Formel 1

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Grand Prix von Australien 2014

Die Tops & Flops aus Melbourne

Top waren Rosberg, Magnussen/McLaren, Kvyat/STR, Ricciardo und Williams. Flops lieferten RBR, Perez und Lotus. Extra-Flop: Der Motoren-Sound!

Michael Noir Trawniczek

Ein seltsamer, ungewöhnlicher Saisonauftakt kündigte sich an – herausgekommen ist aber ein relativ normales, ja sogar mittelmäßiges Rennen.

Vallteri Bottas hätte für seine kämpferischen Manöver ein Top verdient, doch der Mauerkuss war völlig entbehrlich. Kamui Kobayashi konnte mit dem Caterham das zweite Qualifying-Stechen erreichen, ein tolles Comeback kündigte sich an – doch dann wurde der Japaner zum „Start-Rüpel“. Allerdings sollte man wissen, dass Kobayashi wegen ausgefallener Bremsen in das Heck von Felipe Massa krachte zuvor jedoch hat der Caterham-Pilot bereits Kimi Räikkönen angerempelt…

Extra-Flop: Der Sound

Die Szene war bezeichnend: Force India-Teamchef Vijay Mallya steht an der Boxenmauer- als er eine TV-Kamera sieht, schreit er: „Das ist nicht der Sound der Formel 1“. Und: Man hat es hören können, was bei den alten V8-Saugermotoren niemals möglich gewesen wäre. Schwer vorstellbar, dass man diese Szene geplant hat – wobei: Möglich ist in der Formel 1 alles. Und Bernie Ecclestone macht keinen Hehl daraus, was er von dem Sound der neuen Turbomotoren hält. Der Sound ist tatsächlich einer Formel 1 unwürdig…

Top: Rosberg - alles richtig gemacht

Nico Rosberg hat alles richtig gemacht und daher einen verdienten Sieg feiern können. Für das Pech von Lewis Hamilton kann er nichts. Mercedes hätte auch ein Top verdient – doch im Rennen selbst hat man das Auto von Hamilton aufgrund technischer Probleme verloren. Doch Mercedes wird noch viele Tops erringen in dieser Saison…

Top: Magnussen & McLaren – Sensationsdebüt

Kevin Magnussen hat vielleicht einen Vorteil: Er kennt nur die aktuellen Formel 1-Autos, konnte sich so vielleicht auch leichter anpassen. Doch das soll seine Leistung in keiner Weise schmälern. Hier ist wohl ein künftiger Champion am Werk. Bezeichnend, dass bei der Rückkehr von Ron Dennis gleich einmal ein Podium errungen wurde – im Vorjahr war dies McLaren nicht vergönnt.

Top: Kvyat & Toro Rosso – guter Einstand

Der junge Russe Danyl Kvyat hat ebenso wie Magnussen einen guten Eindruck hinterlassen und seinen renommierten Teamkollegen in den Schatten stellen können. Toro Rosso kam mit der „Renault-Bürde“ sehr gut zurecht.

Top: Ricciardo - schuldlos

Da er völlig schuldlos an seiner Disqualifikation ist, hat Daniel Ricciardo ein Top verdient. Das war ein Weltklasseeinstand bei Red Bull Racing. Schade, dass die Formel 1 mit der undurchsichtigen Disqualifikation gleich für weitere Negativschlagzeilen gesorgt hat – vor allem natürlich in Australien.

Top: Williams – Chance genützt

Auch wenn aufgrund verschiedener Umstände kein adäquates Resultat herausgeschaut hat: Williams hat die Chance genützt, hat ein solides, schnelles Auto um den Mercedes-Motor gebaut - zudem ist das Auto wunderschön.

Flop: RBR - Nullrunde

Es hätte viel schlimmer kommen können, denn im Vergleich zu den Testfahrten hat Red Bull Racing gut ausgesehen. Dennoch brachte man letztendlich kein Auto ins Ziel beziehungsweise in das Endresultat.

Flop: Perez - Schattenmann

Im Vergleich zu Nico Hülkenberg stand Sergio Perez völlig in dessen Schatten. Obwohl er im Rennen zunächst abgeschossen wurde…

Flop: Lotus - Abstieg

Aus dem einstigen Siegerteam wurde ein „Hinterbänklerteam“ – zumindest vorerst. Man darf gespannt sein, ob sich die Briten wieder erholen können.

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