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Grand Prix von Ungarn 2013

„Wir gewinnen und verlieren gemeinsam“

Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo präzisierte seine Vorwürfe in Richtung Fernando Alonso, streut dem Spanier aber zugleich Rosen…

Zu Beginn der Woche nahm sich Luca di Montezemolo seines Starfahrers Fernando Alonso an und wies ihn am Telefon darüber zurecht, dass öffentliche Kritik am Rennstall aus Maranello unangebracht sei. Wenige Tage später präzisiert der Ferrari-Präsident seine Sichtweise der Dinge.

"Fernando ist ein großartiger Fahrer und ich verstehe ihn. Er ist ein bisschen wie ich, er will gewinnen", führt Montezemolo im Gespräch mit der italienischen Tageszeitung Corriere della Sera aus. Die von Alonso im Anschluss an Platz fünf beim Grand Prix von Ungarn öffentlich vorgetragene Kritik hält der Italiener nach wie vor für unangebracht: "Mir gefielen einige Verhaltensweisen, ein paar Worte und einige Wutausbrüche nicht."

Aus diesem Grund habe er "alle - und dies bezieht die Fahrer mit ein - daran erinnert, dass Ferrari vor allem anderen kommt. Das Team hat Vorrang", so Montezemolo, der Alonso ans Herz legt: "Er muss sich im Klaren darüber sein, dass wir gemeinsam gewinnen und gemeinsam verlieren."

Präsident nimmt Team in die Pflicht

Gleichzeitig fordert der Ferrari-Präsident das Team auf, keinesfalls nachzulassen. So müsse Alonsos Forderungen, die sich mit Montezemolos eigenen Forderungen decken, so schnell wie möglich nachgekommen werden. "Ferrari muss ihm ein Auto hinstellen, mit dem er aus den ersten zwei Startreihen losfahren kann. Zu sehen, dass unser Auto nicht wettbewerbsfähig ist, gefällt mir überhaupt nicht", sagt der Italiener und gesteht, dass er zunächst nicht so recht wusste, wo er mit seiner Kritik ansetzen sollte.

"Wir haben die Saison stark begonnen. Wir hatten ein wettbewerbsfähiges Auto, das vielleicht sogar als das beste im Feld angesehen wurde. Doch dann passierte etwas. Anstatt weitere Fortschritte zu machen, haben wir uns rückwärts entwickelt. Meine Schlussfolgerung ist daher folgende: Die Fehler verstehen, sie beheben und das Auto nach dieser sorgfältigen Analyse in die richtige Richtung weiterentwickeln", formuliert der Ferrari-Präsident den Schlachtplan für die zweite Saisonhälfte und beschreibt diese als "Rückrunde".

Hoffnung auf zweite Saisonhälfte

"Ich mag die Pause nicht, aber wir müssen sie hinnehmen", spricht Montezemolo auf die vom Reglement vorgeschriebene zweiwöchige Schließung der Fabrik in Maranello an und blickt auf die anstehenden Grands Prix in Belgien (25. August) und Italien (8. September) voraus: "Spa und Monza sind zwei Strecken, die der Charakteristik unseres Autos entgegenkommen sollten. Die Voraussetzungen für ein starkes Signal der Rückmeldung sind gegeben. Darüber hinaus erwarte ich von unseren Ingenieuren, dass sie zeigen, weshalb sie hier sind."

So wünscht sich der Ferrari-Präsident von seiner Truppe eine ähnlich starke Leistung wie in der Schlussphase der Saison 2012 - nur mit anderem Ausgang: "Wir sollten nicht vergessen, dass Alonso beim letzten Rennen des vergangenen Jahres ein paar Runden lang der virtuelle Weltmeister war - und das am Steuer eines Ferrari und nicht mit irgendeinem Auto. Das zeigt, dass dieses Team weiß, wie man vorn mitfährt."
Die Tops & Flops Die Tops & Flops Ferrari  fühlt sich benachteiligt Ferrari fühlt sich benachteiligt

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