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Formel 1: Interview

FIA: Kein neues Formel-1-Team in Sicht

Theoretisch könnte die Formel-1-WM noch drei weitere Teams im Feld unterbringen, doch laut FIA gebe es derzeit keinerlei Interessenten.

Laut FIA-Präsident Jean Todt wird die Formel-1-WM in naher Zukunft nicht mehr als zehn Teams aufzuweisen haben. Zwar hält der Automobilweltverband auch wieder zwölf Rennställe für möglich, derzeit sei aber kein Anwärter in Sicht. "Da ist nichts, was ich als sehr ernsthaftes Angebot sähe", sagte der Franzose und deutet damit an, das auch angebliche Projekte wie StefanGP nicht ernstzunehmen seien.

Trotzdem seien potenziellen neuen Teams seitens der FIA Tür und Tor geöffnet. "Wenn wir sehen, dass es ein paar seriöse Angebote gibt, dann ja", sagte Todt auf die Frage, ob Zuwachs generell möglich sei. Er verweist auf das Haas-Team, das im vergangenen Jahr einstiegen und zuvor sein Interesse signalisiert hatte. "Wir haben gesehen, dass es ernsthaftes Interesse gab, von daher haben wir eine Ausschreibung gemacht", so der FIA-Präsident.

Haas ist aber seit 2010 das einzige neue Team, das es in die Formel-1-WM geschafft hat. Damals kamen mit Lotus (später Caterham), Hispania (später H·R·T) und Virgin (später Marussia, dann Manor) drei neue Rennställe wegen des Versprechens einer Budgetobergrenze in die Rennserie – doch diese kam nie, und alle Teams sind mittlerweile wieder verschwunden. "Im Moment haben wir zehn Teams, maximal würden wir zwölf akzeptieren. Deshalb freue ich mich, von jedem guten Angebot zu hören", ergänzte Todt.

Das Regulativ sieht sogar 13 mögliche Rennställe vor. Die Zahl von 26 Fahrzeugen wurde in früheren Jahren meist geknackt, oft sogar überschritten, sodass Teams lange Zeit um die Qualifikation kämpfen mussten. Heute sind es drei Teams weniger als theoretisch möglich. Derzeit gibt es Vereinbarungen mit den Rennställen, dass man maximal zwölf Teams zulassen wird. Doch Todt will für die Zukunft auch ein unfangreicheres Feld nicht ausschließen: "Man soll niemals nie sagen."

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