ELECTRIC WOW

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

BYD: Ab in die SCS zum Probefahren

Der BYD Pioneer Store in der Shopping City Süd ist offiziell eröffnet. Die Modellnamen Atto 3, Han und Tang muss man noch lernen, wer einmal drin gefahren ist, tut sich leichter.

Mag. Severin Karl

Eine in Österreich komplett neue Marke legt los, da kann man viel erzählen – doch wo beginnen? Beim Markennamen, ganz klar, denn das Team im BYD Pioneer Store in der SCS kann schon Geschichten erzählen von Autofans, die nach dem neuen "Büd" oder "Beid" fragen. Wir sagen ja auch nicht "Bummwe" sonder "Be-Em-We", oder? Also: "Bi-Wei-Di" für die englische Abkürzung "Build Your Dreams". Am Heck der Autos wird das freundlicherweise ausgeschrieben, der Lernprozess sollte also rasch vonstatten gehen, wenn die vollelektrischen Fahrzeuge bald auf die Straße kommen.

Lieferzeiten? Kein Problem!

Und das werden sie, als Chef der Marke in Österreich verspricht Danijel Dzihic rasches Vorankommen, wenn es um die Lieferfähigkeit geht. Ist aber auch kein Wunder, denn BYD erzeugt die Batterien, E-Motoren, Steuergeräte und Halbleiter selbst, ist somit weniger von Zulieferern abhängig. Gestartet wird mit dem kleinen SUV Atto 3, der tatsächlich promp verfügbar ist. Bei den beiden anderen Modellen gibt es noch Formalitäten bei der Zulassung zu erledigen, doch auch auf die Fünfmeter-Limousine Han und den Siebensitzer-SUV Tang muss man nicht mehr lange warten, im Sommer sollen sie beim Kunden sein.

Ein angenehmer Faktor bei BYD: Importeur CCI Car Austria GmbH ist eine Denzel-Tochter. Da kennt man sich seit 45 Jahren aus, wenn es darum geht, Autos ins Land zu holen – vor allem asiatische. "Auch die gesamte Ersatzteillogistik gehört zu den Kernkompetenzen von Denzel, wie auch die Finanzierung von Fahrzeugen über das Bankhaus Denzel", ergänzt Denzel-Vorstandsmitglied Hansjörg Mayr, "gemeinsam mit unserem hochqualitativen Händlernetz sind wir ein Garant für die Erfüllung der Kundenerwartungen."

Im Gegensatz zu viele anderen Importeuren, wo das gerade Trend ist, setzt BYD nicht auf ein Agenturmodell, sondern auf den klassischen Händler. "Bis Ende März werden wir die Verträge mit mindestens 15 Händlern unterzeichnen", so Dzihic, der bei der Store-Eröffnung davon erzählt, dass sich sogar 120 Händler bei ihm beworben haben. Wenn das österreichweite Partnernetz fix ist, sollen Kunden maximal 45 Minuten zum nächsten BYD-Händler haben.

Batterie ohne Nickel, ohne Kobalt

Lasst uns noch etwas zur Batterie der Modelle sagen: Es handelt sich bei der "Blade Battery" um eine Lithium-Eisenphosphat-Batterie, die nicht nur ressourcenschonender ist, sondern auch sicherer und wintertauglicher – Kälte beeindruckt sie wenig. In Österreich eine Hammer-Info! Langlebiger soll sie auch noch sein.
Beim sogenannten "Nail-Penetration-Test" bei der eine Art Eisennagel in die Batterie gerammt wird, um einen besonders wilden Unfall zu simulieren, entwickelte sich weder Rauch noch Feuer, die Oberflächentemperatur hielt sich zwischen 30 und 60 Grad Celsius. Durch die ausgeklügelte E-Plattform 3.0 von BYD werden nicht nur Front-, Hinter- und Allradantrieb ermöglicht, der Systemwirkungsgrad ist durch die kompakte Zusammenlegung mehrerer komponenten auch besonders hoch: 89 Prozent, heißt es.

Mit 42.600 Euro ist der Atto 3 (420 km Reichweite) der Einsteiger bei BYD, Han (521 km) und Tang (400 km) kommen auf über 70.000 Euro. Extras muss man nicht dazurechnen, höchstens die zweite Ausstattungslinie – eine erfrischend einfach gehaltene Struktur. Hier finden sich noch einige Details zu den speziellen Features.
Für 2023 sind übrigens weitere drei Modellreihen angekündigt!

Ach ja: Ein Atto 3 kommt bald als Testwagen in unseren Fuhrpark, schaut einfach bald wieder auf Motorline vorbei!

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Bestellstart für den Renault-Hochdachkombi

Die Kangoo-Familie fährt elektrisch

25 Jahre und kein bisschen veraltet: Der Renault Kangoo passt sich seit 1997 sukzessive der Zeit an. Nun ist die Elektromobilität an der Reihe, der Kangoo E-Tech Electric kostet ab 45.720 Euro.

Neue HD-Karte und Remote-Aktionen

Google und Volvo/Polestar rüsten auf

Wenn die größte Consumer-Electronics-Messe der Welt ruft, darf Google natürlich nicht fehlen. Der Internet-Koloss zeigte dabei in Las Vegas unter anderem auch neue Features und Lösungen für den automotive-Bereich und ganz konkret für Polestar.

Vergleichstest: Cupra Born gegen MG4

Sportliche E-Feschaks im Duell

MG erhofft sich viel vom MG4. Und warum auch nicht? Brandneue Plattform, schnittiger Look, verlockender Preis. Doch es ist ja nicht so, als gäbe es in diesem Segment nicht ebenso attraktive und bereits erfolgreiche Mitbewerber. Zum Beispiel den Cupra Born. Wir haben die beiden gegeneinander antreten lassen.

Auch Batterien sind ein Verschleißteil

Batteriedaten: Auswertung über die Cloud

In Berlin setzt man auf den Großeinsatz von Elektrobussen im ÖPNV. Deren Batterien sollen mittels spezieller Software kontinuierlich diagnostiziert werden, im Notfall werden selbstständig Warnungen ausgeschickt.

700 km Reichweite im neuen Top-VW

Erste Details zum VW ID.7

Vor seiner Enthüllung im zweiten Quartal 2023 gewährt uns VW anlässlich der CES 2023 einen ersten Blick auf ihren kommenden Top-Stromer, der mit hoher Reichweite, neuem Display-Konzept und mehr punkten soll. Außerdem führt er endlich eine Hintergrundbeleuchtung für VWs leidigen Touchslider ein.

Aufgewertet und erweitert

Toyota RAV4: jetzt als GR SPORT

Toyota hat seinem Mittelklasse-SUV ein kleines Lifting verpasst und ihm bei der Gelegenheit - auf Wunsch - auch gleich noch den Trainingsanzug übergezogen. Zu den bekannten Ausstattungslinien kommt nun nämlich die neue GR SPORT-Linie hinzu, die sowohl optische als auch technische Nachschärfungen mitbringt.