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Grand Prix von Österreich 2014

Streit um Lustbarkeitsabgabe

Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz, der die Region Spielberg mit dem Formel-1-Rennen fördert, wehrt sich gegen die von der Gemeinde geforderte Vergnügungssteuer.

Die Euphorie, die der Grand Prix von Österreich auslöste, war enorm. 225.000 Zuschauer strömten nach Spielberg, um sich das Comeback der Formel 1 in der Obersteiermark anzusehen. Vergessen war kurz der Streit zwischen den Anrainern und Red Bull um die Lärmbelästigung, der jahrelang um die Rennstrecke tobte.

Doch jetzt gibt es wieder politische Diskussion: Kernthema ist die sogenannte Lustbarkeitsabgabe - eine Steuer, die der Veranstalter an die Gemeinde zahlen muss, wenn sein Event dazu geeignet ist, die Besucher zu unterhalten. Eine Bedingung, die beim Grand Prix definitiv gegeben war.

Die Gemeinde Spielberg hätte also gerne vier Millionen Euro, doch der Veranstalter Projekt Spielberg ist damit nicht einverstanden. Schließlich liegt es im Ermessen der Gemeinde, die Steuer zwischen 0 und 25 Prozent der eingenommenen Eintrittsgelder festzulegen - bei den geforderten vier Millionen Euro wären das die maximalen 25 Prozent.

Das Projekt Spielberg dürfte ein Gegenangebot gestellt haben, das aber nur einem Bruchteil der vier Millionen Euro entspricht. Nun herrscht dicke Luft. Fakt ist: Theoretisch könnte die Gemeinde auch auf die Lustbarkeitssteuer verzichten, wie dies bei anderen Großveranstaltungen wie dem Nachtslalom in Schladming der Fall ist. Dort löst man die Situation so, dass der Österreichische Skiverband ein Projekt in der Region mit 1,5 Millionen Euro fördert.

Auch eine derartige Lösung wird derzeit angedacht. Spielbergs Vizebürgermeister Bernd Liebminger von der ÖVP erklärt gegenüber der Kleinen Zeitung die Zwickmühle, in der man sich derzeit befindet: "Unsere Gemeinde ist nicht mit Geld gesegnet, andererseits wollen wir Herrn Mateschitz nicht vergraulen."

Und der hat die Region mit seinem Projekt "Werkberg" gefördert, das Anrainern im Vorfeld des Rennens die Möglichkeit gab, ihre Häuser zu sanieren, Arbeitsplätze geschaffen und die komplette Formel-1-Lizenzgebühr bezahlt, wodurch keine Steuergelder in Anspruch genommen wurden. Dafür ist die Region dem Mäzen dankbar. Im Standard ist nun davon die Rede, dass man sich auf einen Kompromiss von einer Millionen Euro Lustbarkeitsabgabe einigen könnte.

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