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Grand Prix von Bahrain 2013

Bahrain: Die Wüste lebt

Schlag auf Schlag geht es derzeit in der Formel 1: Nach dem Rennen in China steht nur eine Woche später Bahrain auf dem Plan - Erstmals heiße Temperaturen

Drei Wochen Pause hatten die Fahrer und Teammitglieder vor dem China-Grand-Prix, doch diesmal gibt es keine Zeit zum Durchatmen: Nur eine Woche später findet im rund 7000 Kilometer entfernten Bahrain der vierte Saisonlauf des Jahres statt. Für Fernando Alonso blieb also nicht viel Gelegenheit, seinen Sieg auf dem Shanghai International Circuit ausgiebig zu feiern. In den Wüstenstaat reist der Ferrari-Pilot mit guten Erinnerungen, der Spanier ist Rekordsieger auf dem Bahrain International Circuit.

Dreimal beendete Alonso das Rennen bereits als Sieger: 2005, 2006 (in Renault-Diensten) und 2010. Auch Teamkollege Felipe Massa gewann an Ort und Stelle bereits zweimal (2007 und 2008). Nach dem deutlichen Sieg in China ist man bei Ferrari sowieso guter Dinge: "Wir scheinen im Augenblick ein gutes Tempo zu haben", sagt Teamchef Stefano Domenicali. "Da müssen wir am Ball bleiben. Die Vorbereitungen auf Bahrain haben schon begonnen."

Fernando Alonso ist sich allerdings nicht sicher, ob das Ergebnis aus Schanghai schon eine Garantie für einen erfolgreichen Wüstenauftritt abgibt: "Dort werden wir wohl andere Bedingungen erleben. Wer weiß, wer dort wie konkurrenzfähig sein wird?" Dennoch ist der Spanier guter Dinge: "Das Auto scheint jedenfalls dazu in der Lage zu sein, auf das Podest zu fahren. Darauf hoffen wir in Bahrain."

Vierter Sieger im vierten Rennen?

Wie sich das Kräfteverhältnis im Königreich letztlich präsentieren wird, ist die große Unbekannte, denn immerhin hat in jedem Saisonrennen bisher ein anderes Auto dominiert: Lotus in Australien, Red Bull in Malaysia und Ferrari in China. Eine ähnliche Situation gab es in der Königsklasse auch im vergangenen Jahr, in Bahrain siegte dann sogar der vierte Fahrer aus dem vierten Team.

Das war Sebastian Vettel, der 2013 allerdings bereits einen Sieg aus Malaysia mitbringt. Nach dem vierten Platz von China will Red Bull wieder weiter nach vorne: "Das ist eine ganz andere Strecke. Hoffentlich sind wir in Bahrain wieder konkurrenzfähig", sagt Teamchef Christian Horner nach dem strategisch geprägten Auftritt in China. Der Brite erwartet am Wochenende aber wieder harten Gegenwind seitens der Konkurrenz.

Zu den Favoriten zählt er natürlich die bisherigen Saisonsieger - aber nicht nur: "Es gibt eine Menge schneller Autos", spricht er auch Mercedes mit an, auch wenn sie im China-Rennen "nicht so stark waren, wie wir gedacht hatten". Die Silberpfeile könnten durchaus zum vierten siegreichen Team im vierten Rennen avancieren, auch weil sie ihre Reifenprobleme in den Griff bekommen haben sollten, wie Nico Rosberg in seinem Videoblog verrät: "Wir haben unsere Überhitzungsprobleme mit den Reifen eigentlich behoben, deswegen bin ich auch guter Dinge für Bahrain und denke, dass ich da wieder eine gute Leistung bringen kann und vielleicht wieder um das Podium kämpfen kann."

"Alles wird wieder neu gemischt"

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff weiß, dass die traditionell heißen Temperaturen in Bahrain seinem Team in die Karten spielen könnten: "Grundsätzlich ist es bis jetzt immer ganz okay gegangen, auch unter heißeren Temperaturen, wobei wir ja wirklich heiß noch nicht hatten", so der Österreicher, der weiß, dass sich alle Teams auf die erstmals richtig heißen Bedingungen einstellen müssen: "In fünf Tagen wird also alles wieder neu gemischt."

Dem stimmt auch Aufsichtsratschef Niki Lauda zu: "In Bahrain beginnt alles wieder von Neuem. Es ist dort wahnsinnig heiß, die jüngste Wettervorhersage waren mehr als 30 Grad. Bahrain ist Wüste, Sand, der Kurs ein ganz anderer als in China. Das heißt, wir haben neue Bedingungen. Die Reifenproblematik bleibt absolut heiß und ein Riesenproblem dort, das kann ich jetzt schon vorhersagen. Das Rennen wird wieder ein tolles werden. Mit neuen Voraussetzungen und wahrscheinlich einem neuen Sieger."

Bleibt für alle Beteiligten nur zu hoffen, dass das Rennen - oder vielleicht auch wieder die Reifen - zur größten Thematik in Bahrain werden. Anders als 2011, als sogar der gesamte Grand Prix aufgrund der Unruhen abgesagt werden musste. 2012 reiste der ganze Tross mit Angst in den Golfstaat, doch bis auf ein paar kleinere zufällige Zwischenfälle mit Force-India-Mechanikern verlief alles reibungslos. Auch im Fahrerlager wird man sich denken: Lieber Reifen im Fokus als die Sicherheit.

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