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Grand Prix von Belgien 2014

Immer auf die Deutschen...

Während der Podiumszeremonie in Belgien wird Nico Rosberg ausgebuht wie einst Sebastian Vettel in dessen dominanter Zeit.

"Bitte lasst das, bleibt locker. Es ist nicht fair", versuchte Eddie Jordan als Moderator der Podiuminterviews in Spa-Francorchamps das Publikum zu beruhigen. Doch die Gemüter waren nach dem Grand Prix von Belgien erhitzt. Auslöser war die Szene in der zweiten Runde gewesen, in der Nico Rosberg mit seinem Teamkollegen Lewis Hamilton kollidierte und dabei dessen Reifen beschädigte. Als Zweiter auf dem Podium musste er sich dann den Buh-Rufen stellen.

Das Rennen war gerade erst zu Ende, die Beteiligten hatten sich noch nicht geäußert und die Angelegenheit wurde teamintern noch nicht besprochen, da hatten sich die Fans schon längst eine Meinung gebildet. Vor allem die Hamilton-Fans werden es wohl gewesen sein, die einen eindeutigen Schuldigen in dem vermeintlichen Rennunfall gefunden hatten.

"Das ist kein schönes Gefühl gewesen", gibt Rosberg zu. "Ich respektiere deren Meinung und verlange nur, dass sie sich ein klares Bild von der Situation machen, bevor sie sich so eine Meinung bilden. Damit meine ich auch, das Regelwerk zu lesen. Man muss verstehen, wie ein solcher Kontakt bewertet wird. Das würde ich mir wünschen. Aber wie auch immer... Ich denke, das war eine kleine Minderheit da draußen, und all die anderen haben ein großartiges Rennen gesehen."

Einer, der diese Situation nur allzu gut kennt, ist der amtierende Weltmeister Vettel. Ihm kam der Unmut der Zuschauer im vergangenen Jahr gleich mehrmals entgegen, unter anderen in Kanada und Monza, wo die Ferrari-Fans ordentlich lärmten. Dem Red-Bull-Racing-Piloten warf man allerdings mehr Langeweile als unfaires Verhalten vor. Auf Rosbergs Buh-Erfahrung angesprochen fragt er nach dem Warum und kann dann nur müde lächeln. Den Vorfall selbst will er nicht beurteilen.

Die Zuspitzung des Mercedes-Teamduells und die Schuldfrage in dieser Angelegenheit ist die eine Sache, eine andere ist aber das Verhalten der Fans gegenüber den Akteuren. Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff, der selbst nicht allzu erfreut über den Vorfall war, hält von dem negativen Feedback wenig.

"Ich finde das ist zu viel des Guten", sagt er gegenüber Sky. "Die Jungs kämpfen da draußen, versuchen Weltmeister zu werden, und manchmal gibt es halt Kleinholz, und das ist heute passiert. Nico war heute irgendwie von der Rolle, aber er ist ein cleverer Kerl, und jetzt müssen wir analysieren, was passiert ist."

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