Formel 1

Inhalt

Grand Prix von Singapur

Es gebe keinerlei Grund zur Depression

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff sieht die RBR-Mannschaft nach dem Grand Prix von Singapur nicht mehr als Konkurrenz, sondern als Vorbild.

Toto Wolff, Geschäftsführender Direktor des Mercedes-Teams, sieht Red Bull Racing nicht mehr in erster Linie als Konkurrent, sondern eher als Vorbild. Zu übermächtig sind die Österreicher aus der Sommerpause zurückgekommen mit drei Vettel-Siegen in drei Rennen. Nach Lewis Hamiltons Sieg beim Großen Preis von Ungarn am 28. Juli wollten die Silberpfeile in der zweiten Saisonhälfte eigentlich auf Titeljagd gehen, daraus wurde nichts. Stattdessen fährt man - wie alle anderen - in anderen Sphären als Sebastian Vettel.

Aus diesem Grund rudert Mercedes nun zurück und besinnt sich darauf, wo das Team noch vor einem Jahr stand: "Natürlich sind wir alle hier, um irgendwann die Weltmeisterschaft zu gewinnen, und es ist gut, dass wir die Latte für uns höher legen konnten", lobt Wolff. Es sei jedoch gefährlich, die Latte höher zu legen, da so das Level der Befriedigung immer schwerer zu erreichen sei. "Der Schritt in diesem Jahr war gewaltig, darauf können wir stolz sein", findet er gegenüber 'Autosport'.

Enttäuscht sei das Team nach der Deklassierung durch die Bullen in Singapur nicht: "Überhaupt nicht. Manchmal waren wir enttäuscht über die Plätze drei und vier, wie beispielsweise in Spa. Aber dann kommst du zurück ins Hotel und fragst dich plötzlich: 'Bin ich eigentlich noch ganz frisch?'", so Wolff. Es gebe keinerlei Grund zur Depression, weil der große Schritt seit dem Vorjahr eigentlich schon Ehre genug sei, gibt der Österreicher zu bedenken.

Stattdessen erklärt Wolff Red Bull Racing plötzlich zum Vorbild für das eigene Team: "Das war ja so eine dominante Performance mit einem Auto! Für uns ist das etwas, das wir in den nächsten Jahren auch erreichen wollen." Genaue Vorstellungen, wie das zu bewerkstelligen ist, hat Mercedes aber offenbar noch nicht. Die grundlegende Frage sei deshalb, warum Red Bull Racing so stark ist: "Diese Antwort suchen wir", erklärt Wolff.

Drucken
Die Tops & Flops Die Tops & Flops Zu hohe Strafe für Webber? Zu hohe Strafe für Webber?

Ähnliche Themen:

04.07.2016
GP von Österreich

Toto Wolff hat die Nase voll von teaminternen Kollisionen, Hamilton und Rosberg müssen sich auf eine Mercedes-Stallregie einstellen.

21.06.2015
GP von Österreich

Zwar konnte sich Vettel im Ferrari als Dritter qualifizieren, jedoch hätte Mercedes mit mehr Gegenwehr gerechnet. Trotzdem kein „sicheres Gefühl“.

21.03.2014
Formel 1: News

Die Berufungsverhandlung nach der Disqualifikation von Red-Bull-Racing-Pilot Daniel Ricciardo ist fixiert: Die Anhörung findet am 14. April in Paris statt.

Grand Prix von Singapur

Nachberichte

+ Sonntag

+ Samstag

+ Freitag

+ Vorberichte

Nierenschwellung IAA 2019: BMW Concept 4

Einen Design-Vorgeschmack auf das nächste BMW 4er Coupé bietet der bayerische Hersteller auf der IAA 2019 mit dem "BMW Concept 4".

Motorrad-WM: Misano Großer Rückstand für Jorge Lorenzo

Der Spanier verlor in Misano über 47 Sekunden auf seinen Teamkollegen Márquez, erwartet aber eine Steigerung bei den Asien-Rennen.

Auf großer Fahrt BMW R 1250 GS - Reise-Enduro im Test

Entspanntes Reisen über längere Strecken ist die Domäne des erfolgreichsten BMW Boxer-Modells, der großen Enduro R 1250 GS. Im Test.

WRC: Türkei-Rallye Doppelführung für Citroën am Freitag

Esapekka Lappi und Sébastien Ogier bestimmen in der Türkei das Tempo; Neuville Dritter; alle Toyotas über eineinhalb Minuten zurück.