Formel 1

Inhalt

Formel 1: Analyse

McLaren: Keine Mitsprache bei Renault

McLaren ist beim neuen Motorpartner nur einfacher Kunde ohne Mitspracherecht. Renault ist offen für Vorschläge, aber frühestens 2020.

Für McLaren bricht mit der Formel-1-WM 2018 eine neue Zeitrechnung an. Nach drei Jahren mit Motorpartner Honda wechselt der Rennstall zu Renault. Sportlich erhofft man sich davon einen deutlichen Sprung nach vorne. Bei McLaren wird man sich jedoch umstellen müssen, denn während man dank Honda ein De-facto-Werksteam war, ist man für Renault nur ein ganz normaler Kunde.

Das bedeutet auch, dass man keinen Einfluss auf die Entwicklung des Aggregats haben wird. Cyril Abiteboul, Geschäftsführer von Renault Sport, bestätigte, dass sich für McLaren 2018 einiges ändern wird. "Honda war von McLaren abhängig. Wir sind für alle Parameter der Antriebs selbst verantwortlich", hob er einen entscheidenden Unterschied heraus.

Bei Honda genoss McLaren den Status eines Exklusivpartners. Dadurch konnten die Japaner problemlos auf Extrawünsche aus Woking eingehen. Diesen Luxus wird es bei Renault nicht mehr geben. Schließlich hat es mit Red Bull Racing noch einen weiteren Kunden, wobei sowieso das eigene, bislang erfolglose Werksteam Priorität genießen dürfte. Trotzdem zeigte man sich bei Renault offen für Verbesserungsvorschläge – in weiterer Folge.

"Ich denke, wir werden es Schritt für Schritt angehen. Wir wollen sehr pragmatisch sein. Für 2018 und selbst für 2019 ist es schon ziemlich spät für McLaren", erklärte Abiteboul. Daher werde man wohl nicht vor 2020 auf größere Ideen des neuen Partners eingehen können. Gleichzeitig möchte man aber auch bescheiden sein. "Wir müssen unser Produkt verbessern. Daher werden wir für ihre Vorschläge offen sein", versicherte Abiteboul.

Man müsse das ganze Projekt mittel- bis langfristig sehen, jedoch endet der Vertrag von McLaren Ende 2020 auch schon wieder. "Es ist eine neue Partnerschaft. Wir müssen sehen, wie sie sich entwickelt", erklärte Abiteboul. Wenn es aber gut funktioniere, gebe es keinen Grund, warum es nicht weitergehen sollte; dann wäre wohl auch eine engere Zusammenarbeit der beiden Parteien denkbar.

Drucken
Button zu McLaren-Honda Button zu McLaren-Honda 2017er-Honda im STR13? 2017er-Honda im STR13?

Ähnliche Themen:

29.03.2018
GP von Australien

Kaum Erfahrung, wenig Ressourcen, aber vierte Kraft in der Formel-1-WM? Haas wirft für Force India die Frage nach dem Know-how auf.

15.03.2017
Formel 1: Interview

Rennleiter Boullier kritisiert Partner Honda und erklärt, dass McLaren mit einem Mercedes-Aggregat in diesem Jahr siegfähig wäre.

09.07.2015
Formel 1: Interview

Theoretisch gut, praktisch aber zu riskant: McLaren-Teamchef Eric Boullier erklärt, warum Honda kein zweites Formel-1-Team beliefert.

Formel 1: Analyse

Straßentauglich ADAC-Ecotest: So sauber sind neue Diesel

Laut ADAC-Ecotest unterschreiten alle auf der Straße via RDE gemessenen Euro 6c- und 6d-Temp-Fahrzeuge die Stickoxid-Grenzwerte bei weitem.

Geburtstag in Versailles Salon Rétromobile: 70 Jahre Abarth

Im Rahmen des Salon Rétromobile stellt Fiat Klassiker aus, mit denen die enge Verbindung zwischen Abarth und den Fiat-Marken illustriert wird.

Stromer 2019 Zero auf der bike-austria in Tulln

Zero Motorcycles, US-Anbieter von Elektromotorrädern, stellt auf der bike-austria Tulln vom 1. bis 3. Februar seine 2019er-Modelle vor.

WRC: Schweden-Rallye Zellhofer/Heigl: Das Ziel erreicht...

Nach einer schwierigen, ereignisreichen Rallye belegt er mit Jürgen Heigl auf Ford Fiesta R5 unter 61 gestarteten Teams den 36. Endrang.