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Grand Prix von Bahrain 2013

Alonso: "Es geht nicht nur um Siege"

Fernando Alonso sieht Ferrari trotz China-Sieg noch nicht auf Red Bull-Level und betont, dass der Weg zum Titel über die Konstanz führt.

Fernando Alonso kommt als Dritter der Gesamtwertung zum Grand Prix von Bahrain. Nach seinem Sieg am vergangenen Sonntag in Shanghai fehlen dem Ferrari-Piloten nur sechs Zähler auf Kimi Räikkönen (Lotus) und neun auf WM-Spitzenreiter Sebastian Vettel (Red Bull). Mercedes-Neuzugang Lewis Hamilton liegt mit drei Punkten Rückstand auf Alonso auf Position vier.

Dass nach drei Saisonrennen vier der fünf Weltmeister im Feld vorn liegen, will Alonso nicht überbewerten. "Wir haben bereits im vergangenen Jahr viele Überraschungen erlebt. Bei den ersten Rennen der Saison geht es in erster Linie darum, das grundsätzliche Potenzial zu erkennen und sich auf die neuen Gegebenheiten einzustellen", spricht der Ferrari-Pilot vor allem die diesjährige Generation der Pirelli-Reifen an.

Im Reifenpoker von Shanghai holte sich Alonso seinen ersten Sieg seit Hockenheim im vergangenen Jahr. "Darüber war ich natürlich sehr glücklich", bekennt der Spanier, will von einer langen Durststrecke aber nichts wissen: "Ich mag zwölf Rennen lang nicht gewonnen haben, war aber konstant auf dem Podest. Andere Fahrer mit richtig starken Autos haben 50 oder 60 Rennen lang nicht gewonnen. Wir wissen, dass es nicht nur um Siege, sondern vor allem um die Konstanz geht."

Dass Weltmeister Vettel beim Grand Prix von China das Podest knapp verpasste, sind für Alonso "gute Neuigkeiten", doch der amtierende Vize-Weltmeister will auch diesen Umstand nicht überbewerten und kommt zur Schlussfolgerung: "Die Position in der Gesamtwertung ist zum aktuellen Zeitpunkt der Saison nicht so wichtig."

So zeigt sich Alonso auch von Hamiltons starkem Einstand bei Mercedes nicht überrascht: "Lewis ist einer der besten Fahrer der Welt. Im vergangenen Jahr brachte er McLaren und jetzt Mercedes in eine sehr starke Position. Er zeigt ein weiteres Mal sein Talent. Auch Kimi hatte einen fantastischen Start in die Saison und verdient es, dort vorn zu liegen."

Angesprochen auf das nach drei Rennen noch nicht gänzlich erkennbare Kräfteverhältnis bezogen auf die Autos entgegnet Alonso: "Dass Red Bull erneut das stärkste Auto hat, ist offensichtlich." Seinen eigenen Dienstwagen, den Ferrari F138, will der Spanier "nur aufgrund eines Sieges nicht als bestes Auto" dastehen lassen und unterstreicht: "In Australien waren wir ganz sicher nicht die Schnellsten und in Malaysia hatten wir etwas zu kämpfen. In China war Sebastian im Rennen in allen Stints der Schnellste, hatte sich aber im Qualifying für eine seltsame Strategie entschieden."

Um es mit dem Red Bull RB9 aufnehmen zu können, müsse sich Ferrari "weiter verbessern und noch etwas an Tempo zulegen". Der Plan dafür steht bereits. Sowohl an diesem Wochenende in Bahrain als auch beim Europa-Auftakt in Barcelona (12. Mai) und beim Klassiker in den Straßen von Monte Carlo (26. Mai) wird es laut Alonso jeweils "neue Teile" geben. Der Vize-Champion von 2012 hofft, dass Ferrari damit "innerhalb der nächsten eineinhalb Monate auf dem Level der besten Autos" fährt.

Lewis Hamilton übers Reifenschonen Lewis Hamilton übers Reifenschonen Gonzalez vor Freitagsdebüt bei Marussia Gonzalez vor Freitagsdebüt bei Marussia

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