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Formel-1-Test: Bahrain

Bottas beendet Testfahrten mit Bestzeit

Trotz kleinerer Probleme bei Mercedes und Ferrari belegen Valtteri Bottas und Sebastian Vettel in Bahrain die Plätze eins und zwei.

Valtteri Bottas sicherte sich zum Abschluss der Testfahrten in Bahrain die Tages- und Gesamtbestzeit. Der Mercedes-Pilot umrundete den Kurs in der Sakhir-Wüste insgesamt 143 Mal und wurde bei seinem schnellsten Versuch in 1:31,280 gestoppt. Damit hatte er am Ende der neunstündigen Einheit 0,294 Sekunden Vorsprung auf Sebastian Vettel (Ferrari).

Beide kamen jedoch nicht ganz problemfrei über die Runden. Bottas löste gegen Mittag die einzige rote Flagge des Tages aus, konnte aber kurz darauf schon wieder ins Testgeschehen eingreifen. Die Ursache für das Ausrollen war vorerst unbekannt. Vettel wiederum konnte am Vormittag nur wenige Runden drehen und verbrachte viel Zeit an der Box. Am Nachmittag kam er besser ins Fahren und schaffte noch 64 Runden.

Der sportliche Wert dieser Ergebnisse dürfte jedoch äußerst gering sein, denn mit seiner Bestzeit blieb Bottas zweieinhalb Sekunden hinter seiner Polezeit vom Samstag (1:28,769) zurück. Das mag zum Teil damit zu tun haben, dass die Strecke unter Flutlicht etwas schneller war; vor allem aber haben sich die Teams darauf konzentriert, Updates zu testen und Daten zu sammeln.

Bei McLaren-Honda zum Beispiel waren neue Antriebskomponenten an Bord, die zumindest einen soliden ersten Eindruck hinterließen. Stoffel Vandoorne legte mit einigen Unterbrechungen 81 Runden zurück und schob sich fünf Minuten vor dem Ende noch auf den vierten Platz nach vorne. Sein Rückstand auf Bottas betrug lediglich 0,828 Sekunden.

Auch Renault feilte an jenen Antriebsupdates, die in Barcelona eingeführt werden sollen; die Scuderia Toro Rosso belegte damit dank Carlos Sainz junior (+ 0,604) den dritten Platz. Bei Haas wurde der Bremsenvergleichstest zwischen zwei Fabrikaten fortgesetzt, Kevin Magnussen (+ 0,840) holte dennoch Platz fünf.

Nach Bottas spulte übrigens Gary Paffett die meisten Runden ab. Der DTM-Fahrer absolvierte in Diensten des Williams-Teams 126 Umläufe und hatte als Achter weniger als eine Sekunde Rückstand. Hinter ihm als Neunter bzw. Zehnter: Renault-Testfahrer Sergey Sirotkin (+ 1,007) und GP2-Meister Pierre Gasly (R·B·R; + 1,288).

Pascal Wehrlein lieferte derweil den endgültigen Beweis ab, dass er wieder hundertprozentig fit ist: Nach Platz elf im Rennen am Sonntag legte er diesmal weitere 91 Runden zurück; allerdings fehlten ihm auf die Bestzeit schon mehr als drei Sekunden.

Rundenzeiten, Sakhir, 19. April 2017

 1. V. Bottas     Mercedes     1:31,280  143 Runden
2. S. Vettel Ferrari 1:31,574 64
3. C. Sainz jr. Toro Rosso 1:31,884 68
4. S. Vandoorne McLaren 1:32,108 81
5. K. Magnussen Haas 1:32,120 88
6. E. Ocon Force India 1:32,142 60
7 D. Kvyat Toro Rosso 1:32,213 61
8. G. Paffett Williams 1:32,253 126
9. S. Sirotkin Renault 1:32,287 90
10. P. Gasly RB Racing 1:32,568 65
11. P. Wehrlein Sauber 1:34,462 91
12. S. Pérez Force India 1:35,015 70

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