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Grand Prix von Bahrain 2013

Vettel siegt und übernimmt die WM-Führung

Sebastian Vettel gewinnt den spannenden GP von Bahrain deutlich vor den beiden Lotus-Piloten Räikkönen und Grosjean, die mit nur zwei Stopps auskamen.

Wenn man sich als Formel-1-Fan ein Rennen wünscht, das jede Menge Rad-an-Rad-Kämpfe und Überholmanöver und den einen oder anderen Zwischenfall bietet, dann war der Große Preis von Bahrain in Manama am Sonntag ein Grand Prix, der diesen Wunschzettel von Anfang bis Ende erfüllte.

Sebastian Vettel sicherte sich nach Malaysia in überlegener Manier mit 9,1 Sekunden Vorsprung seinen zweiten Saisonsieg und baute damit seine WM-Führung vor Kimi Räikkönen im Lotus aus, der seinerseits Zweiter wurde. Der dritte Rang ging an Räikkönens Teamkollegen Romain Grosjean. Das Podium sah beim Bahrain-Grand-Prix übrigens vergangenes Jahr genauso aus.

WM-Punkte gab es ebenfalls für Paul di Resta im Force India auf Rang vier vor Lewis Hamilton (Mercedes), Sergio Perez (McLaren), Mark Webber (Red Bull), Fernando Alonso (Ferrari), Nico Rosberg (Mercedes) und Jenson Button (McLaren) auf Rang 10.

Alonso hatte im Rennen großes Pech, denn er musste zweimal die Box aufsuchen, da sein DRS klemmte, das oberste Heckflügelelement aufgeklappt blieb. Nach dem zweiten Reparaturstopp entscheid man sich dazu, das DRS nicht mehr einzusetzen, was dem Ex-Champion beim Überholen und Verteidigen im Weg stand.

Ohne WM-Punkte müssen die folgenden Fahrer aus Manama abreisen: Nico Hülkenberg (Sauber) auf Platz zwölf vor Adrian Sutil (Force India). Felipe Massa (Ferrari) wurde 15.

Für einen Start auf dem härteren Reifen entschieden sich Felipe Massa (der damit ja schon im letzten Qualifying-Teil fuhr), Hülkenberg, Grosjean, Bottas, Vergne und Gutierrez. Der Unterschied zwischen den beiden Reifenmischungen war in Bahrain bei weitem nicht so groß wie in den vergangenen drei Rennen.

Rosberg erwischte einen guten Start und konnte seine Pole-Position verteidigen. Vettel verlor hinter Rosberg Schwung und musste Alonso für einige Kurven passieren lassen, bevor der Weltmeister wieder kontern konnte. Weiter hinten hatte Sutil Pech - er musste nach einer Kollision mit Massa mit einem Problem an die Box kommen und das Rennen als Letzter wieder aufnehmen.

Vettel übernimmt die Führung

An der Spitze griff Vettel unterdessen nach der Führung. Nur ein paar Sekunden ging der Red-Bull-Fahrer an Rosberg vorbei, doch der konnte zurückschlagen. Alonso nutzte die Gunst der Stunde und arbeitete sich näher an das Duo heran. In der dritten Runde klappte der nächste Angriff und Vettel übernahm die Führung.

Am Ende der dritten Runde ging auch Alonso auf der Start- und Zielgeraden an Rosberg vorbei, der jedoch in der ersten Runde wieder am Spanier vorbeikam. In der fünften Runde war Alonso jedoch am Mercedes-Fahrer vorbei. Der kämpfte mit seinen abbauenden Reifen und musste sich auch von di Resta überholen lassen.

Ein ganz anderes Problem hatte unterdessen Alonso, bei dem das DRS klemmte, der Heckflügel nicht mehr zuklappte und in der siebten Runde deswegen die Box aufsuchte.

Nach dem Boxenstopp und dem Aktivieren des DRS ging der Heckflügel wieder auf, Alonso musste erneut an die Box. Webber und Grosjean kamen in Runde acht an die Box. In der zehnten Runde stoppten Rosberg und Button.

In der zehnten Runde holte sich auch Vettel neue Reifen ab, zusammen mit Massa, Perez, Hamilton und Maldonado. Paul di Resta übernahm damit im Force India vor Kimi Räikkönen im Lotus die Spitze.

