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Ferrari-Teamchef Arrivabene abgelöst

Maurizio Arrivabene ist seinen Posten als Teamchef von Ferrari los, sein Nachfolger wird der bisherige Technikdirektor der Scuderia.

Ferrari hat eine personelle Neuausrichtung an der Spitze seines Rennstalls in der Formel-1-WM vollführt: Maurizio Arrivabene ist nicht mehr als Teamchef der Scuderia tätig, sein Nachfolger wird der bisherige technische Direktor Mattia Binotto, der künftig alleine für die Technikagenden verantwortlich sein wird. In einer kurzen Pressemitteliung hieß es dazu: "Mattia Binotto übernimmt ab sofort die Rolle des Ferrari-Teamchefs. Alle technischen Abteilungen rapportieren weiterhin direkt Mattia."

Arrivabenes Zukunft blieb offen; allerdings deutete man an, dass der Italiener nach vier Jahren das Unternehmen komplett verlassen könnte. Darauf lassen die Erläuterungen zum Aus des bisherigen Teamchefs schließen. In der Aussendung ist zu lesen: "Ferrari bedankt sich bei Maurizio für seinen wertvollen Beitrag bei der Formsteigerung des Teams in den vergangenen Jahren und wünscht ihm für seine künftigen Unternehmungen alles Gute."

Der Neuausrichtung an der Spitze des Rennstalls seien intensive Gespräche zwischen Arrivabene und dem Management vorausgegangen, hieß es weiter. Kernthemen seien dabei einerseits Arrivabenes langfristige persönliche Interessen und andererseits die Interessen der Scuderia gewesen – offenbar ließ sich beides nicht in Einklang bringen.

Arrivabene war 2014 als Teamchef zu Ferrari gestoßen, nachdem er von 1997 bis 2014 für den langjährigen Titelsponsor Philip Morris als Manager tätig gewesen war. Er trat die Nachfolge von Marco Mattiacci an, der seinerseits nicht einmal eine komplette Saison als Teamchef überstanden hatte und Ferrari anschließend verlassen musste.

In der Ära Arrivabene bestritt Ferrari insgesamt 81 Grands Prix und erzielte dabei 71 Podestplätze, 14 Laufsiege und zwölf Pole Positions. Der erhoffte erste WM-Titel bei den Fahrern seit 2007 blieb aber ebenso aus wie jener in der Konstrukteurswertung seit 2008.

Arrivabene ist seit 2012 Vorstandsmitglied beim italienischen Fußballverein Juventus Turin und könnte dort laut Spekulationen eine Position im Topmanagement übernehmen. Entsprechende Gerüchte gibt es bereits seit Monaten.

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