Formel 1

Inhalt

Formel 1: News

Verstappen: Ungarn-GP entscheidend

Wenn Max Verstappen nach dem Grand Prix von Ungarn nicht in den Top 3 der Fahrer-WM liegt, greift die Ausstiegsklausel.

Wochenlang wurde darüber spekuliert, wie die Ausstiegsklausel von Max Verstappen aus seinem bis Ende 2020 laufenden Red-Bull-Vertrag konkret aussieht: Nur wenn Verstappen am Sonntagabend nach dem Grand Prix von Ungarn nicht in den Top 3 der Fahrer-WM liegt, darf er wechseln. Ansonsten verlängert sich seine Zeit bei Red Bull automatisch um eine weitere Saison.

Helmut Marko "glaubt nicht", dass ein anderes Team den 21-Jährigen wegschnappen wird: "So, wie es aussieht, muss er sowieso bei uns bleiben", bestätigt der Red-Bull-Motorsportkonsulent im Interview mit 'Sky'. Denn aktuell ist Verstappen WM-Dritter, mit 21 Punkten Vorsprung auf Sebastian Vettel. Das bedeutet, dass Vettel am Sonntag unbedingt gewinnen muss und Verstappen nicht hoch punkten darf, wenn die Klausel schlagend werden soll.

"Diese Ausstiegsklausel gibt es. Derzeit ist sie nicht schlagend", erklärt Marko im 'ORF'. "Damit sie eintritt, muss es ganz außergewöhnliche Verhältnisse im Rennen am Sonntag geben. Wir sind nicht beunruhigt. Und selbst falls sie wirklich schlagend werden sollte, heißt das noch lange nicht, dass Max sie auch wahrnimmt."

Denn das hätte Verstappen theoretisch selbst in der Hand gehabt, mit absichtlich schlechteren Leistungen in den vergangenen Rennen. Aber die Siege in Spielberg und Hockenheim zeigen, dass es bei Red-Bull-Honda vorwärts geht - und dass das erklärte Ziel, 2020 auf Red Bull jüngster Weltmeister der Formel-1-Geschichte zu werden, in Reichweite liegt.

Dass sich Toto Wolff zwischen Hockenheim und Ungarn erneut mit Jos Verstappen zum Essen getroffen hat, wertet Marko als Versuch, "Unruhe hineinzubringen. Das ist Teil des politischen Spiels." Und Christian Horner ergänzt: "Mit mir hat Toto nicht über Max gesprochen. Er spricht aber mit fast jedem Fahrer. Ich schätze, wenn es da Kontakt gegeben hat, dann nicht über das Team."

Aber: "Wir sind guter Dinge, dass Max sowohl von der Klausel als auch vom Willen her 2020 bei uns fährt", unterstreicht Marko, und auch Horner betont: "Verträge sind letzten Endes doch irrelevant. Man möchte einen Fahrer nicht dazu zwingen müssen, im Team zu bleiben, wenn er weg möchte. Da geht es um Beziehungen und um den Glauben ans Team."

Dass Red Bull Verstappen halten möchte, steht außer Frage. Die Verantwortlichen haben zuletzt mehrfach betont, dass sie ihn für den derzeit besten Fahrer der Formel 1 hatten. Im Gespräch mit 'Sky' unterstreicht Marko das einmal mehr - und geht noch einen Schritt weiter: "Ich würde sagen, dass er der reifste und schnellste Fahrer ist, den wir je hatten."

Was Marko damit zwar nicht direkt ausspricht, aber doch indirekt andeutet: Verstappen ist besser als Vettel in seinen vier Weltmeister-Jahren bei Red Bull. Das kann er selbst beurteilen. Den Vergleich mit Lewis Hamilton möchte der Österreicher hingegen nicht ziehen: "Wir hatten Lewis nie in unserem Team. Ich vergleiche ihn nur mit den Fahrern, die wir hatten."

Drucken

Ähnliche Themen:

27.08.2017
GP von Belgien

Am Funk geht es heiß her, doch nach dem Rennen spielt Fernando Alonso seinen Ausfall herunter - Eine klare Aussage zu seiner Zukunft vermeidet er.

16.07.2017
GP von Großbritannien

Haas wagte in Silverstone einen neuen Anlauf mit Carbon-Industrie-Bremsen - Wandert mit dem neuen Material das Problem jetzt zu Magnussen?

08.07.2017
GP von Österreich

Schlechte Nachrichten für Fernando Alonso: Vor dem Qualifying-Tag wurde sein Honda-Antrieb gewechselt - Keine dritte Ausbaustufe im Heck.

Demoliertes Dutzend Euro NCAP: zwölf Autos im Crashtest

Beim aktuellen Euro NCAP-Crashtest traten gleich zwölf Fahrzeuge an - darunter die Elektroautos Porsche Taycan und Tesla Model X.

Planai-Classic 2020 52 Starter bei der Planai-Classic 2020

Autofahren wie einst, als von E-Autos noch keine Rede war: Mit 52 Startern treten so viele Oldtimer wie noch nie zur kommenden Planai-Classic an.

Papa mobil Dacia Duster als neues Papamobil

Papst Franziskus ist ab sofort in einem Dacia unterwegs. Und zwar in einem mittels großer Glaskanzel zum Papamobil umgebauten Duster.

Rallye-WM: News FIA: Aus WRCs werden ab 2022 Rally1s

Neue technische und sportliche Vorgaben ab der Rallye-WM-Saison 2022 – mit neuem Namen, E-Motoren, mehr Sicherheit, mehr Marketing.