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Vorsitzender Walker tritt zurück

Ron Walker, der den GP nach Melbourne gebracht hat, wird als Vorsitzender zurücktreten, davor will er den Rennvertrag verlängern.

Rückschlag für den Grand Prix von Australien: Ron Walker, Vorsitzender der Veranstaltung, wird sich nach der nächstjährigen, insgesamt 15. Ausgabe des Rennens im Albert Park von Melbourne zurückziehen. Der Vertrag läuft kommende Saison ebenfalls aus – Walker bemühte sich aber in den vergangenen Wochen intensiv um eine Vertragsverlängerung. Der ehemalige Bürgermeister der Stadt, dessen gute Kontakte zu Formel-1-Boss Bernie Ecclestone 1996 der Auslöser für den Wechsel des Grand Prix von Adelaide nach Melbourne waren, ist zudem Boss der seit 2012 existierenden Formula One Promoters Association (FOPA).

Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss der Rennveranstalter, die politisch im Ecclestone-Lager anzusiedeln ist. Erst in den vergangenen Tagen bewies der 74jährige Walker seine Loyalität zum Briten, als er den leiseren Motorensound der neuen V6-Turbomotoren heftig kritisierte. Daraufhin gab Ecclestone bekannt, dass er sich der Sache annehmen werde und eine Reaktion noch während der Saison notwendig sei.

Walker, der im Vorjahr eine Krebserkrankung überwunden hatte, war auch ein großer Unterstützer Mark Webbers, als dieser auf dem Sprung in die Formel 1 war. Der nunmehrige Porsche-LMP1-Pilot stieg 2002 beim damals von Landsmann Paul Stoddart geführten Minardi-Team ein und schaffte vor eigenem Publikum bei seinem Formel-1-Debüt mit Platz fünf eine Sensation.

Nach Webbers Abgang tritt nun Landsmann Daniel Ricciardo bei RB Racing in die Fußstapfen des Routiniers – eine gute Nachricht für die Zukunft des Grand Prix von Australien, der trotz seiner enormen Beliebtheit im Fahrerlager stets auch Gegner hatte. Vor allem in den Anfangsjahren war das Rennen im Albert Park mit Protesten durch Umweltschützer konfrontiert, auch die Finanzierung der hohen Lizenzgebühr durch Steuergelder war stets ein Thema.

Die Tops & Flops Die Tops & Flops Ricciardo: Einspruch abgelehnt Ricciardo: Einspruch abgelehnt

Grand Prix von Australien 2014

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