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Grand Prix von Bahrain 2013

Gonzalez vor Freitagsdebüt bei Marussia

Nach dem soliden Auftritt in China erhofft sich Marussia in Bahrain Bestätigung. Rodolfo Gonzalez ist erstmals im Freitagseinsatz.

Ein paar Runden weniger und Marussia wäre beim Großen Preis von China einer Überrundung entgangen. Das stimmt den russisch-britischen Rennstall zuversichtlich, in Bahrain weitere Fortschritte machen zu können. Verstärkung erhalten die beiden Marussia-Stammpiloten dann von Rodolfo Gonzalez, dem dritten Fahrer des Teams.

Der aus Venezuela stammende Rennfahrer übernimmt im ersten Freien Training das MR02-Auto von Bianchi und bestreitet damit seinen ersten von mehreren Freitagseinsätzen für Marussia. Er meint: "Ich freue mich sehr über die Möglichkeit, mein erstes Freies Training zu bestreiten. Es wird ein schönes Gefühl sein, wieder im Auto zu sitzen. Vor allem natürlich, wo es sich dabei um ein Formel-1-Fahrzeug handelt."

"Dank meiner früheren Formel-1-Erfahrungen (Anm.: er testete im Vorjahr bei Force India) fühle ich mich wohl und bereit. Ich liebe den Kurs. Im ersten Freien Training dürfte es zwar noch sehr staubig sein, aber es macht sicher viel Spaß.", erklärt Gonzalez. Er danke seinem Team für das Vertrauen, das in ihn gesetzt werde. "Die Mannschaft hat mich jedenfalls toll willkommen geheißen", sagt der Nachwuchspilot.

Teamchef John Booth zeigt sich ebenfalls gespannt: "Wir freuen uns, unseren dritten Fahrer Rodolfo erstmals in dieser Saison ins Fahrzeug zu setzen. Er wird am Vormittag statt Jules fahren und im weiteren Jahresverlauf noch bei weiteren Rennen eine Chance bekommen. Wir wünschen ihm alles Gute und freuen uns auf seine erste Gelegenheit, sein Leistungsniveau im MR02 auszuloten."

Generell wolle man in Bahrain an die zuletzt "gute Form" aus den jüngsten Rennen anknüpfen und zum Abschluss der Übersee-Phase eine ordentliche Leistung zeigen. "Der Kurs in Bahrain stellt aber eine andere Herausforderung dar als Schanghai", meint Booth. "Beide Fahrer sind hier allerdings schon in den Nachwuchsklassen angetreten. Faktoren wie die Bedingungen sind also keine Unbekannten für sie."

"Aus Teamsicht müssen wir am richtigen Setup-Kompromiss arbeiten, um mit dem Gripniveau und der Kühlung klarzukommen. Der Asphalt in Bahrain kann sehr aggressiv sein. Es wird interessant, wie sich an diesem Wochenende die Reifensituation darstellt", erklärt der Marussia-Teamchef. Für seine Mannschaft gehe es bei der vierten Saisonstation darum, die jüngsten Entwicklungen zu bestätigen.

"Außerdem wollen wir ein klareres Bild davon bekommen, wo wir im Vergleich zu den Autos vor uns stehen", sagt Booth. Zumindest Bianchi war Williams in China ziemlich nahe gekommen. Der junge Franzose ist auch sehr angetan von seinem jüngsten Auftritt: "Während des Rennwochenendes in China habe ich vieles gelernt. Es war in vielerlei Hinsicht ein sehr anstrengendes Rennen", meint er.

"Als ich über die Ziellinie kam, hatte ich aber ein viel besseres Verständnis vom MR02 und den Reifen. Es ist noch früh, doch ich fühle mich nun deutlich wohler mit dem Auto, der Richtung, die wir als Team eingeschlagen haben, und meiner persönlichen Entwicklung. Bisher hatten wir wirklich ein gutes Tempo", erklärt Bianchi. Daraus wolle man so bald wie möglich Kapital schlagen.

Bianchi weiter: "Obwohl jetzt nur eine Woche Pause war, sollte uns dieses Rennen die Chance bieten, unsere Fortschritte mit den Zwischenstufen unserer Updates zu konsolidieren. Und danach geht es weiter in Europa. Bahrain markiert also das Ende der Übersee-Phase zu Saisonbeginn. Es ist eine Rennstrecke, auf die ich mich freue. Sie weist nämlich ein paar schwierige Passagen auf."

"Die sehr hohen Temperaturen und die Bedingungen allgemein machen es noch anstrengender. Es kann dort auch sehr windig sein", sagt der Marussia-Stammpilot und fügt hinzu: "Ich kenne den Kurs aus der GP2 und habe also schon ein paar Erfahrungen in Bahrain gemacht. Es ist gut, wieder zurück zu sein. Ich bin gespannt, was wir dort erreichen können." Ähnlich erfreut klingt auch sein Teamkollege.

"Es ist gut, direkt nach China schon in Bahrain zu fahren", meint Tom Chilton. "Wir haben das vergangene Wochenende positiv beschlossen. Die kurze Pause zwischen den Rennen hilft uns, diesen Schwung mitzunehmen. Ich bin schon ein paar Mal auf dem Bahrain International Circuit angetreten. Ich weiß, dass es ein toller Kurs ist. Er verfügt über einige fordernde Passagen."

"Es handelt sich um eine der Strecken, die sich im Verlauf eines Wochenendes ständig verändern. Wichtig ist daher, schon im Freien Training einen guten Start zu erwischen, um eine gute Grundabstimmung für alle weiteren Sessions zu haben", erklärt der britische Rennfahrer und merkt an: "Die Updates, die wir in China eingeführt haben, haben sich als ein guter Fortschritt erwiesen."

"Hoffentlich bekommen wir an diesem Wochenende weitere Vorzüge dieser Maßnahmen zu spüren. Alles in Allem bin ich recht zuversichtlich, dass sich die Dinge in die richtige Richtung bewegen. Ich freue mich schon darauf, an unsere jüngsten Leistungen anzuknüpfen", sagt Chilton. Auf Punkte wartet Marussia übrigens weiterhin. Platz 13 aus Malaysia (Bianchi) ist das bis dato beste Saisonergebnis.

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