Formel 1

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Inhalt

Grand Prix von Australien 2014

„Team entschied, Korrektur nicht vorzunehmen“

Die FIA erklärt, Red Bull Racing habe während des Rennens die Aufforderung ignoriert, am Wagen von Ricciardo die Durchflussmenge zu reduzieren.

Daniel Ricciardo kam beim Grand Prix von Australien in Melbourne hinter Mercedes-Pilot Nico Rosberg auf Platz zwei ins Ziel. Doch der Australier wurde disqualifiziert, weil die Rennkommissare an seinem Red Bull eine "beständige" Überschreitung der in diesem Jahr vorgeschriebenen Benzindurchflussmenge von 100 Kilogramm pro Stunde feststellten.

Der Durchflussmengen-Sensor (Fuel-Flow-Meter) am Auto von Ricciardo wurde vor dem dritten Freien Training am Samstag gewechselt, weil er während der Freitagstrainings widersprüchliche Werte geliefert hatte. Nach dem Qualifying wurde RBR seitens der FIA angewiesen, den ursprünglichen Sensor wieder einzubauen. Der Grund: Der Automobil-Weltverband beschrieb die Werte des Ersatzsensors als "unbefriedigend".

Die FIA gibt vor, das Team angewiesen zu haben, "die Durchflussmenge für das Rennen herabzusetzen", um sicherzustellen, dass das Auto legal ist. In diesem Zusammenhang akzeptierte man, dass die beiden am Auto von Ricciardo eingesetzten Sensoren "unterschiedliche Werte" lieferten. Weil RBR den Sensor als unzuverlässig erachtete, entschied man sich - unter Berücksichtigung der Vorgaben der FIA - die Durchflussmenge im Rennen selbst zu messen.

Laut FIA-Statement war die Durchflussmenge trotzdem zu hoch: "Der technische Bevollmächtigte der FIA stellte anhand der Telemetriedaten während des Rennens fest, dass die Durchflussmenge zu hoch war. Daraufhin nahm er Kontakt zum Team auf, um so die Möglichkeit einzuräumen, seine zuvor erteilte Anweisung zu befolgen und die Durchflussmenge soweit zu reduzieren, dass sie innerhalb des vom homologierten Sensor vorgegebenen Limits liegt."

"Das Team entschied, diese Korrektur nicht vorzunehmen", so der weitere Wortlaut im FIA-Statement. Des Weiteren brach Red Bull Racing laut FIA eine technische Direktive, indem man entschied, die Durchflussmenge "ohne Anweisung durch die FIA" selbst zu messen.

"Wenngleich der ursprüngliche Sensor während des ersten Freien Trainings widersprüchliche Werte lieferte, so bleibt er dennoch der homologierte und vorgeschriebene Sensor, der für die Messung der Durchflussmenge zuständig ist. Es sei denn, die FIA erlaubt ein anderes Vorgehen", so das Statement des Automobil-Weltverbands weiter.

RBR hat die FIA wissen lassen, gegen die Entscheidung Protest einzulegen: "Im Verlauf des Wochenendes gab es in der gesamten Boxengasse Ungereimtheiten im Zusammenhang mit dem Durchflussmengen-Sensor. Das Team und Renault sind zuversichtlich, dass der Sprit voll und ganz im Rahmen der Regeln dem Motor zugeführt wurde."

RBR: Durchflussmenge war legal RBR: Durchflussmenge war legal Mercedes: 100. GP-Sieg Mercedes: 100. GP-Sieg

Ähnliche Themen:

Grand Prix von Australien 2014

+ Nachberichte

Sonntag

+ Samstag

+ Freitag

+ Vorberichte

Weitere Artikel

160.680 Besucher zählte das Messedoppel Vienna Autoshow und Ferien-Messe von 15. bis 19. Jänner 2020 in der Messe Wien, das Resümee der Veranstalter fällt positiv aus.

Diese Reise ist völlig verrückt: Ein Ehepaar aus der Lüneburger Heide hat sich im Juli 2019 auf den Weg nach Japan gemacht. Nicht mit dem Flugzeug, sondern in ihrem heißgeliebten Ro80 von 1973.

Auch wenn einige Navigationsfehler einen Podestplatz gekostet haben, nicht zuletzt wegen der tragischen Unfälle hält sich Walkners Enttäuschung in Grenzen.

Kaum Sound, viel Fun

Harley-Davidson LiveWire - im Test

Die Harley-Davidson LiveWire zoomt sich mit 106 PS in verhalten surrenden drei Sekunden auf 100 km/h. Wir testen die erste Elektro-Harley.