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Niki Lauda hört als Formel-1-Experte auf

Nach 21 Jahren hängt Niki Lauda den Job als Formel-1-Experte an den Nagel - Florian König völlig überrascht - Wird Nico Rosberg sein Nachfolger?

Niki Lauda wird nach 21 Saisons als RTL-Formel-1-Experte das Mikrofon an den Nagel hängen. Der dreimalige Formel-1-Weltmeister überraschte seinen RTL-Moderationskollegen Florian König am Ende der Übertragung des Großen Preises von Abu Dhabi 2017 völlig. Anschließend zog er Nico Rosberg, der ebenfalls als Experte für den deutschen Fernsehsender vor Ort war, zu sich und sagte ihm: "Nico, du."

Es war das Ende der RTL-Übertragung nach dem Formel-1-Finale. Florian König begann gerade seine Abmoderation, als ihm der 68-Jährige ins Wort fiel und die Bombe platzen ließ: "Ich muss dir jetzt noch etwas sehr Persönliches sagen: Ich habe für mich eine persönliche Entscheidung getroffen - und zwar, dass ich im kommenden Jahr nicht mehr RTL-Experte sein werde. Ich möchte mich von Dir besonders verabschieden, denn wir waren über 20 Jahre zusammen. Ich habe viel Lustiges und weniger Lustiges mit Dir erlebt."

Diese Worte trafen Florian König völlig unvorbereitet: Es verschlug dem erfahrenen Moderator erst einmal die Sprache. "Du schockst mich jetzt. Wir machen das 21 Jahre zusammen. Da fehlen mir jetzt die Worte", stammelte er in der unfreiwilligen Verlängerung der Übertragung. Abgesprochen hatte Lauda den Abgang wohl weder mit den RTL-Produzenten noch mit König selbst. Diesem standen auf einmal die Tränen in den Augen.

Keine Angabe von Gründen

Er versprach den Zuschauern, zu versuchen, Lauda umzustimmen, was bekanntlich so gut wie unmöglich ist. Das machte der 68-Jährige auch postwendend klar: " Nein, wenn Entscheidung getroffen werden, werden sie getroffen. Aber danke an dich." Am Ende fielen sich König und Lauda in die Arme. Nico Rosberg, der als stellvertretender Experte dabei war, konnte dem Moment auch nur etwas unbeholfen zusehen und sagte noch, dass es schön sei, solche Emotionen zu sehen.



Schließlich fing sich König noch und fand ein paar Worte: "Ich danke Dir! Das sage ich normalerweise nicht im Fernsehen, aber: Danke Legende. Ich hätte mir ein fröhlicheres Ende der Saison gewünscht. Ich weiß, du magst es nicht, aber ich sage Tschüss und dann nehme ich dich einmal in den Arm." So endete die RTL-Sendung mit ein paar Männer-Umarmungen, an denen sich auch Rosberg beteiligte, ein langjähriger Weggefährte von Lauda im Mercedes-Team.

Warum er zurücktritt, verriet Niki Lauda nicht. Er bedankte sich bei allen Zuschauern und zog noch ein letztes Mal sein berühmtes "Kapperl". "Ich glaube, dass Florian und ich euch ein paarmal zum Schmunzeln gebracht haben. Wir haben hoffentlich alles sehr kritisch beobachtet", sagt er in Richtung Millionen RTL-Zuschauer, die die Übertragung verfolgen.

Laudas Vertrag bei RTL lief bereits Ende 2015 aus, wurde vor der Formel-1-Saison 2016 allerdings noch einmal verlängert. Er war aber nicht bei allen Rennen als Experte vor Ort und wurde teilweise von Timo Glock vertreten. Sein Abschied ist daher keine Überraschung, doch die Art der Verkündung kam für alle wie ein Schock.

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