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Grand Prix von Malaysia 2014

Wendlinger und Stuck kritisieren Massa

Karl Wendlinger wäre als Teammanager mit Felipe Massa nicht zufrieden, Hans-Joachim Stuck würde ihm sogar „die Hammelbeine langziehen“…

Williams brachte beim Grand Prix von Malaysia am vergangenen Sonntag erstmals seit dem Grand Prix der USA 2012 beide Autos in den Punkterängen ins Ziel. Dennoch war die Stimmung im Team nicht nur von eitel Sonnenschein gekennzeichnet.

Im Kampf um den siebten Platz in Sepang hätte Felipe Massa seinen Teamkollegen Valtteri Bottas auf Anweisung des Teams vorbeilassen sollen. Doch der aus seinen Ferrari-Jahren das Dasein als Nummer zwei im Team kennende Brasilianer widersetzte sich der Williams-Order und fuhr vor Bottas über die Ziellinie.

Während sich Massa mit seinem Verhalten bei einigen Beobachtern der Szene Respekt erarbeitet hat, gibt es auch Stimmen, die der Ansicht sind, er habe sich keinen Gefallen getan. "Ich als Teammanager wäre mit ihm nicht zufrieden", sagt Ex-Formel-1-Pilot Karl Wendlinger gegenüber ServusTV und erklärt: "Der Grund war ja nicht nur, dass sie Bottas vor Massa haben wollten."

Vielmehr hätte der von Startplatz 18 kommende Finne unter Umständen noch den auf Rang sechs fahrenden McLaren-Piloten Jenson Button angreifen und überholen können, um so "für das Team einfach mehr Punkte einzufahren, denn das kann am Ende der Saison sehr wichtig sein", wie Wendlinger betont.

Auch Hans-Joachim "Strietzel" Stuck zeigt sich von Massas Verhalten überrascht. "Mich hat es gewundert. Ich habe in meiner langen Karriere beide Seiten erlebt, habe durch Teamorder profitieren können, musste mich bei anderen aber auch hinten anstellen. Ich habe das immer befolgt und bin gut damit gefahren", erinnert sich der ehemalige Formel-1-Pilot, Le-Mans-Sieger und DTM-Champion gegenüber ServusTV.

Wie würde Stuck reagieren, wäre er heute Williams-Teamchef? "Ich wäre nicht zufrieden und würde dem Herrn Massa schon mal die Hammelbeine langziehen." Genau wie Wendlinger vertritt auch "Strietzel" die Ansicht, dass Massa in besagter Situation die gesamte Saison im Blick hätte haben müssen: "Er ist ein Angestellter des Teams. Er muss diese Order einfach ausführen. Ob das gut war? Ich bezweifle es." Die kommenden Rennen werden es zeigen...

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