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Marussia mit Rossi statt Chilton

Der US-Rennfahrer Alexander Rossi sitzt in Spa-Francorchamps statt Max Chilton im Marussia und gibt damit sein Renndebüt in der Formel 1.

Update #1: Stellungnahme Chiltons

Alexander Rossi steht vor seinem ersten Rennen in der Formel 1: Der US-Amerikaner wird beim Grand Prix von Belgien in Spa-Francorchamps den Marussia-Stammpiloten Max Chilton ersetzen, der aus vertraglichen Gründen, so die offizielle Diktion, nicht am Ardennen-Wochenende teilnehmen wird. Rossi ist neben André Lotterer bereits der zweite Fahrer, der bei der heurigen Ausgabe des Klassikers sein erstes Formel-1-Rennen bestreiten wird.

"Es versteht sich von selbst, dass ich absolut aus dem Häuschen bin", sagt der 22jährige. "Ich erhalte die Möglichkeit, zum ersten Mal ein Formel-1-Rennen zu bestreiten. Ich kann Marussia gar nicht genug dafür danken, dass sie so viel Vertrauen in mich setzen. Für mich ist es zweifelsohne ein ganz großer Augenblick – und innerhalb von kurzer Zeit gibt es eine ganze Menge vorzubereiten."

Immerhin: Als Test- und Ersatzfahrer ist Rossi schon seit rund einem Monat mit Marussia unterwegs, nachdem er zuvor zumindest Trainingserfahrung bei Caterham gesammelt hat. Nun folgt der nächste, von ihm lange herbeigesehnte Schritt, wie er sagt: "Ich fühle mich schon seit geraumer Zeit bereit – und dann erhalte ich diese Chance auch noch auf einer so geschichtsträchtigen und tollen Strecke wie Spa. Ich kann es kaum erwarten, im MR03 zu sitzen, und hoffe, ich kann es dem Team mit einem ordentlichen Wochenende zurückzahlen.

Stammfahrer Chilton muss derweil zuschauen. Im Hintergrund, so das Team, gäbe es vertragliche Probleme zu lösen. Marussia-Teamchef John Booth erklärt: "Wir hatten zwar nicht geplant, Alexander in dieser Saison ein Rennen fahren zu lassen, doch angesichts der Umstände sind wir mehr als erfreut darüber, ihm diese Möglichkeit zu bieten. Natürlich hoffen wir, so bald wie möglich wieder mit unserem Stammpersonal an den Start zu gehen, doch jetzt wünschen wir Alexander erst einmal alles Gute für das Wochenende."

Das Team, so Booth weiter, freue sich darauf, Rossi im MR03 zu erleben. Der US-Amerikaner hat bereits vor einigen Jahren erste Formel-1-Erfahrungen gemacht: Nach dem Sieg im Formel-BMW-Weltfinale fuhr er den F1.09 von Sauber, wodurch er sich die Superlizenz sicherte. 2012 stieß er als Testpilot zu Caterham. Zuletzt war er im Kanada-Training für dieses Team im Einsatz, danach wechselte er zum russisch-britischen Rennstall.

Damit einher ging auch sein Abgang von Caterham Racing in der GP2 Series, seinen Platz dort übernahm ab Hockenheim der französische Veteran Tom Dillmann, wenngleich der US-Amerikaner in Deutschland bei Campos Racing den am selben Wochenende stattdessen um den AutoGP-Titel kämpfenden Japaner Kimiya Sato vertrat. In der semi-offiziellen Nachwuchsserie der Formel 1 konnte Rossi bisher einen Sieg einfahren, im Hauptrennen von Abu Dhabi 2013.

Mittlerweile hat Max Chilton über seinen Pressebetreuer der offiziellen Darstellung seines Teams widersprochen: Der Brite habe sein Marussia-Cockpit freiwillig geräumt, damit der Rennstall neue Sponsoren und somit neues Kapital an Land ziehen könne. Er werde deshalb auch vor Ort sein und seinem Arbeitgeber zur Seite stehen. Er sei auch selber auf der Suche nach neuen Investoren, damit er möglichst bald wieder ins Cockpit zurückkehren kann. Wann dies der Fall sein könnte, ist derzeit aber noch unklar.

Papa hat gezahlt: Chilton fährt Papa hat gezahlt: Chilton fährt Offiziell: Lotterer fährt in Spa für Caterham Offiziell: Lotterer fährt in Spa für Caterham

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