser machen soll.

Irgendwie hat man sich an folgenden Ablauf gewöhnt: Hersteller zeigt Auto, macht mit schönen Bildern und Videos Guster darauf und rückt dann nach und nach mit den "unerfreulichen" Infos wie den Preisen raus, bis der Wagen dann tatsächlich bestellbar ist. VW geht beim ID.3 nun einen anderen Weg. Denn obwohl der Wagen eigentlich schon fertig ist, zeigt ihn VW noch nicht her, verrät aber schon jetzt den neuen Startpreis: 44.390,- Euro nach Steuern in Österreich.

Wer jetzt das Gefühl hat, dass das mehr ist als früher, hat vollkommen recht. Und gar nicht mal so wenig. Der erste ID.3 startete einst noch bei 34.090,- Euro. Doch was bekommt man jetzt für zehntausend Euro mehr? Vor allem mehr Qualität, verspricht VW. Im Innenraum etwa wird vieles von dem so harsch bekritteltem Hartplastik entweder Softtouch-Gegenstücken weichen, oder mit Stoff oder anderen Materialien bezogen. Zudem weicht das tierische Leder am Lenkrad einer veganen Alternative (damit ist der gesamte Innenraum vegan), während der zentrale Touchscreen sodann standardmäßig 12 Zoll (30,48 cm) groß ist und der herausnehmbare Gepäckraumboden und die Mittelkonsole mit zwei Becherhaltern zur Serienmitgift gehören. Die nicht beleuchtete und eher mäßig funktionierende Touchleiste für Temperatur und Lautstärke unterm Infotainment-Screen bleibt uns allerdings auch nach der Überarbeitung erhalten. Gerüchten zufolge dürfte diese allerdings ebenfalls noch im Jahr 2023 endlich einer besseren Version weichen, sobald der ID.6 / ID. Aero die neue Hardware erstmals in den Markt bringt.

Zudem schließt er natürlich technologisch zu seinen Konzernbrüdern auf und bietet künftig Funktionen wie OTA-Updates, Plug & Charge, den intelligenten e-Routenplaner und den optional erhältliche „Travel Assist mit Schwarmdaten“ sowie „Park Assist Plus mit Memory-Funktion“. Außerdem soll als Extra ein Beats-Audio-System Einzug halten - vermutlich dasselbe wie im Cupra Born.

Auch äußerlich wird sich für ein Facelift durchaus viel tun. Motorhaube, Front- und Heckschürze sind neu, zudem kommt eine weitere Rad-Dimension mit 19" zusätzlich zu den bisher verfügbaren 18er und 20er-Felgen hinzu. Auch bei den Leuchten wird da und dort etwas gezupft.

Technisch hingegen bleibt alles beim Alten. Nach wie vor stehen also die gewohnten Akku-Größen und Antriebe zur Verfügung. Es warten also zwei Akkupakete mit 58 kWh oder 77 kWh Speicherkapazität, die maximal mit bis zu 120 (58 kWh) und 170 kW (77 kWh) geladen werden können. Gleich bleiben auch die maximal 150 kW (204 PS) und der Hinterradantrieb. Allrad und rund 300 PS in Form eines ID.3 GTX gelten allerdings als gesetzt und dürften ebenfalls noch 2023 kommen.

Etwas ungewohnt wird es hingegen bei den Modalitäten zur Bestellung. Ab 07. Dezember 2022 können in Österreich die vorkonfigurierten Ausstattungslinien Life, Business, Style und Tour bestellt werden, wobei der Startpreis des ID.3 Life wie gesagt 44.390 Euro brutto beträgt. Nachdem allerdings die Auftragsbücher bei VW noch mit Bestellungen des alten ID.3 knackevoll sind, dürfen Kund:innen nicht vor dem vierten Quartal 2023 mit der Auslieferung ihres Facelift-ID.3 rechnen. Allerdings arbeitet VW dran, diese Wartezeiten im Laufe des Jahres zu reduzieren. Während der Wagen aktuell und künftig in Zwickau und Dresden vom Band läuft, wird 2023 auch das Stammwerk Wolfsburg mit der Fertigung des ID.3 beginnen.

Zu dieser Übergangszeit sagt VW wörtlich folgendes:
Aufgrund der aktuellen Versorgungssituation mit Halbleitern und dem bereits bestehenden Auftragsbestand geht Volkswagen davon aus, dass die ID.3 Pro Modelle Life, Business, Style und das ID.3 Pro S Modell Tour nicht vor dem vierten Quartal 2023 ausgeliefert werden können. Gemäß der aktuellen Planungen wird zu diesem Zeitpunkt bereits der ID.3 in seiner weiterentwickelten Version produziert. Daraus folgt, dass zum Zeitpunkt der Auslieferung nicht mehr das am Tag der Bestellung im Konfigurator bzw. Vertrag abgebildete Fahrzeug, sondern das bereits weiterentwickelte Modell des ID.3 geliefert wird. Das Fahrzeug kann bis auf die nachfolgend aufgelisteten Punkte zu Gunsten der Kundinnen und Kunden vom Bestellumfang abweichen: Das Bezugsmaterial der ID. Lenkräder aus Leder wird durch eine hochwertige Ledernachbildung ersetzt. Die WLTP Verbrauchs- und Reichweitenangaben der Fahrzeuge können aufgrund der weiter oben beschriebenen Weiterentwicklung des Designs von den aktuell angegebenen Werten um bis zu 2% abweichen.

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