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Grand Prix von Belgien 2014

Niki Lauda dreht sich im Wind…

Mit einem Konkurrenten wäre ein solcher „normaler Rennunfall verständlich“, findet Lauda auf einmal. Kurios: Mercedes bittet User um Straf-Vorschläge…

Unmittelbar nach der Kollision zwischen Nico Rosberg und Lewis Hamilton in Spa-Francorchamps hatten die Mercedes-Bosse Niki Lauda und Toto Wolff scharfe Kritik an Rosbergs Verhalten geübt.

Zuletzt wurde Lauda von der Bunten sogar mit den Worten zitiert, dessen Fehler sei "unverzeihlich". Doch heute klingt das alles schon wieder ganz anders.

Inzwischen stuft der Österreicher die Kollision in der zweiten Runde des Grand Prix von Belgien als "normalen Rennunfall" ein: "Es war ein Rennunfall, der passieren kann", relativiert Lauda seine ursprüngliche Kritik. Allerdings bleibt er bei seiner Aussage, dass so etwas "im Mercedes-Team nicht in der zweiten Runde gegeneinander passieren" dürfe und auch "zum falschen Zeitpunkt und am falschen Ort" vorgekommen sei.

"Wenn ein Rennunfall mit einem Konkurrenten passiert, ist das verständlich. Da geht's um Millimeter oder Zentimeter. Intern geht das nicht", findet der Aufsichtsratschef des Mercedes-Teams. "Das werden Toto und Paddy (Lowe; Anm. d. Red.) den beiden erklären. Denn bei Mercedes geht es um die Gesamtverantwortung, die Weltmeisterschaft in beiden Kategorien zu gewinnen - auf dem schnellsten Weg, nicht auf dem langsamsten!"

Am Freitag steht in der Fabrik in Brackley ein klärendes Meeting mit Sportchef Toto Wolff, Technikdirektor Paddy Lowe und den beiden Fahrern Nico Rosberg und Lewis Hamilton auf dem Programm. Niki Lauda wird nicht dabei sein.

Bei dem Krisengipfel soll geklärt werden, wie es im "Krieg der Sterne" nun weitergeht. Gestern hatte Mercedes via Twitter sogar die User um Vorschläge gebeten, wie das Teamduell gehandhabt werden soll. In einer Umfrage sprachen sich dabei 92 Prozent für freies Racing aus.

92 Prozent der Mercedes-Fans wollen weiterhin freies Racing

Inzwischen ist die Angelegenheit Chefsache, und zwar nicht mehr nur teamintern, sondern auf Daimler-Ebene. Konzernchef Dieter Zetsche soll sich in die Angelegenheit eingeschaltet haben, berichtet die 'Bunte'. "Selbstverständlich müssen wir an ihn berichten", bestätigt Lauda, mit Zetsche über das Thema gesprochen zu haben. "Wir haben Erklärungsbedarf. Es geht ja um die Marke, um Glaubwürdigkeit."

Inzwischen ist das Mercedes-Team wie erwähnt via Twitter direkt mit seinen Fans in Kontakt getreten, um deren Meinung abzufragen. Die Silberpfeile haben dabei sogar das Feld sondiert, wie unpopulär eine Stallorder wäre. Klares Votum: 92 Prozent sind dagegen und wollen die beiden Fahrer stattdessen weiterhin frei gegeneinander racen sehen.

Fans sollen künftige Fahrer-Strafen vorschlagen

Die PR-Abteilung des Teams dreht die Twitter-Befragung noch weiter und bittet die 92 Prozent um Meinungen, welche Sanktionen verhängt werden sollen, falls jemand noch einmal gegen die Keine-Berührung-Regel verstoßen sollte. Während die übrigen acht Prozent ihre Vorstellungen von der konkreten Umsetzung einer Stallorder kundtun dürfen.

Einen Fahrer für ein Rennen suspendieren und dafür in Kauf nehmen, dass möglicherweise Konstrukteurspunkte verloren gehen? Oder eine Reihenfolge für Qualifying-Slots fixieren? - zwei der Vorschläge, die Mercedes selbst als Grundlage für weitere Ideen via Twitter veröffentlicht hat. Wer weiß? Vielleicht setzen die Herren Wolff und Lowe ja am Ende tatsächlich einen Uservorschlag um?
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