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Grand Prix von Australien 2014

Mercedes dominiert das zweite Training

Bestzeit für Nico Rosberg im letzten Training vor dem Qualifying in Melbourne, vor Jenson Button und Fernando Alonso.

Im Abschlusstraining zum Grand Prix von Australien in Melbourne setzte das Mercedes-Team seine Dominanz vom Freitag fort. Nico Rosberg erzielte in 1:29.375 Minuten Bestzeit und hatte am Ende der einstündigen Session 1,391 Sekunden Vorsprung auf Jenson Button (McLaren). Lewis Hamilton (Mercedes) wurde Vierter - allerdings nur, weil er sich auf seiner schnellsten Runde mit weichen Reifen einen Fahrfehler erlaubte und von der Strecke abkam. Auf harten Pneus war er zuvor noch überlegen Schnellster gewesen.

Mercedes demonstrierte die derzeitige Überlegenheit auf eindrucksvolle Art und Weise und geht damit als klarer Favorit ins bevorstehende Qualifying auf dem 5,303 Kilometer langen Albert Park Circuit. Als Sportchef Toto Wolff Rosberg fragte, wie es denn gewesen sei, antwortete dieser nur mit einem zuversichtlichen Lächeln - und auch Hamilton weiß, dass er sich trotz seines Fahrfehlers keine Sorgen machen muss.

Die haben nämlich andere, zum Beispiel Lotus. Pastor Maldonado rollte am Ende der Session erneut mit Problemen aus, blieb damit auf Platz 18 stecken. Teamkollege Romain Grosjean schaffte keine einzige gezeitete Runde und brachte seinen Groll mit Funksprüchen wie "Nichts ist gelöst" oder "Das Auto ist schrecklich" zum Ausdruck. Als er später Fehlzündungen meldete und der Renningenieur ihm riet, trotzdem draußen zu bleiben, ignorierte er diesen Befehl - und zwar merklich verärgert.

Auch Ex-Lotus-Pilot Kimi Räikkönen startete mit einem Kopfschütteln in den (erst bewölkten, dann sonnigen) Tag, als sein Ferrari wegen eines Funkproblems nicht fahrbereit war. Am Ende sicherte er sich mit 1,781 Sekunden Rückstand den siebten Platz - erneut hinter seinem Teamkollegen Fernando Alonso (3./1,501). Dazwischen reihten sich noch Daniel Ricciardo (Red Bull Racing/+1,595) und Nico Hülkenberg (Force India/+1,603) ein.

Weltmeister Sebastian Vettel schaffte wieder 14 Runden, meldete am Ende der Session aber eine "schreckliche" Fahrbarkeit seines Renault-Antriebs, der nicht richtig beschleunigte. So konnte er sich nicht mehr steigern, nachdem er zuvor ständig vor seinem Teamkollegen gelegen war. Unterm Strich blieb für Vettel mit 2,880 Sekunden der zwölfte Platz, genau im Sandwich der Toro-Rosso-Junioren, deren Bremsprobleme sich langsam zu lichten scheinen.

Neben beiden McLaren-Piloten schaffte auch Felipe Massa (Williams/+2,348) den Sprung in die Top 10. Massas Teamkollege Valtteri Bottas schlüpfte jedoch früh in der Session in seine Jeans, nachdem klar war, dass er nicht mehr fahren würde können. Nur kurz beschäftigt war auch Esteban Gutierrez, der mit Schaltproblemen beinahe ausgerollt wäre, sich dann aber doch noch an die Box retten konnte. Trotzdem muss das Sauber-Team jetzt sein Getriebe wechseln.

Apropos Sauber: Adrian Sutil belegte nach 16 Runden nur Platz 15, hatte 4,813 Sekunden Rückstand und wurde damit sogar von einem Marussia geschlagen. Für die Schweizer gibt es derzeit kein Licht am Ende des Tunnels: "Das Auto rutscht überall", klagte Sutil, bevor das Setup noch einmal komplett umgekrempelt wurde. Positive Nachrichten gibt's hingegen von Caterham: Die beiden grünen Boliden konnten im dritten Training erstmals richtig fahren.

Magnussen überrascht im Qualifying Magnussen überrascht im Qualifying 3. Fr. Training - Ergebnis 3. Fr. Training - Ergebnis

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