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Verstappen: „Marko ist wie ein zweiter Vater“

Max Verstappen spricht dem Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko sein Vertrauen aus: „Er will immer das Beste für mich.“

Als Red Bulls Motorsportkonsulent Helmut Marko den 17-jährigen Rohdiamanten Max Verstappen als künftigen Toro-Rosso-Fahrer präsentierte, wurde er kritisiert. Heute gibt ihm der Erfolg recht. Durch das Vertrauen in den Youngster hat sich eine außergewöhnliche Beziehung entwickelt, offenbart Verstappen. "Helmut ist so etwas wie ein zweiter Vater für mich", sagt der dreimalige Grand-Prix-Sieger gegenüber 'Ziggo Sport'. "Und ich glaube, er sieht das auch so."

Doch was macht die Beziehung für den Red-Bull-Senkrechtstarter aus? "Er will immer das Beste für mich", meint der Niederländer. "An den Grand-Prix-Wochenenden sprechen wir sehr viel darüber, was wir verbessern können. Er hat alles im Blick, also kann er mir einen Rat geben, wenn es um Details geht. Wenn es gut läuft, dann ist er zufrieden, aber er ist auch sehr ehrlich. Wenn ich es verhaue, kritisiert er mich."

Ein Schlüsselmoment in der Beziehung der beiden war mit Sicherheit der Grand Prix von Spanien 2016, als Marko bei Red Bull für eine Fahrerrochade sorgte: Daniil Kwjat wurde zu Toro Rosso zurückgestuft, Verstappen zum Red-Bull-A-Team befördert. Und wie durch ein Wunder gewann der Niederländer prompt seinen ersten Grand Prix.
"Das war ein spezieller Moment", erinnert sich Verstappen. "Helmut hat gepokert und mich nach nur vier Rennen in meiner erst zweiten Saison in dieses Auto gesetzt. Das hat polarisiert, aber wir haben das Rennen gewonnen."

Doch was bedeutet die enge Zusammenarbeit zwischen Max Verstappen und Marko für das Verhältnis des Niederländers zu seinem Vater Jos Verstappen, der die Karriere des Youngsters bereits seit Kindheitstagen lenkt? "Ich würde nicht sagen, dass ich mich abnable, seit ich in der Formel 1 bin, aber ich mach jetzt natürlich mehr mein eigenes Ding", sagt Verstappen, dessen Vater bei den meisten Rennen vor Ort ist.

Für den 20-Jährigen ist all das ein natürlicher Prozess. "Die Leute erwarten von mir, dass ich mich um meinen eigenen Kram kümmere, anstatt mich voll auf meinen Vater zu verlassen, aber ich finde trotzdem, dass es wichtig ist, Leute wie ihn um mich zu haben, die mir Ratschläge geben."

Ob er die Ratschläge des Vaters immer befolge? "Ich vertraue seinem Urteil", antwortet der Red-Bull-Pilot. "Natürlich hatten wir auch schon Meinungsverschiedenheiten, aber in neun von zehn Fällen liegt er richtig." Dass es immer wieder auch krache, sei ganz normal: "Wir beiden haben große Egos", gibt Verstappen zu. "Das liegt uns im Blut, und deswegen haben wir es bis in die Formel 1 geschafft. Wenn wir diesen Antrieb nicht hätten, dann wären wir immer noch im Kartsport."

Noch heute kommt es vor, dass sich Vater Verstappen, der selbst Formel 1 fuhr, sogar bei technischen Angelegenheiten zu Wort meldet. Max Verstappen gibt ein Beispiel: "Wir hatten im Vorjahr in Malaysia neue Teile, die bei meinem Teamkollegen Daniel Ricciardo nicht wirklich funktioniert haben, aber trotz Set-up-Schwierigkeiten war ich der Meinung, dass sie einen Vorteil bringen. Ich habe also entschieden, sie weiter zu verwenden, auch wenn wir sie in den Freien Trainings nicht zum Laufen gebracht haben. Dann ist mein Vater hergekommen und hat mir davon abgeraten, die Teile zu verwenden."

Dennoch blieb der Red-Bull-Pilot stur und setzte weiter auf die Neuentwicklungen aus Milton Keynes. "Am Ende haben wir es hinbekommen, und ich kam im Qualifying auf Platz drei", gab das Ergebnis dem Youngster recht. "Für das damalige Auto war das wirklich ein gutes Resultat. Danach sagte ich zu meinem Vater: 'Ich hab's dir doch gesagt!'" Die Reaktion des 45-jährigen Ex-Formel-1-Piloten? "Natürlich hat er gelacht", sagt Verstappen. "Er war zufrieden mit meiner Entscheidung."

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