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Angeblasene Heckflügel: FIA warnt Teams

Als Reaktion auf den Renault RS 18 warnt FIA-Rennleiter Charlie Whiting eingehend davor, mit angeblasenen Heckflügeln zu tricksen.

Bei der Präsentation des neuen Boliden ließ Renault noch viele Fragen offen, ein Großteil des Anfang Februar präsentierten RS 18 bestand aus Teilen des Vorjahresautos. Erst bei den Testfahrten lüftete man sukzessive seine Geheimnisse und überraschte mit etlichen Detaillösungen: Neben dem komplett neuen Frontflügel besticht auch das Heck, wo der Auspuff um fünf Grad nach oben geneigt ist, um so den Heckflügel direkt mit heißer Luft anzublasen. Um zu vermeiden, dass dieser Schaden nimmt, wurden die Kohlefaserprofile metallisch verstärkt.

Zwar befindet sich Renault mit dieser Lösung innerhalb der vom technischen Reglement festgesetzten Grenzen des Erlaubten; ob man auch in dessen Sinne agiert, steht nach Ansicht der FIA aber auf einem anderen Blatt. Deshalb warnt Rennleiter Charlie Whiting die Rennställe schon jetzt eindringlich davor, mit einem angeblasenen Heckflügel zu tricksen und damit die Entwicklungskosten in die Höhe zu treiben. Der Vorteil, den Renault daraus zieht, seit absolut gering, glaubt Whiting, stellt jedoch klar: "Das Wichtigste ist, dass sie nichts Dummes machen und, sagen wir mal, einen unnatürlichen Motorenmodus fahren."

"Wir haben uns im vergangenen Jahr Sorgen über die Verwendung der Abgase gemacht", so der FIA-Rennleiter weiter. "Jetzt, da die Heckflügel 150 Millimeter niedriger sitzen als noch in der Saison 2016, ist der potenzielle Vorteil größer. Aus diesem Grund haben wir das Abgasrohr mittig und mit einem Minimalwinkel versehen. Es gibt aber nach wie vor einen Spielraum." Mit Blick auf das Verbot von Zusatzelementen unterhalb der Heckflügel erklärt Whiting: "Wir kennen die Teams ja; wenn man ihnen eine Sache wegnimmt, versuchen sie sich zehn Prozent dessen, was sie hatten, zurückzuholen, und sie werden es weiter versuchen."

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