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Grand Prix von Belgien 2014

Wer hätte mit Ricciardo gerechnet?

Daniel Ricciardo gewinnt seinen dritten Grand Prix, der sich allerdings etwas anders angefühlt hat als die beiden bisherigen.

Daniel Ricciardo hat den Großen Preis von Belgien gewonnen - in einem RBR, den vor dem Rennen wegen der langen Geraden in Spa kaum jemand auf dem Zettel gehabt haben dürfte. Von Startplatz fünf aus ins Rennen gegangen, profitierte der Australier bereits frühzeitig von einem Fehler seines Teamkollegen Sebastian Vettel, an dem er dadurch vorbeikam. Anschließend kämpfte sich Ricciardo bis auf Position eins vor und kontrollierte das Rennen bis zum Ende.

Bereits zum dritten Mal in dieser Saison stand der 25-Jährige somit ganz oben auf dem Podium und verkürzte seinen WM-Rückstand auf den Zweitplatzierten Lewis Hamilton, der in Spa ausfiel, auf 35 Punkte. Nachdem Ricciardo in Kanada und Ungarn lange Zeit nicht wie der sichere Sieger ausgesehen hatte, stellte Belgien ein Novum für ihn dar: "Es war definitiv ein bisschen anders. Wenn du das Rennen so lange anführst, dann geht es eher um Selbstbeherrschung. Du musst auf deine Rundenzeiten schauen und immer so konstant wie möglich sein."

Gegen Ende eilte der Zweitplatzierte Nico Rosberg auf frischen Reifen heran - letztlich aber keine Gefahr für den Mann aus Perth. "Als ich gehört habe, dass Rosberg noch einmal zum dritten Boxenstopp reinkam, wusste ich, dass es gegen Ende knapp werden würde. Ich musste einfach versuchen, die Rundenzeiten beizubehalten und keine Fehler zu machen." So hoffe man als Führender vor allem, dass alles hält: "Während der letzten Runden sehnst du einfach die Zielflagge herbei."

Besonders freut sich Ricciardo über die große Unterstützung an der Strecke: "Es gibt natürlich viele TV-Zuschauer zu Hause, aber ich denke, hier sind fast so viele australische Flaggen wie in Melbourne. Das ist echt beeindruckend, wie viele Australier oder australische Fans an diesem Wochenende hier sind. Vielen Dank dafür!"

Dass RBR auf der "Ardennen-Achterbahn" konkurrenzfähig war, lag an einem extremen Setup des RB10: "Unser Anpressdruck hier war sehr, sehr niedrig", erklärt Teamchef Christian Horner gegenüber Sky Sports F1. "Das hat uns im ersten Sektor schnell gemacht - auf der ersten Geraden und den Berg hoch. Auch wenn wir im mittleren Sektor etwas Zeit verloren haben, waren wir auf eine gesamte Runde gesehen sehr konkurrenzfähig." So habe Red Bull Racing auf der Geraden nicht nur Mercedes die Stirn bieten, sondern sich auch gegen Williams und Ferrari verteidigen können.

Ob sich das Weltmeisterteam auch beim nächsten Rennen auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke schlechthin - in Monza - behaupten kann, wagt Horner noch nicht einzuschätzen: "Ich denke, mit viel weniger Anpressdruck können wir nicht mehr fahren (lacht; Anm. d. Red.). Wir haben hier ein fantastisches Resultat erreicht. Wir haben eine gute Balance im Auto und es einfach gut zusammengebracht. Wir hatten eine gute Strategie mit Daniel, und er hatte natürlich auch die Geschwindigkeit, um sie umzusetzen."

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