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Formel 1: Interview

Lance Stroll sieht sich selbst gereift

Nach der Kritik vor seiner Rookiesaison sieht sich Lance Stroll in der Lage, in der Formel-1-WM 2018 stärker aufzutreten als zuvor.

Williams-Pilot Lance Stroll ist überzeugt, dass er in seiner zweiten Formel-1-Saison signifikant bessere Leistungen bieten können wird als in seinem Debütjahr. Der 19jährige spricht davon, sich im Laufe des Jahres 2017 dramatisch verändert zu haben und erwähnt charakterliche wie sportliche Aspekte. "Ich bin nun ein ganz anderer Rennfahrer", sagte der Kanadier am Rande der 24 Stunden von Daytona, an denen er in einem LMP2-Oreca teilnahm.

Höhen – wie der dritte Platz beim Grand Prix von Aserbaidschan – und Tiefen – etwa selbst verschuldete Unfälle bei Testfahrten – seiner Premierensaison hätten ihn gleichermaßen gestärkt, so Stroll. "Ich habe alle möglichen Emotionen mitgemacht. Mir ist Ungemach widerfahren, aber ich bin auch auf dem Podest gestanden." All das sei Teil eines Reifeprozesses gewesen – nicht nur auf der Rennstrecke.

"Es war lehrreich, die Welt zu bereisen", sagte Stroll, der den Williams-Vertrag kurz nach seinem 18. Geburtstag in der Tasche hatte. Er ist der Ansicht, sich sukzessive an jene Perfektion heranzutasten, die es bräuchte, um in der Formel-1-WM bestehen zu können. Erste Auswirkungen seiner ansteigenden Form waren gegen Ende der Saison 2017 abzulesen, als er den damaligen Teamkollegen Felipe Massa in den letzten acht Grands Prix vier Mal schlagen konnte, wenngleich er nach WM-Punkten dennoch 40:43 unterlag.

In der kommenden Saison, wenn er sich die Williams-Garage mit dem russischen Formel-1-Rookie Sergey Sirotkin teilen wird, ist seine Schonzeit endgültig vorbei. Als erfahrenerer Grand-Prix-Pilot wird dann vor allem er das Auto weiterentwickeln müssen.

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