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Formel 1: Interview

Brown: B-Teams nicht, wofür F1 steht

Laut McLaren-Geschäftsführer Zak Brown soll der Rechteinhaber das Geschäftsmodell mit B-Teams in der Formel-1-WM genau untersuchen.

Viele der größeren Rennställe in der Formel-1-WM profitieren von ihren B-Teams; Ferrari etwa verlässt sich auf die Zuarbeit von Haas. Das US-amerikanische Team bezieht nicht nur die Motoren von den Italienern, sondern auch viele andere Komponenten. So muss es aufwändige Entwicklungen nicht selbst durchführen, kann aber mit Rückmeldungen dazu beitragen, dass das A-Team konkurrenzfähiger wird. McLaren-Geschäftsführer Zak Brown bleibt in der Frage, ob solche Satellitenteams eines Tages um Spitzenplätze mitkämpfen können, skeptisch.

"Haas hat exzellente Arbeit geleistet. Das Team hat mit deutlich weniger Budget gearbeitet als wir und war sehr erfolgreich. Ich denke aber, dass sich Liberty Media das Geschäftsmodell der B-Teams noch genau ansehen wird", setzt Brown auf Rückendeckung für McLaren durch den Mehrheitseigner der Formel-1-WM. Die großen Rennställe würden von den B-Teams profitieren, in der Saison 2018 hätte die Politik der Partner selbst auf der Rennstrecke eine Rolle gespielt. Genau das müsse laut Brown infrage gestellt werden.

"Das ist nicht das, wofür die Formel-1-WM steht", behauptet der Geschäftsführer. "Haas hat es zwar gut hinbekommen, sich an die Regeln zu halten, ich glaube jedoch nicht, dass ein B-Team jemals mit einem A-Team konkurrieren kann." Deshalb sei es auch eine Frage der Strategie, solch eine Partnerschaft einzugehen; für kurze Zeit könne ein kleiner Rennstall, der zum Satellitenteam wird, vom Know-how profitieren. Mittel- bis langfristig sei es aber eher ein Dämpfer für größere Erfolge.

Ein B-Team müsse seine Träume, eines Tages um den Titel kämpfen zu können, begraben, weshalb sich McLaren niemals dergestalt verpflichten würde. "Sonst müssten wir sofort das Handtuch werfen und könnten nicht mehr um den Titel kämpfen", so Brown ungeachtet der Tatsache, dass McLaren dies ohnehin schon seit längerem nicht mehr tut. "Wir halten es deshalb für sehr wichtig, dass Liberty Media sich das Modell in Bezug auf die Regeländerungen 2021 genau anschaut." Laut Brown müssten alle Teams in der Formel-1-WM dieselben Chancen haben, wettbewerbsfähig zu werden.

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