Die Abstände nach elf von 57 Runden: Di Resta 4,1 Sekunden vor Räikkönen, 8,2 auf Hülkenberg, 12,0 vor Bottas, 12,0 vor Vettel, 15,2 auf Webber, 21,0 auf Rosberg, 21,2 auf Button, 21,6 auf Massa und 22,2 auf Grosjean auf dem zehnten Rang. Hamilton 13. (+25,8), Alonso 15. (+34,9). Sutil 20. (+75,0).

In der zwölften Runde holte sich auch Hülkenberg neue Reifen ab, im 14. Umlauf di Resta. In derselben Minute schnappte sich Vettel am Ende der Start- und Zielgeraden Räikkönen und übernahm damit wieder die Führung. In Runde 17 stoppte Räikkönen und fiel auf Rang zwölf zurück. Damit führten die beiden Red Bull. Mit einem Reifenschaden hinten rechts musste Massa im 17. Umlauf an die Box kommen.

Rosberg und Perez suchten bereits in Runde 21 das zweite Mal die Box auf, Webber und Button folgten einen Umlauf später. Hamilton, der sich bei seinem Team per Funk über eine "schlechte Balance" beklagte, stoppte eine Runde später. Alonso suchte im 24. Umlauf die Box zum dritten Mal auf.

Vettel kam am Ende der 25. Runde zur Box - dabei war der Vorsprung so groß, dass er sogar vor dem zweitplatzierten Grosjean wieder zurück auf die Strecke kehrte. Grosjean wiederum holte sich in der 27. Runde neue Reifen ab.

Die Abstände nach 29 Runden: Vettel 12,9 Sekunden vor di Resta, 15,3 auf Räikkönen, 20,9 auf Webber, 25,3 auf Button, 25,8 auf Perez, 26,2 auf Rosberg, 27,5 auf Grosjean, 32,0 auf Hamilton und 37,7 Sekunden auf Alonso auf dem zehnten Rang. Hülkenberg 12. (+46,8), Massa 13. (+46,9), Sutil 17. (+77,3) vor Gutierrez (+79,9).

Auf den Positionen fünf und sechs liegend duellierten sich die beiden McLaren-Piloten äußerst hart. Dabei berührte Perez sogar einmal mit seinem Frontflügel den rechten Hinterreifen seines Teamkollegen, wodurch er ein Teil seines Frontflügels einbüßte, Button jedoch keinen Plattfuß.

Wenige Minuten später berührten sich die beiden sogar an den Rädern und Perez musste neben die Strecke fahren. Button funkte an sein Team: "Beruhigt diesen Kerl!"

In der 35. Runde kam Räikkönen zum wohl letzten Stopp an die Box. Vettels Team funkte seinem Fahrer unterdessen: "Du bist locker schnell genug, du kannst noch etwas langsamer machen". In der 37. Runde musste Massa abermals mit einem Reifenschaden hinten rechts die Box aufsuchen.

Nach Räikkönen holte sich in Runde 37 auch Webber zum letzten Mal neue Reifen ab. Der Australier kam neben Rosberg aus der Box, zwei Kurven später krachte es zwischen den beiden, als der Mercedes-Pilot mit dem Seitenkasten ein Rad des RB9 berührte.

Die Rennleitung kündigte eine Untersuchung nach dem Rennen an. Perez und Alonso wechselten die Pneus in Runde 39. Vettel steuerte zusammen mit Grosjean 15 Runden vor Ende die Box an.

Die Abstände zehn Runden vor Rennende: Vettel 9,6 Sekunden vor Räikkönen, 18,2 auf di Resta, 21,8 auf Grosjean (der in großen Schritten auf di Resta aufholte), 28,1 auf Webber, 29,5 auf Hamilton, 31,1 auf Alonso, 31,9 auf Perez, 45,2 auf Rosberg und 49,8 auf Button auf dem zehnten Rang. Massa 12. (+57,4), Hülkenberg 14. (+64,0), Sutil 15. (+79,1).

In der 51. Runde schnappte sich Hamilton Webber und lag damit auf dem fünften Rang. Einen Umlauf später schnappte sich Grosjean seinerseits di Resta im Force India und sicherte sich damit den letzten Platz auf dem Podium. Während Perez Alonso bei einem Überholmanöver neben die Strecke drängte, fuhr Vettel in 1:36.961 Minuten in Runde 55 die schnellste Runde.

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