ELECTRIC WOW

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
BEÖ fordert Abrechnung nach Kilowattstunden
BEÖ

Intransparente Tarife sehe man nicht

Der BEÖ-Vorsitzende Andreas Reinhardt spricht über öffentliches Laden, eichrechtkonforme Ladestationen und den Wunsch nach einer Abrechnung nach Leistung. Einen intransparenten Tarifdschungel sieht er aber nicht.

Die elf BEÖ-Mitglieder, kommunale oder Landesenergieversorger, betreiben zwei Drittel der rund 9.500 öffentlichen Ladepunkte, nämlich 6.200, die von den Kunden vertraglich auch wechselseitig genutzt werden können. Dieses Netz an Stromtankstellen wächst ziemlich parallel mit dem Bestand an Elektroautos“, so Andreas Reinhardt, Vorsitzender des Bundesverband Elektromobilität Österreich, zur APA. Derzeit seien es 7,3 E-Autos pro öffentlicher Ladestelle. Österreich liege beim Hochfahren des Marktes etwa sieben Jahre hinter Norwegen, dem Land mit dem höchsten Wasserkraftstrom-Anteil in Europa. Ende Oktober gab es in Österreich 70.184 reine E-Autos, rund 1,4 Prozent des Pkw-Bestands. Ende 2020 waren es erst knapp 44.500, gut doppelt so viele wie im Jahr 2018. Ein erheblicher Teil der E-Auto-Neuzulassungen entfällt freilich noch auf Firmenwagen oder Kraftfahrzeuge von Gebietskörperschaften.

Wunsch nach kWh-Abrechnung
Den Wunsch von E-Auto-Fahrern nach einer Abrechnung nach Leistung, also nach kWh, versteht man: „Es gibt ein klares Bekenntnis der BEÖ-Mitglieder, dass wir den Kundenwunsch nach kWh-Abrechnungen unterstützen wollen.” Ein völliges Abgehen
von einer Zeitkomponente hält man nicht für zielführend, weil dann mehr als heute Stromtankstellen als Parkmöglichkeit verwendet werden könnten. „Da fliegt dann jemand für mehrere Tage ins Ausland, stellt sein Auto am Flughafen bei einer E-Ladestation ab und spart sich 120 Euro Parkgebühr”, so das Argument.

Intransparente Tarife sieht der BEÖ nicht
Dass die Tarife selbst intransparent seien, wie dies Arbeiterkammer (AK), Autofahrerklubs oder der Energieregulator E-Control kritisiert haben, sieht der BEÖ-Vorsitzende nicht. Für die meisten E-Mobilisten sei der Tarif ohnedies klar, weil 90 Prozent und mehr daheim oder am Firmenparkplatz laden würden. Und bei dem kleinen Teil der Kunden, etwa ein Zehntel, die „öffentlich” tanken, habe wiederum nur ein geringer Teil keinen Vertrag mit einem Stromanbieter. Wenn man mit einer Ladekarte bei einer der rund 6.200 BEÖ-Ladepunkte Strom beziehe, wisse man im Verhältnis zu Benzin ziemlich genau, was ein Ladevorgang koste. Dass die Preise fürs Stromtanken vielfach stark auseinander klaffen, sei aber wohl auch „ein Indiz für einen entstehenden Markt”, meint der BEÖ-Vertreter. Viele würden auf diesen Markt aufspringen, da bestehe natürlich die Gefahr, dass der Kunde etwas auf der Strecke bleibe. Reinhardt: „Wir unterstützen eine solche Branchenuntersuchung durch
die Bundeswettbewerbsbehörde.”

Private Ladestation entscheidend
Bewegung ortet Reinhardt mittlerweile bei Wohnbauträgern, die bereit sind, ihren Wohnhäuserbestand mit E-Ladestationen nachzurüsten und diese nicht nur im Neubau vorsehen. Das sei nämlich „ein entscheidender Punkt für den Erfolg der Elektromobilität, weil nur ein Teil der Österreicher die Verfügung über die eigene Garage hat”. Man komme jetzt in eine Marktphase, bei der es auch Richtung Mietwohnungsbestand in die Breite gehen könne. Ein von der Linz AG von 2019 bis 2021 umgesetztes Projekt habe gezeigt, dass eine Nachrüstung technisch einfach sei, der Hausbestand dort sei elf Jahre alt. Die Teilnehmer hätten sich nicht gegenseitig den Strom ausgeknipst und trotz eingebautem Lastmanagement nichts von einer über die Nacht verteilten Leistung bemerkt. Die Mieter in 106 Wohnungen hätten für die Testphase von sechs Monaten 51 E-Autos erhalten, dafür aber ihren Benziner oder Diesel während dieser Zeit stehen lassen müssen.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Nix mehr Winzling

Erster Blick auf den smart #1

1998 reichten 2,50 Meter, um einen smart fahrfertig auf die Straße zu bringen. Heute sind es fast 71 Prozent mehr. Erste Eindrücke von der Österreich-Premiere des smart #1 in Wien.

Bis Ende Juli steht der ID. Buzz in Wien bereit

Am 20. Mai ist Premiere des VW ID. Buzz!

Wir durften bereits einen Blick auf den lang ersehnten VW ID. Buzz werfen und sogar Probe sitzen. Im VW City Store, der am 20. Mai eröffnet, sprachen wir zudem mit hochkarätigen Vertretern der Marke

Herausnehmbare Kapseln statt großem Tank

Wasserstoff-SUV von NAMX und Pininfarina

Grüner Wasserstoff trifft auf Boliden-Bauer: Die Firma NAMX stellt am Sitz des italienischen Designhauses Pininfarina den Prototypen seines HUV vorgestellt. Es handelt sich dabei um ein futuristisch anmutendes Wasserstoff-SUV. Als das weltweit erstes Fahrzeug, das teilweise von einem System herausnehmbaren Behälter angetrieben wird, verspricht das HUV einen Paradigmenwechsel in sauberer Mobilität und einen allgemeinen Zugang zu Wasserstoff.

Schnelleres Laden, nachhaltigere Materialien, ab sofort bestellbar

Polestar 2 überarbeitet: Höhere Reichweite und mehr

Der Polestar 2 erhält für das neue Modelljahr eine Reihe wichtiger Verbesserungen, die von rein optischen Änderungen über zusätzliche Funktionen bis hin zu einer größeren Reichweite pro Akkuladung reichen. Alle diese Neuerungen sind natürlich willkommen, aber die potenziellen Käufer werden sich wahrscheinlich am meisten über die neue Zellchemie des Akkupakets freuen, die einen kräftigen Leistungs- und Reichweitenschub bringt.

Als Anlaufstelle für Elektro-Interessierte in Oberösterreich könnte sich bald die Adresse Leonfeldnerstraße 2 in Linz etablieren. Dort hat kürzlich der eMobility Store von KEBA und Partner Linz AG eröffnet.

Für die Zeit nach dem V8

Showcar Vision AMG vorgestellt

Mercedes-AMG. Das steht für Kenner vor allem für großartig klingende und monströs anschiebende V8-Motoren - manchmal auch für einen V12. Aktuell aber soll das für besonders starke Vierzylinder stehen. Wie das klappt, wird die nähere Zukunft zeigen. Was uns hingegen in etwas fernerer Zukunft, der rein-elektrischen nämlich, erwarten soll, zeigt wiederum der Vision AMG.