Formel 1

Inhalt

Grand Prix von Bahrain 2013

Die Scuderia im Technikpech

Ferrari und Fernando Alonso trauern aufgrund der starken Renn-Performance einem möglichen Podiumsplatz nach – auch bei Massa gab‘s Probleme…

Für Fernando Alonso war es ein Sonntag zum Vergessen. Der Ferrari-Star rettete in Bahrain als Achter noch WM-Zähler ins Ziel, eigentlich war sein Rennen aber schon nach wenigen Umläufen vor die Hunde gegangen.

"Ich musste in zwei Runden zweimal die Box ansteuern und bin in eine Gruppe zurückgefallen", erinnert sich der Spanier an einen Heckflügel, der nach DRS-Nutzung nicht mehr in die Ausgangsposition zurückging. Zu diesem Zeitpunkt lag Alonso aussichtsreich auf Rang zwei.

Im Dickicht des Mittelfeld wurde es für den Ex-Weltmeister ein zäher Kampf, schließlich konnte er nach einem vergeblichen Reperaturversuch den umklappbaren Heckflügel nicht mehr einsetzen.

"Ohne DRS zum Überholen wurde es ein sehr schwieriges Rennen", meint Alonso, der sich trotzdem nach vorne kämpfte. "Mal wieder ein sehr unglückliches Rennen", erklärt er mit Blick auf den Ausfall in Malaysia. "Wir hatten zweimal in vier Grands Prix großes Pech, aber es kommen weitere und wir werden die Gelegenheit beim Schopfe packen."

Stefano Domenicali ist noch unschlüssig, was den Defekt hervorgerufenen hat: "Wir wissen noch nicht, was passiert ist", sagt der Ferrari-Teamchef bei Sky. "Es war aber großes Pech, denn normalerweise gibt es das gegenteilige Problem und nicht das, welches uns betroffen hat."

Da Alonso nur rund 1,5 Sekunden hinter Vettel lag, als das Malheur passierte, hatte sich Domenicali viel ausgerechnet: "Schade, denn mit diesem Tempo sowie ohne DRS war er gut unterwegs und das Podium wäre das Minimum gewesen."

Das nach dem China-Grand-Prix einmal mehr starke Renntempo kann den Italiener nicht trösten, wenn unter dem Strich kaum etwas auf der Habenseite steht: "Mit so einem Problem, das die Zuverlässigkeit betrifft, kann man nie glücklich sein. Das Tempo ist besser, aber im vergangenen Jahr haben wir mit einem schlechteren Auto mehr Punkte eingefahren."

Domenicali ist hin- und hergerissen: "Einerseits ist es enttäuschend, andererseits doch ein guter Tag. Naja, ohne die Probleme wäre es ein guter Tag gewesen."

Ferraris Pleiten, Pech und Pannen betrafen auch Felipe Massa, der die Box mit zwei Reifenschäden ansteuerte. "Mit Felipe gab es in der ersten Kurve einen Kontakt - ich glaube, mit einem der Force India - und es gab zwei Probleme mit den Pneus, von denen wir noch nicht genau wissen, was sie hervorgerufen hat", erklärt Domenicali, erkennt aber keinen Zusammenhang. "Einer kam plötzlich in der letzten Kurve, der andere auf der Gegengeraden. Kein guter Tag für uns, eine Menge Frust. Wir sollten den Deckel drauf machen und vorausblicken."

Drucken
McLaren: Perez "etwas zu hart" McLaren: Perez "etwas zu hart" Mercedes: Rosberg wurde durchgereicht Mercedes: Rosberg wurde durchgereicht

Ähnliche Themen:

01.04.2019
GP von Bahrain

Nico Hülkenberg und Daniel Ricciardo sorgten kurz vor Schluss für ein bizarres Doppelaus, das der Teamchef nicht akzeptabel nennt.

23.04.2017
GP von Bahrain

Bei RBR war man ob des geringen Qualifying-Abstands in Bahrain positiv überrascht, rätselt aber über die Gründe - Aufhängung nicht schuld an Schwäche.

09.04.2017
GP von China

Wie schon in Australien will Fernando Alonso in China eines seiner besten Rennen gefahren sein, doch wie schon beim Auftakt hielt das Auto nicht durch.

Grand Prix von Bahrain 2013

+ Nachberichte

Sonntag

+ Samstag

+ Freitag

+ Vorberichte

Boden-Rakete Tesla Model 3 Performance - im Test

Wir testen, ob die stärkste Variante des Tesla Model 3 („Performance“) nicht nur Power, sondern auch Vernunft und Praxiswert bieten kann.

Lebende Legende Stirling Moss feiert 90. Geburtstag

Stirling Moss ist mit 16 GP-Siegen der erfolgreichste Formel-1-Pilot, der nie Weltmeister wurde. Jetzt feiert der Motorsport-Sir seinen 90. Geburtstag.

Motorrad-WM: Alcañiz Marquez cruist zum achten Saisonsieg

Marc Marquez lässt auch im Motorland Aragon nichts anbrennen und siegt überlegen vor Andrea Dovizioso, der von P10 auf das Podium fährt.

Rallye-WM: News Ogier vor Entscheidungstest

Citroen rüstet im WM-Kampf auf und verschreibt dem C3 WRC ein Update an der Aufhängung - Ogier, Lappi und Camilli werden es intensiv testen.