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Grand Prix von Deutschland 2013

„Vettel musste voll attackieren“

Helmut Marko ist voll des Lobes, was die aktuellen Reifen anbelangt – das Rennen auf dem Nürburgring sei „eines der härtesten“ gewesen.

Nachdem Sebastian Vettel nach dem Start zum Großen Preis von Deutschland auf dem Nürburgring Polesetter Lewis Hamilton überholt hatte, deutete manches auf einen an der Spitze wenig spannenden Formel-1-Lauf hin. Allzu oft war Vettel in dieser Position ein einsames Rennen gefahren und seinen Verfolgern enteilt. Doch nicht so heute in der Eifel, wo sich vor allem die Lotus-Piloten Kimi Räikkönen und Romain Grosjean als überaus hartnäckige Verfolger erwiesen.

Letztlich behielt Vettel aber die Oberhand und siegte erstmals bei seinem Heimrennen. Erst nach der Zieldurchfahrt des Deutschen atmete Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko durch: "Das war eines der härtesten Rennen, an das ich mich je erinnern kann", sagt der Österreicher.

"Von der ersten bis zur letzten Runde musste er voll fahren, aber Vettel hat nicht den geringsten Fehler gemacht. Die ganze Crew bei uns, Boxenstopp, Strategie war bei Vettel optimal. Bis auf den Ausfall des KERS für zwei Runden. Das gesamte Team, alle Fahrer haben beim Heim-Grand-Prix von der ersten bis zur letzten Runde einen super Job gemacht", lobt Marko die Leistung von Red Bull Racing.

Einzige Wermutstropfen war der verpatzte Boxenstopp von Mark Webber, bei dem sich ein Reifen löste und einen Kameramann schwer verletzte: "Das Rad war nicht richtig befestigt und löste sich beim Beschleunigen", erklärt Marko hierzu. "Warum kann ich noch nicht sagen." Anschließend zeigte der Australier eine starke Aufholjagd, bei der er aber auch von der Safety-Car-Phase profitierte, als er sich zurückrunden konnte. "Das war sehr sehenswert", lobt Marko seinen Piloten. "Dann noch in der letzten Runde an Perez vorbeizufahren und Siebter zu werden. "

Voll des Lobes ist Marko auch über die neuen Pirelli-Reifen, nachdem der Österreicher zuvor einer der größten Kritiker der Italiener war. "Sie haben beweisen, dass sie sicher und berechenbar sind. Es war nicht ein abrupter Abfall, sondern er hat sich angekündigt. So soll ein Rennreifen sein", so der 70-Jährige. "Die Richtung, die Pirelli jetzt geht, ist die richtige. Die Reaktionen sowohl von der FIA als auch von Pirelli waren absolut richtig."

Allerdings waren die Reifen, die am Nürburgring verwendet wurden, nur ein einmaliges Produkt. Schon beim kommenden Rennen in drei Wochen am Hungaroring will Pirelli einen neuen Reifentyp liefern. "Darauf muss man sich einstellen, wie alle anderen auch", sagt Marko. "Ich weiß nicht, ob wir die in Silverstone schon einmal zum Probieren kriegen", sagt er mit Blick auf den Young-Driver-Test vom 17. bis 19. Juli in Silverstone.

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