Formel 1

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Inhalt

Grand Prix von Monaco 2013

Niki Lauda: „Grosjean-artig"

Sergio Perez steht im Kreuzfeuer der Kritik, weil er sich beim GP von Monaco wiederholt mit der Brechstange seinen Weg durch das Feld bahnte.

Schnell ist er. Doch seit einigen Rennen fällt Sergio Perez auch durch große Aggressivität auf. Wie zum Beispiel beim Großen Preis von Bahrain, als er sich über Runden hinweg ein Scharmützel mit seinem McLaren-Teamkollegen Jenson Button lieferte. In Monaco legte sich Perez mit vielen Rivalen an. Und dabei zog sich der mexikanische Rennfahrer auch den Unmut seiner jeweiligen Gegner zu.

Kimi Räikkönen (Lotus) hat jedenfalls eine klare Meinung zu Perez und dessen Fahrstil. "Sergio hat überhaupt keine Ahnung, was da vor sich geht. Aggressiv fahren ist ja in Ordnung, aber dumm fahren? Er verlässt sich darauf, dass die Leute vor ihm alles tun, um einen Unfall zu vermeiden. Das ist ja auch nicht das erste Mal. Es ist sehr enttäuschend, wenn so einer mitfährt", meint der Finne.

Warum Räikkönen nicht gut auf Perez zu sprechen ist? Letzterer wollte sich den "Iceman" an der Hafenschikane auf der Innenseite schnappen, aber da war kein Platz. Prompt flogen erstmals die Fetzen. Und wenig später kam es erneut zu einer Berührung, die Räikkönen sogar zu einem zusätzlichen Boxenstopp zwang. Räikkönen knurrte am Funk und schimpfte: "Dieser Idiot!"

Und nach dem Rennen schickte er noch hinterher: "Vielleicht braucht er mal eine Backpfeife, damit er es versteht." Formel-1-Experte Niki Lauda denkt ähnlich: "Perez muss mal vor die Stewards geholt werden. Mit ihm muss man ein ernstes Wort reden, weil er andere Autos beschädigt und sich selbst auch. Da muss man ihn schon ermahnen, denn da gehört Vernunft dazu", meint der Ex-Rennfahrer.

Das, was Perez in Monte Carlo gezeigt habe, sei "Grosjean-artig" gewesen, erklärt Lauda. Was da wohl Lotus-Teamchef Eric Boullier dazu sagt, dessen Pilot Romain Grosjean in Monaco ebenfalls (und wieder einmal) negativ aufgefallen ist? Das hier: "Wir hoffen, die FIA und die Rennleitung handeln, um ein so aggressives Verhalten in Zukunft zu vermeiden. Sein Manöver hat unser Rennen ruiniert."

Perez selbst ist sich natürlich keiner Schuld bewusst: "Kimi hat mir überhaupt keinen Platz gelassen", sagt er über die Szene, als er in der Hafenschikane an die Bande klatschte. "Wenn jemand den Unfall hätte vermeiden können, dann Kimi, nicht ich. Unterm Strich musst du doch jedem etwas Raum lassen." Also genau so, wie es die McLaren-Piloten dieses Mal untereinander getan haben.

Obwohl es gleich mehrfach sehr eng zuging, sieht Button keinen Grund, seinen Teamkollegen Perez zu kritisieren. "Es ist nichts im Vergleich zum letzten Mal", sagt Button im Hinblick auf die Ereignisse von Bahrain. "Damals waren viele Emotionen im Spiel. Hier ist Checo einfach ein gutes Rennen gefahren. Er hat toll überholt, wenn man mal von seinem letzten Manöver absieht" - das gegen Räikkönen.

Wenig später schied Perez aus. "Schade ist halt, dass wir am Ende nicht mehr Punkte für das Team geholt haben", meint Button. Ansonsten könne er nicht klagen. "Wir hatten einen tollen Kampf. Sergio ist schnell. Das hat er heute wieder gezeigt. Mutig ist er ebenfalls. Es war eng mit ihm, aber okay. Wir sind ja nicht miteinander kollidiert." Eine kleine Schrecksekunde musste Button trotzdem überstehen.

Als Perez an Button vorbeizog (Schauplatz war wieder einmal die Hafenschikane) traute Button schier seinen Augen nicht: "In meinen Rückspiegeln sah ich nur Qualm. Und das hat mich etwas erschreckt. Ich ließ ihm Platz und dachte, er würde geradeausschießen. Er schaffte es aber, das Auto zu verzögern und kam auch durch die Kurve. Das war gut." Und konsequent. Wenn auch sehr aggressiv...

Red Bull Racing und Ferrari protestieren Red Bull Racing und Ferrari protestieren Rennbericht Rennbericht

Ähnliche Themen:

Grand Prix von Monaco 2013

Nachberichte

+ Sonntag

+ Samstag

+ Donnerstag

+ Vorberichte

Weitere Artikel

Die Messe ist abgesagt, die Premieren aber bleiben nicht aus

Genfer Autosalon: Alle Ankündigungen

Auch ohne Messe: Die Neuigkeiten dieser Tage sind zahlreich, der Reigen an Premieren farbenprächtig. Hier eine Zusammenstellung aller Neuheiten "aus Genf".

Denny Hamlin gewinnt den Nascar-Klassiker im Fotofinish vor Ryan Blaney, Ryan Newman zeitgleich nach einem Überschlag im Krankenhaus.

So starten Sie sicher in die neue Motorrad-Saison

Auswintern, aber richtig

Wenn der Frühling naht, kehren die Motorräder auf die Straßen zurück. Aber bitte nicht ohne korrektes "auswintern".

Ein 48-Volt-Startergenerator liefert 11 Extra-PS

BMW X5 und X6 mit Hybrid-Diesel

Neue Antriebsvariante mit 250 kW/340 PS und einem maximalen Drehmoment von 700 Nm für die neuen Modelle BMW X5 xDrive40d und BMW X6 xDrive40d.