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So sieht man ihn selten

Nachdem Nichtfarben – darunter zwei Weiß, zwei Grau und ein Schwarz – die Niro-Palette dominieren, freuen wir uns über den blauen Elektro-Crossover mit der kantigen Optik. Schön, wie wenig er auf entspannten Fahrten verbraucht.

Mag. Severin Karl

Belebt Österreichs Straßen! Das Grau in Grau schlägt gerade im Herbst aufs Gemüt, so ist der Kia Niro EV in Mineral Blue eine willkommene Abwechslung. Leicht ist es nicht, zu so einem Auto zu kommen, schließlich ist die Farbpalette des Koreaners voll mit Steel Gray, Interstellar Gray oder Aurora Black Pearl und sogar das City-scape Green wirkt, wie frisch aus dem dunklen Wald genommen.

Laden an der Front ist praktisch

Die kantige Optik des Niro wird von der freundlichen Lackierung schön betont, am Heck stechen die bumerangförmigen LED-Rückleuchten hervor. Und wenn wir es schon von hinten angehen: Der Kofferraum ist mit 475 Liter hervorzuheben. Immerhin handelt es sich um ein lediglich 4,42 Meter langes Fahrzeug.

Was am entgegengesetzten Ende zu finden ist: der Ladeanschluss, er sitzt vorne mittig zwischen Nummerntafel und Kia-Logo. Wir sind im Alltag gut damit zurechtgekommen, bei den meisten Stationen fiel das Handling mit dem Kabelsalat leichter als bei seitlichen Anschlüssen. An der 11-kW-Wallbox würde die vollständige Ladung 6:20 Stunden benötigen. Beim DC-Laden muss man nicht wählerisch sein, die Suche nach den richtig schnellen Stationen – wie mit dem Bruder EV6 – bleibt einem erspart. Klar, der Niro EV nimmt maximal 72 kW auf. So modern das Auto sonst wirkt, dieser Umstand ernüchtert dann doch ein wenig. Dafür hält sich der Verbrauch im Rahmen: Entspannte City-Touren werden mit 11 bis 12 kWh im Schnitt absolviert, gemischt mit rasanten Autobahnfahrten trifft der WLTP-Wert (16,2 kWh) voll ins Schwarze. Bei Bedarf setzt der Sportmodus die volle Leistung frei, uns vielleicht etwas zu künstlich wild. Der Normalmodus reicht für Überholmanöver ebenso.

Was rutscht, was nicht?

Reichlich Ablagen bietet der Innenraum, allerdings ohne Klappen oder Rollos – die blickgeschützte, klassische Ablage unter der Mittelarmlehne ist recht klein. Sehr fein: Smartphones können auf der induktiven Ladeschale nicht verrutschen, das wird oft missachtet. Dafür rutscht der linke Ellbogen wehrlos herunter, wo man ihn sonst gern ablegt: Der obere Rand der Türen vollführt nach hinten gehend innen eine leichte Drehung nach unten. Seltsam.

Bei 47.940 Euro beginnt die Preisliste des Niro EV. Titan, immer Long Range, etwas anderes wird vom Importeur in Österreich gar nicht mehr angeboten. Unser Platin kostet natürlich mehr, ist mit Head-up-Display, belüfteten und beheizbaren Vordersitzen, ferngesteuertem Ein-/Ausparken und vielem mehr aber sehr gut ausgestattet. Auch mehr Assistenz ist an Bord, beim Rückwärtsfahren wird einem etwa dabei geholfen, Kollisionen zu vermeiden. Wer häufig aus der Einfahrt schieben muss und über wenig Übersicht klagt: Hier werden Sie geholfen!

Technische Daten Kia Niro EV Platin

Leistung | Drehmoment 204 PS (150 kW) | 255 Nm
0–100 km/h | Vmax 7,8 s | 167 km/h
Getriebe | Antrieb 1-Gang aut. | Vorderrad
Reichweite (max.) 460 km (WLTP)
Ø-Verbrauch 16,2 kWh/100 km
Ladedauer AC | DC ca. 6:20 Stunden | ca. 41 min (80 %)
Kofferraum | Zuladung 475–1.392 l | 461 kg
Basispreis | NoVA 55.740 € (inkl.) | 0 %

Das gefällt uns: Bei uns im Test war der Niro EV als Frontlader sehr praktisch
Das vermissen wir: Eine höhere DC-Ladeleistung!
Die Alternative: z. B. Hyundai Kona Elektro

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