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Grand Prix von Bahrain 2013

„Etwas zu hart“ – ansonsten begrüßt McLaren „freies Racing“

Sergio Perez setzte Jenson Button mächtig unter Druck und kämpfte in den Augen des Teams „etwas zu hart“, auch Perez selbst sieht es so…

Den Beteiligten des McLaren-Teams dürfte beim Großen Preis von Bahrain in Manama das eine oder andere Mal das Herz stehen geblieben sein, denn Sergio Perez kämpfte mit harten Bandagen gegen seinen Teamkollegen.

Gleich zweimal gab es Berührungen, einmal mit Perez' Frontflügel am rechten Hinterreifen von Button, einmal seitlich Rad an Rad.

Doch das Team, das seine Fahrer übrigens nicht zur Vernunft aufrief, hatte Glück, denn Perez arbeitete sich sogar bis auf den sechsten Rang nach vorn. Teamkollege Jenson Button wurde durch einen zusätzlichen Boxenstopp noch auf den zehnten Rang nach hinten gereicht.

"Das war ein unglaubliches Rennen, wirklich ein Genuss", so Perez. "Zunächst einmal muss ich dem Team danken, wir haben vor kurzem eine wirklich schwierige Zeit durchgemacht, aber sie haben mich weiterhin unterstützt. Alles in allem war es ein solides Wochenende, wir haben so ziemlich das Maximale aus dem Auto herausgeholt, wandten eine großartige Strategie an, achteten auf die Reifen und sammelten einige sehr nützliche Punkte."

"Ich würde sagen, dass ich heute auf der Strecke etwas zu aggressiv war, berührte die Räder von Jenson, was vielleicht etwas zu riskant war, etwas zu hart, aber das Team meldete sich nie über Funk um uns zu sagen, dass wir aufhören sollen, gegeneinander ein Rennen zu fahren. Es gab keine Teamorder."

"Wir beide stießen eine Menge Adrenalin aus, und Jenson ist immer ein sehr starker Rennfahrer. Aber hoffentlich werden wir uns in Zukunft gegenseitig mehr helfen. Er war nach dem Rennen ruhig und freundlich, was großartig war, aber das ist nicht überraschend, denn er ist ein großartiger Kerl und auch ein großartiger Fahrer."

"Das war heute für mich nicht brillant", so Button. "Okay, das Rennen hat jede Menge Spaß gemacht, aber wir haben nicht das Ergebnis erzielt, das ich haben wollte, denn ich musste meine Reifen zu sehr rannehmen, als ich mich gegen Checo verteidigte."

"Dort draußen passierte jede Menge, und wie ich schon sagte, war ich als Ergebnis nicht allzu sehr schonend zu meinen Reifen. Das lag zum Teil daran, dass ich mir nach meinem zweiten Boxenstopp den Weg zurück bahnen musste, als ich mit Grosjean kämpfte."

"Aber es gab auch jede Menge sauberen Rennsport dort draußen - auch wenn ich sagen würde, dass Checo etwas zu hart war, was etwas unglücklich war. Er leistete alles in allem gute Arbeit, er hatte eine gute Geschwindigkeit und achtete auch gut auf seine Reifen. Also Gratulation an ihn, denn er hat für das Team heute sehr nützliche Punkte geholt."

"Der Große Preis von Bahrain war ein fantastisches Motorsport-Rennen", freut sich Teamchef Martin Whitmarsh. "Ich bin mir sicher, dass es für zig Millionen Zuschauer unterhaltsam war, die sich das zuhause anschauten, genauso für jene, die ausreichend Glück hatten, sich das hier in Sakhir live anzuschauen."

"Checo fuhr sein bisher bestes Rennen für McLaren, überholte in der Schlussphase sowohl Fernando Alonso als auch Mark Webber. Er ist als Sechster ins Ziel gekommen."

"Das war eine sehr gute Fahrt, besonders wenn man bedenkt, dass er in der Lage war, ein solch starkes Tempo aufrechtzuerhalten, obwohl er eine Beschädigung an seinem Heckflügel und eine an den Endplatten seines Frontflügels hatte."

"Auch Jenson wäre dort ins Ziel gekommen, hätte er bei noch verbleibenden zehn Runden nicht noch einen zusätzlichen Stopps einlegen müssen. Nichtsdestotrotz kam auch er auf einer soliden Position in den Punkten ins Ziel"

"Die beiden haben den Großteil des Nachmittags extrem nah beieinander verbracht, manchmal tatsächlich etwas zu nahe, aber das ist Motorsport. Sowohl Jenson als auch Checo sind schnell, geben alles und sind hungrig auf Erfolge, und so sollte es ja auch genau sein."

"Das nennen wir Rennsport, und wir bei McLaren erlauben es unseren Fahrern immer, gegeneinander zu fahren. Darum dreht es sich in diesem Sport. Gleichzeitig kann man wohl sagen, dass Checo heute Nachmittag gegen Jenson etwas zu kämpferisch war, und ich denke, dass er das auch weiß."

"Von hier aus machen wir uns zurück auf den Weg nach Woking, wo wir hart arbeiten werden um unser Paket für Spanien aufzurüsten, wo wir in drei Wochen hoffentlich weiterhin zeigen werden, dass wir die Früchte unserer stetigen Entwicklung am MP4-28 ernten werden, sodass wir hoffentlich jene konkurrenzfähige Maschine haben werden, die wir brauchen."

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