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Grand Prix von Singapur

Merkwürdige Motorengeräusche

Giancarlo Minardi meint, er hätte beim Grand Prix von Singapur ein seltsames Verhalten an Sebastian Vettels Wagen beobachtet.

Die Dominanz von Sebastian Vettel beim Großen Preis von Singapur hat viele am vergangenen Sonntag überrascht und auch schockiert. Mehr als 30 Sekunden Vorsprung fuhr der RBR-Pilot heraus, obwohl gegen Rennmitte das Safety-Car im Einsatz war und es der Deutsche am Ende ruhig angehen ließ. Zeitweise war Vettel rund drei Sekunden schneller als die Konkurrenz. Natürlich hat diese Performance wieder Spekulationen aufgeworfen und alle fragen sich, wie der dreifache Weltmeister so überlegen sein konnte.

Interessante Einblicke gibt jetzt Ex-Teamchef Giancarlo Minardi, der das Rennen vor Ort besucht hat, auf seiner Website. Dem Italiener sind nämlich einige Dinge aufgefallen, die ihm etwas seltsam vorkommen. Von einem Punkt am Ende der Start- und Zielgeraden aus beobachtete er das Geschehen. "Ich hatte mir einige markante Dinge als Referenzpunkt gesetzt um den Fahrstil der Fahrer zu beobachten und zu vergleichen." Minardis Referenzpunkt waren an diesem Tag die Randsteine in Kurve drei, die auf den Republic Boulevard führt.

"Ich war von Vettels sauberem Fahrstil auf diesem Teilstück beeindruckt", schildert Minardi. "Er konnte den ganzen Abschnitt fahren ohne Korrekturen vorzunehmen - im Gegensatz zu seinen Konkurrenten (auch seinem Teamkollegen)." Dadurch sei der RBR-Pilot auch in der Lage gewesen, im letzten kurvenreichen Sektor die schnellsten Rundenzeiten hinzulegen. Doch nun wird es aus Minardis Sicht interessant, der weiterhin Kurve drei im Blick hatte.

"In demselben Abschnitt war Sebastian in der Lage, 50 Meter vor allen anderen zu beschleunigen, inklusive Webber. Während alle anderen Fahrer am gleichen Punkt beschleunigt haben, konnte Vettel schon vor ihnen durchstarten." Besonders die Geräusche des Motors haben den ehemaligen Teamchef dabei ziemlich überrascht. "Der Renault-Motor des Deutschen heulte wie kein anderes französisches Aggregat auf der Strecke, auch nicht wie der von Mark."

"Der Sound war ähnlich zu jenem Sound, den der Motor gemacht hat, als die Traktionskontrolle vor einigen Jahren gegriffen hat", wundert sich Minardi. Und was den 66-Jährigen dabei besonders stutzig gemacht hat, ist Folgendes: "Das Geräusch war nur zu hören, wenn Vettel seine exzellenten Performances abgeliefert hat." Nach der Safety-Car-Phase konnte der Deutsche seinen Rivalen beispielsweise sofort wegziehen. "In diesen Momenten war der Renault-Motor kraftvoller als jeder andere."


All diese Faktoren hätten letztendlich zusammengespielt, und so zu dem großen Abstand von Sebastian Vettel gegenüber allen anderen Fahrern geführt. Da seine Beobachtungen für ihn viele offene Fragen gelassen haben, würde Minardi gerne die Antworten erfahren. Besonders die Tatsache, dass so große Unterschiede zu Teamkollege Mark Webber aufgetreten sind, kann sich der Italiener nur schwer erklären.

Gleichzeitig möchte Minardi Sebastian Vettel und Red Bull Racing natürlich nicht ihre Klasse absprechen: "Es ist nicht meine Intention, Sebastian Vettel abzuwerten, der seinen RBR immer bestmöglich unter Kontrolle hat", fügt er an. "Ich möchte auch niemanden damit angreifen, ich möchte einfach nur mitteilen, was ich persönlich gesehen und gehört habe während der drei Tage."

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