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Formel 1: Analyse

Preisgeld: Williams größter Verlierer

Die Formel-1-WM verbucht höhere Verluste, schüttet aber rund eine Milliarde US-Dollar an die Teams aus – Ferrari erhält am meisten.

Die von Rechteinhaber Liberty Media kontrollierte Formula One Group hat im Geschäftsjahr 2018 zum zweiten Mal hintereinander einen Verlust erwirtschaftet. Nach einem Gewinn von 47 Millionen US-Dollar im Jahr 2016 schlitterte die Rennserie 2017 um US$ 37 Mio. in die Verlustzone. Für das Vorjahr steht nun ein Minus von US$ 68 Mio. in den Bilanzen, trotz eines gestiegenen Umsatzes von 1,827 Milliarden US-Dollar, was einem Plus von 44 Millionen Dollar oder 2,47 Prozent entspricht.

An diesem Umsatz der gesamten Formula One Group orientiert sich jener Preisgeldtopf, der an die zehn Teams – in diesem Jahr auf Basis der Konstrukteurs-WM 2018 – ausgeschüttet wird. Dieser liegt diesmal voraussichtlich bei rund einer Milliarde Dollar. Am meisten erhält laut Recherchen von RaceFans wie gehabt Ferrari mit US$ 205 Mio., was einem Plus von 5,6 Prozent im Vergleich zu 2018 entspricht.

Obschon Weltmeister bekommt Mercedes nur US$ 177 Mio., also um 28 weniger. Grund dafür sind vor allem nicht allzu transparente Bonuszahlungen: Ferrari kassiert zum Beispiel 73 Millionen alleine dafür, das am längsten ohne Unterbrechung in der Formel-1-WM aktive Team zu sein, insgesamt sind es unglaubliche US$ 114 Mio. und damit mehr als 50 Prozenz der gesamten Ausschüttung.

Größter Verlierer mit einem Minus von 21 Prozent ist Williams, das in der Konstrukteurs-WM binnen einer Saison vom fünften auf den zehnten Platz abgestürzt ist. Den größten Zuwachs verzeichnet Haas dank der Verbesserung von Rang acht auf fünf. Auch McLaren hat sich dank der sechsten WM-Position (nach P9 2017) um 24 Prozent auf den vierten Platz der Geldrangliste verbessert.

Racing Point erhält einen Sockelbetrag von US$ 35 Mio., der an jene Teams ausgeschüttet wird, die in den vergangenen drei Jahren mindestens zwei Mal in den Top 10 der Konstrukteurs-WM gelandet sind – ein Kriterium, das dem ehemaligen Force-India-Team noch auf den Kopf fallen könnte, denn Haas, das als neues Team in seinen ersten beiden Jahren keine entsprechenden Zahlungen erhalten hat, bemüht sich weiterhin um eine juristisch verbindliche Feststellung, ob es sich denn nun wirklich um einen echten Rechtsnachfolger handelt.

In einem FIA-Urteil wurde Racing Point vergangenes Jahr zunächst als neues Team eingestuft. Sollten auch die Gerichte entscheiden, dass Racing Point ein solches ist, gibt es zwei Möglichkeiten. Erstens: Racing Point bekommt kein Geld, bis das Team zwei Mal in drei Jahren mindestens WM-Zehnter war, oder zweitens: Haas erhält rückwirkend Gelder überwiesen, weil diese in Wahrheit ohne solche Kriterien jedem Team zustehen.

Preisgeld in Mio. US-Dollar:

 1. Ferrari (WM-2.) ...... 205 (+ 6%)
2. Mercedes (WM-1.) ..... 177 (+ 4%)
3. RB Racing (WM-3.) .... 152 (+ 4%)
4. McLaren (WM-6.) ...... 100 (+24%)
5. Renault (WM-4.) ....... 73 (+18%)
6. Haas (WM-5.) .......... 70 (+32%)
7. Williams (WM-10.) ..... 60 (-21%)
8. Force India (WM-7.) ... 59 (-15%)
9. Sauber (WM-8.) ........ 56 (+22%)
10. Toro Rosso (WM-9.) .... 52 (- 7%)
Davon diverse Boni:
1. Ferrari .... 114
2. Mercedes .... 76
3. RB Racing ... 71
4. McLaren ..... 33
5. Williams .... 10

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