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Grand Prix von Italien 2013

Mercedes knapp vor Ferrari

Mercedes-Pilot Lewis Hamilton eröffnet die Highspeed-Schlacht mit der Bestzeit im ersten freien Training, Ferrari-Pilot Alonso jedoch nur knapp dahinter.

Die wilde Jagd in Monza ist eröffnet. Im ersten Freien Training zum Großen Preis von Italien hat sich Mercedes stark präsentieren können. Lewis Hamilton sicherte sich am Vormittag in der ersten Session in 1:25.565 Minuten die knappe Bestzeit vor Fernando Alonso (Ferrari/+ 0,035 Sekunden). Mit geringen Rückständen folgten Nico Rosberg (Mercedes/+ 0,139) und Weltmeister Sebastian Vettel (Red Bull/+ 0,188) auf den Rängen drei und vier.

Bei angenehmen Temperaturen von rund 25 Grad Celsius und herrlichem Sonnenschein kam der Fahrbetrieb im ersten Freien Training nur langsam in Schwung. Bei Sommerwetter mussten die zahlreichen Tifosi lange auf erste Rundenzeiten warten. Die Teams blieben nach ihren Shakedown-Runden länger an der Box, weil die Strecke noch "grün" war und die Sonne den Asphalt rapide von 28 Grad bis auf 35 Grad aufheizte.

Als sich die Verhältnisse stabilisiert hatten, ging die wilde Hatz über die Highspeed-Strecke los. Während die Favoriten zunächst nicht auf schnelle Runden aus waren, setzte McLaren die ersten Duftmarken. Jenson Button (7./1:26.035 Minuten) markierte sofort fünf gute Runden am Stück, klagte dann aber über lästiges Übersteuern. Der Grund war schnell gefunden: Das DRS schloss nach Aktivierung nicht mehr richtig. "Es blieb an einem Karbonteil hängen, die Hydraulik war in Ordnung", sagt Teamchef Martin Whitmarsh.

Während der Reparatur am MP4-28 von Button konnte Teamkollege Sergio Perez (6./1:26.007) zunächst die Spitze übernehmen. Aber dann kamen die Favoriten. Zuerst setzte Vettel seine Marke bei einem schnellen Umlauf, dann ging Alonso vorbei, schließlich konnte Hamilton kontern. Phasenweise lagen die Spitzenleute innerhalb weniger als einer Zehntelsekunde zusammen. Interessant: Von außen betrachtet war Hamilton derjenige, der auf dem Weg zu einer guten Rundenzeit am meisten kämpfen musste.

Mit einem deutlich veränderten Flügelpaket ausgerüstet, war der Mercedes für den Ex-Champion zu Beginn nicht leicht zu bändigen. Vor allem die Stabilität auf der Bremse war offenbar nicht optimal. Hamilton schoss in den Bremszonen mehrfach über den Einlenkpunkt hinaus und musste vor allem in der ersten Schikane immer mal wieder durch den Notausgang manövrieren. Auch bei Alonso und Vettel staubte es manchmal, aber längst nicht so oft.

Während die beiden Mercedes-Piloten im Klassement auf den Rängen eins und drei nahe beisammen lagen, gab es bei den Fahrern der anderen Topteams (Ausnahme: McLaren) größere Unterschiede. Mark Webber (Red Bull/1:26.103) kam nicht über Rang acht hinaus, Felipe Massa (Ferrari/1:26.449) wurde sogar nur auf Platz 14 klassiert. Bei Ferrari gab es Vergleichsfahrten mit einem neuen Frontflügel. Alonso fuhr seine schnellste Zeit mit der neuen Variante, ließ aber anschließend dennoch zurückrüsten.

Ein Eindruck blieb aus dem ersten Training hängen: Ferrari kann sicherlich noch zulegen, bei Red Bull ist man nachmittags ohnehin meist erheblich schneller und bei Mercedes ist auch noch etwas drin. Hamiltons beste Runde war alles andere als sauber, daher darf man die drei besten Teams in der zweiten Session gemeinsam auf noch höherem Niveau erwarten. Womöglich kann auch McLaren in Monza pünktlich zum 50. Geburtstag des Teams besser mithalten. Und Lotus?

Beim Team von Gerard Lopez wurde am Morgen reichlich experimentiert. An diesem Freitag allerdings mal nicht mit dem passiven DRS, sondern unter anderem mit einem längeren Radstand. Kimi Räikkönen (5./1:25.941) fuhr die neue "Langversion" des E21 und war damit solide unterwegs. Romain Grosjean (12./1:26.295) konnte am Morgen nicht mithalten. Lotus ist beim speziellen Monza-Aerodynamikpaket extreme Wege gegangen. Das Hauptblatt des Heckflügels ist minimal klein.

Auch bei Williams hat man den Luftwiderstand minimiert. Dies hatte allerdings in der frühen Phase des Trainings für Pastor Maldonado (9./1:26.149) so seine Tücken. Der Venezolaner kämpfte mit Instabilität in den Bremszonen und rodelte mehrfach durch Dreck und Kies. Erst gegen Ende der Session konnte er seinen Teamkollegen Valtteri Bottas (16./1:26.802) in den Schatten stellen. Die beiden Toro-Rosso-Piloten zeigten sich solide auf den Plätzen zehn und 13. Jean-Eric Vergne und Daniel Ricciardo waren in den Top-Speed-Messungen weit vorne.

Während Esteban Gutierrez (Sauber/1:26.194) in der späten Phase des Trainings noch einen guten Sprung nach vorn machen konnte, blieb sein Teamkollege Nico Hülkenberg (18./1:27.224) mit Getriebesalat in der Box. Der Deutsche konnte plötzlich nicht mehr schalten und musste sein Auto vorzeitig abstellen. Wenig beeindruckend am Morgen: Force India. Rookie James Calado (17./1:27.041) machte seine Sache anständig, Paul di Resta (15./1:26.594) lag nur unwesentlich vor ihm. Calado, der am Nachmittag wieder Stammpilot Adrian Sutil weichen muss, war an der Messung mit 339 km/h der schnellste Mann des Morgens.

Das Ergebnis finden Sie über das Menü rechts oben.

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